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Dazwischen mit Alexander Bergweiler (Jurist, Sportförderer, Humanist)

Shownotes

In dieser Folge mit Alexander Bergweiler:

Fußball ist stärker als Blut. Warum 70.000 Menschen bei Schalke abgehen – selbst in Liga zwei. 💼 Anwalt, Manager, Strippenzieher. Zwischen Spielerberatung, millionenschweren Verträgen und WhatsApp von Rüdiger. 🍷 Wein & Wurzeln. Mosel-Kind mit 7 Generationen Inzucht (Zitat Alex!) – und einem klaren Credo: Schönheit vergeht, Stöcke bleiben. 🎤 Luciano & Lifestyle. Warum Bergweilers Söhne fast eskaliert wären, als Papa „keine Ahnung von Luciano“ hatte. ❤️ Patchwork XXL Urlaub mit Söhnen samt Freundinnen und "Beutekindern" – klingt nach Chaos, ist aber Liebe. ⚖️ **Meinungsfreiheit & Moral. **Von "Free Palestine" bis „Was ist eigentlich gerecht?“ – ein Jurist mitten im Dazwischen.

🔥 Zitate, die sitzen „Im Ruhrpott ist Fußball stärker als Blut.“ „Mode muss nicht 400 Euro kosten – ein Sweatshirt für 50 reicht.“ „Ich habe Beutekinder. Aus anderen Beziehungen. Kommen trotzdem mit in den Urlaub.“ „Arnold Schwarzenegger rief mich vom Münchner Flughafen an – wegen einer Uhr.“ „Es gibt keine perfekte Gerechtigkeit. Aber klare Regeln helfen, dass du weißt, woran du bist.“

👉 Das ist keine glattpolierte Erfolgsgeschichte. Das ist das Leben dazwischen: Stadion & Gerichtssaal, Mosel & Metropole, Tradition & TikTok.

Transkript anzeigen

Alexander Bergweiler: Also ich glaube, das ist auch für die Leute ein Riesenventil.

Alexander Bergweiler: Also wenn du siehst, dass Schalke spielt in der zweiten Bundesliga,

Alexander Bergweiler: was jetzt vom Niveau überschaubar ist.

Alexander Bergweiler: Aber da kommen jedes Wochenende 70.000 Leute ins Stadion.

Alexander Bergweiler: Und in Duisburg, die sind in die vierte Liga abgestiegen. Es hat nichts mehr

Alexander Bergweiler: mit Profisport zu suchen.

Alexander Bergweiler: 40.000 Leute am Wochenende, die zu ihrem Verein gehen.

Alexander Bergweiler: Und gerade im Ruhrpott gibt es eine dermaßene Verbundenheit zu den Vereinen.

Alexander Bergweiler: Das ist stärker als Blut, sagen die dort.

Alexander Bergweiler: Ich mache mittlerweile nur noch Sommerurlaub. Da nehme ich meine Jungs mit.

Alexander Bergweiler: Mittlerweile sagen wir, wir bringen aber unsere Freundinnen, alle drei mit.

Alexander Bergweiler: Ich habe auch Beutekinder, nenne ich das, aus anderen Beziehungen,

Alexander Bergweiler: wo ich nicht der Vater bin, aber die auch noch gerne mitkommen.

Alexander Bergweiler: Make Moselwein great again. Die Sportrechtler kommen aus der Bundesrepublik

Alexander Bergweiler: und teilweise auch aus der Schweiz und anliegenden Ländern.

Alexander Bergweiler: Und die sind dann immer relativ begeistert, weil die Weine einfach auch gut sind.

Simi Will: Hallo zusammen, hier ist wieder eure Simi aus dem Dazwischen.

Simi Will: Heute eine Weltpremiere. Ist ja eigentlich immer eine Weltpremiere,

Simi Will: aber heute tatsächlich sitzt mir ein Mann gegenüber,

Simi Will: den ich nicht von früher kenne, den ich nicht schon vor kurzem kennengelernt

Simi Will: habe, sondern der mir erst vor ganz kurzer Zeit begegnet ist und ich bin sehr

Simi Will: stolz und froh, dass er heute hier ist.

Simi Will: Es ist der Jurist, der Manager Alexander Bergweiler.

Simi Will: Hallo Alexander.

Alexander Bergweiler: Vielen Dank, liebe Simi, für die warmen Worte. Das freut mich sehr und ja,

Alexander Bergweiler: ich darf das ein bisschen feiern, dass du mich eingeladen hast.

Simi Will: Es ist total interessant. Ich habe schon festgestellt, dass Alexander Bergweiler

Simi Will: in Trier eine Person ist, die man kennt.

Simi Will: Das ist doch einer von den Königs.

Simi Will: Wieso? Was sind die Königs?

Alexander Bergweiler: Die Könige sind die Anwälte oder es ist eine ganz alte Anwaltskanzlei,

Alexander Bergweiler: die hier einen sehr guten Ruf genießt.

Alexander Bergweiler: Hermann Schmidt und Roderich Schmitz haben das damals von einem der Könige.

Alexander Bergweiler: Das Notariat in Schweich ist auch noch bekannt und der Bruder hat das gegründet.

Alexander Bergweiler: Und Hermann und Roderich, speziell Roderich, haben das wirklich hervorragend weitergeführt.

Simi Will: Ja und was ist euer Steckenpferd? Was ist eure Überschrift quasi?

Alexander Bergweiler: Wir waren immer so ein bisschen Wirtschaftskanzlei. Also wir haben hier regionale

Alexander Bergweiler: Firmen immer betreut und zwar seit Jahren.

Alexander Bergweiler: Und in Trier sind die Wellen ja bekanntlich nicht so hoch. Also es geht nicht

Alexander Bergweiler: so schnell hoch und es geht nicht so schnell runter.

Alexander Bergweiler: Und deswegen gab es immer eine Konstante. Und ich war immer,

Alexander Bergweiler: ich komme eigentlich aus Bernkastel, bin zwar in Trier wie Papa und Großvater

Alexander Bergweiler: geboren, aber dann wieder zurück nach Bernkastel und war da auch in der Schule.

Alexander Bergweiler: Und bin dann im Studium wieder nach Trier zurück. Und deswegen war ich so ein

Alexander Bergweiler: bisschen für die Mittelmosel und die Unternehmer da bei den Königen zuständig.

Alexander Bergweiler: Und das hat ganz gut geklappt, sodass wir hier einen ganz guten Ruf haben,

Alexander Bergweiler: glaube ich, für Trier. Und man uns dann ab und zu kennt.

Simi Will: Ja, die Könige, herrlich. Aber du bist ja, ich gebe es offen zu,

Simi Will: nicht wegen deiner reinen Anwaltstätigkeit bei mir, sondern weil meine liebe

Simi Will: Freundin Tanja mir irgendwann gesteckt hat, das wäre mal was für dich.

Simi Will: Und ich natürlich, wieso? Was macht er? Was ist da los?

Simi Will: Und dann hat sie mir erzählt, dass du jemand bist, der ja auch Management betreibt, also Fame mitbringt.

Simi Will: Geschichten rund um berühmte Menschen, mein Lieber.

Simi Will: Und da sind Namen gefallen, da habe ich mit den Ohren geschlackert und mich sehr darauf gefreut.

Simi Will: Und zwar witzigerweise Arnold Schwarzenegger, Da gibt es was?

Alexander Bergweiler: Ja, Arnold, also witzigerweise kam das zuerst über den Fußball.

Alexander Bergweiler: Und im Rahmen dieser Fußballtätigkeit habe ich von dem Management von Arnold eine Anfrage bekommen.

Alexander Bergweiler: Können wir nicht was zusammen mit Antonio Rüdiger, den ich betreue,

Alexander Bergweiler: als Fußballspieler machen?

Alexander Bergweiler: Und der stiftete so ein Meet and Greet in Madrid für ihn.

Alexander Bergweiler: Das konnte man bei ihm bei einer Ersteigerung dann bekommen.

Alexander Bergweiler: Und witzigerweise rief dann sein Management, ich glaube beim zweiten Mal an, sagt er, Alexander,

Alexander Bergweiler: der Arnold ist gerade im Flughafen in München, darf dich sein Management,

Alexander Bergweiler: sein Operator, also seine Hilfs...

Simi Will: Also er selbst war dort.

Alexander Bergweiler: Er selbst war dort, kann der anrufen, da ist irgendwas nicht sauber.

Alexander Bergweiler: Und dann sagte ich, klar Monika, überhaupt kein Problem.

Alexander Bergweiler: Um was geht es denn? Es wäre irgendeine Uhr. Und dann dünkelte mir schon,

Alexander Bergweiler: dass es um Steuerrecht ging.

Alexander Bergweiler: Und dann bin ich rüber zu unserem Herrn Schrotmann und der sagte,

Alexander Bergweiler: das könnte ein Problem mit Einfuhr-Umsatzsteuer sein.

Alexander Bergweiler: Und dann klingelte das Telefon.

Simi Will: Moment, Moment. Das heißt, er hatte eine Uhr gekauft? Oder nein?

Simi Will: Oder das ist ein Trickswort?

Alexander Bergweiler: Nein, es gibt sozusagen eine von AP, das ist eine besondere Uhrenmarke,

Alexander Bergweiler: ein besonderes Modell, was er mit entworfen hat, das heißt Terminator Edition

Alexander Bergweiler: und er hat von den USA eine Uhr für eine Charity-Versteigerung mitgebracht,

Alexander Bergweiler: die in Kitzbühel stattfinden sollte.

Alexander Bergweiler: Und dann ist ein jahrelanger Rechtsstreit darüber ausgebrochen,

Alexander Bergweiler: der dann irgendwann gelöst werden konnte, ob denn das sozusagen überhaupt eine

Alexander Bergweiler: Einfuhr nach Deutschland ist oder eine Einfuhr nach Österreich.

Alexander Bergweiler: Ach du liebe Zeit. Aber an dem Flughafen sind Dinge passiert,

Alexander Bergweiler: da dachte ich wirklich, ich stehe im falschen Film.

Alexander Bergweiler: Zum Beispiel? Zum Beispiel fragten sie ihn dann nach einer Sicherheitsleistung.

Alexander Bergweiler: Und ich so, ähm, wie ich...

Alexander Bergweiler: Herr Schwarzenegger, haben Sie was dabei? Ja, ich habe 10.000 Dollar,

Alexander Bergweiler: das habe ich mir seit früher angewöhnt.

Alexander Bergweiler: Der sprach auf so einem Englisch-Österreichisch.

Simi Will: Ja, süß, ich liebe ihn.

Alexander Bergweiler: Der ist wirklich da zum Feiern. Aber diese erste Szene im Büro bei Herrn Strothmann,

Alexander Bergweiler: ich so, jetzt ruft der Operator an und dann hieß Arnold Schwarzenegger.

Alexander Bergweiler: Und dann sind wir beide wirklich tot zusammengebrochen und haben dann ihm geholfen.

Alexander Bergweiler: Und das dann auch in der Sekunde ganz gut hingekriegt, glaube ich.

Alexander Bergweiler: Und dann rief er dann, nachdem er aus dem Flughafen, der saß drei Stunden fast am Flughafen.

Simi Will: Aber Moment, ihr seid dann wie so eine Emergency, seid ihr dann zum Flughafen?

Alexander Bergweiler: Wir haben dann mit dem Zöllner im Münchner Flughafen telefoniert und am nächsten

Alexander Bergweiler: Tag war sein Charity Dinner, zu dem ich kommen sollte.

Alexander Bergweiler: Ich so, ich bin jetzt am Luxemburger Flughafen, mein Flug geht gleich,

Alexander Bergweiler: sitzen Sie sich zurück. Ich bin gleich da und habe den Zöllnern gesagt,

Alexander Bergweiler: ich brauche jetzt eine Stunde und dann laufe ich bei Ihnen ein und dann klären wir das.

Alexander Bergweiler: Und in dem Moment schlägt die Tafel um, Flight cancelt.

Alexander Bergweiler: Ich weiß nicht, ob du dich noch erinnerst, da gab es mal Blitzeis in der ganzen

Alexander Bergweiler: Bundesrepublik. Das war genau der Tag.

Alexander Bergweiler: Und ich so, ja, das war es jetzt mit Kommen. Jetzt müssen wir es doch aus der Ferne machen.

Alexander Bergweiler: Und das hat dann aber mit, also mit jetzt ist Schluss und basta,

Alexander Bergweiler: am Ende dann doch geklappt.

Alexander Bergweiler: Dann durfte er gehen, was eigentlich...

Simi Will: Sie haben Arnold quasi festgehalten.

Alexander Bergweiler: Ja, also ich habe dann zweimal gefragt, ist er festgenommen?

Alexander Bergweiler: Nein, nein, er ist nicht festgenommen.

Alexander Bergweiler: Und es ist dann total lustig, weil die Bild-Zeitung auf einmal zwischendurch berichtete.

Alexander Bergweiler: Dann rief seine Stiftungsleiterin, die Monika Langenthal, wieder an und sagte,

Alexander Bergweiler: Alex, hier ruft die Bild-Zeitung an, ob er denn festgenommen sei.

Alexander Bergweiler: Noch nicht, aber was noch nicht ist, kann ja noch werden. Und dann,

Alexander Bergweiler: ja, aber er ist eine coole Socke und ist dann sehr cool damit umgegangen und

Alexander Bergweiler: rief dann witzigerweise an und fragte, ob wir den Abendessen gehen wollen.

Alexander Bergweiler: Und ich war um 18 Uhr am Luxemburger Flughafen und habe dann gesagt,

Alexander Bergweiler: Abendessen ist schlecht, aber ich könnte mir vorstellen, morgen früh wird es dann was.

Alexander Bergweiler: Und dann stand ich bei dem Blitzeis am Luxemburger Flughafen und rief dann meinen

Alexander Bergweiler: Sohn an, Arno hat mich morgen zum Frühstück eingeladen. und der so,

Alexander Bergweiler: Papa, du stell dich nicht so an, du fährst mit dem Dreirädchen da runter, ich kenne dich.

Alexander Bergweiler: Also wenn es hart auf hart kommt, du bist in jedem Fall morgen früh da und dann

Alexander Bergweiler: ging es aber auch sehr gut und war dann am nächsten Morgen da und dann habe

Alexander Bergweiler: ich mit Arnold wunderbar gefrühstückt.

Simi Will: Das war dann in München?

Alexander Bergweiler: Das war in Kitzbühel, witziger war, im Hotel, wo dann das Charity Dinner stattgefunden

Alexander Bergweiler: hat und ja, dann hatten wir da eine sehr gute Zeit und man merkt, wie aufgeräumt er ist.

Alexander Bergweiler: Er sagt dann, Alex, darf ich das verwenden, dass ich da festgenommen worden bin?

Alexander Bergweiler: Ich so, du bist nicht festgenommen worden, sondern du warst dann nur,

Alexander Bergweiler: ja, darf ich das aber sagen? Und kann mir das, nein.

Simi Will: Weil das einfach eine coolere Geschichte wäre. Genau.

Alexander Bergweiler: Und er hat dann gesagt, ja.

Alexander Bergweiler: Ich war dann in Handschellen und es war jetzt nicht nur Spaß mit meiner Freundin,

Alexander Bergweiler: nein, Spaß, hat er dann gesagt.

Alexander Bergweiler: Aber die Uhr wurde für den, ich glaube, 17-fachen Wert versteigert,

Alexander Bergweiler: weil die Story darum unheimlich gut macht.

Alexander Bergweiler: Weil alle Presseagenturen berichteten darüber und alle fragten an,

Alexander Bergweiler: wir wollen die Uhr haben, wir wollen die ersteigern, können wir von der Ferne

Alexander Bergweiler: bieten und so. Ach, Wahnsinn.

Alexander Bergweiler: Ja, und ich glaube, die kostete ungefähr 20.000 Euro, wenn ich es noch recht,

Alexander Bergweiler: und wurde um 300.000 Euro versteigert. Oh, Wahnsinn. Wegen dieser Geschichte.

Alexander Bergweiler: Und da merkt man, und ja, es war schon großes Kino für einen kleinen Bergenkastler. Ja, natürlich.

Simi Will: Wann war das?

Alexander Bergweiler: Das war vor drei Jahren, glaube ich.

Simi Will: Ach, noch so. Ganz frisch. Schon Ahnung, hier mit Bart und so ein bisschen.

Alexander Bergweiler: Bart kam letztes Jahr, da hat er einen Weihnachtsmann gespielt,

Alexander Bergweiler: witzigerweise. Das müsste wahrscheinlich diese Weihnachten in die Kino kommen.

Alexander Bergweiler: Und da hat er sich einen ganz grauen Bart stehen lassen und kam dann auch genauso

Alexander Bergweiler: Richtung Österreich an.

Alexander Bergweiler: Der macht für den Klimaschutz immer zwei Veranstaltungen. Eines ist bei diesem

Alexander Bergweiler: Hahnkamp-Rennen, das ist ein Skiabfahrtslauf, gibt es immer ein Abendessen mit Versteigerung.

Alexander Bergweiler: Und einmal macht er in der Wiener Hofburg einen Klimagipfel,

Alexander Bergweiler: wo er auch Leute einlädt und ist deswegen zweimal fix in Europa,

Alexander Bergweiler: aber macht wirklich authentisch sehr viel für den Klimaschutz.

Simi Will: Oh Arnold, ich liebe ihn. Ich war schon Arnold Schwarzenegger Fan,

Simi Will: wirklich, als Conan der Barbar im Kino lief. Das war 1981.

Simi Will: Ich habe den sieben Mal gesehen.

Simi Will: Und der Film war richtig dumm. Der Film war wirklich richtig dumm.

Simi Will: Aber damals wurde diese Bodybuilding-Nummer losgetreten.

Simi Will: Und ich war schon immer Arnold.

Simi Will: Und ein Ex-Freund von mir aus Traunstein, der Armin. Hallo Armin.

Simi Will: Seine Oma, die waren die Nachbarn von Schwarzeneggers in der Steiermark.

Simi Will: Also erste Verbindung zwischen Alexander Bergweiler und mir.

Simi Will: Wir haben beide Das hat mir irgendwas mit Arnold Schwarzenegger zu tun.

Simi Will: Zum Zweiten hast du auch mit Berlin immer zu tun, logisch.

Simi Will: Ganz kurz noch zum Fußball. Was machst du da im Fußball?

Simi Will: Ich kenne mich im Fußball gar nicht aus, aber ein Bekannter von mir ist in dieser, es gibt dieses…,

Simi Will: Angeblich die politische korrekte Abteilung der Fußballsponsoren. Gibt es sowas?

Alexander Bergweiler: Das gibt es tatsächlich.

Simi Will: Ja, und ich weiß nicht, wie das heißt und so, aber den kann ich sehr gut leiden.

Simi Will: Und weil Fußball und viel Geld und so, das hat ja auch immer so ein Geschmäckle.

Simi Will: Oder vielleicht auch nicht.

Simi Will: Und ich verstehe immer nicht diese Unsummen, was das für ein Business ist.

Simi Will: Dass Menschen für Fußball, es ist halt ein Business, was ich nicht verstehe.

Simi Will: Und da bist du sowas wie ein Manager oder du machst die Verträge mit den Vereinen und den Spielern?

Alexander Bergweiler: Also es gibt unterschiedliche Konstellationen. Es gibt einmal die Tätigkeit

Alexander Bergweiler: als Rechtsanwalt, wo ich wirklich als Rechtsanwalt einen Arbeitsvertrag prüfe.

Alexander Bergweiler: Und auch die Verträge mit den Spielern sind meistens Arbeitsverträge.

Alexander Bergweiler: Und das Zweite gibt, was es gibt, wir haben damals Sase Nisi,

Alexander Bergweiler: das ist der Bruder von Antonio Rüdiger, Hat mit mir zusammen eine Fußballspielerberatungsgesellschaft,

Alexander Bergweiler: FSB, etwas kompliziert,

Alexander Bergweiler: wie der russische Geheimdienst gegründet und hier in Trier ansässig.

Alexander Bergweiler: Und wir beraten Spieler und vermitteln den Vereinen, dass sie einen Arbeitsvertrag

Alexander Bergweiler: unterschreiben können.

Alexander Bergweiler: Und das wird relativ gut vergütet, das muss man so sagen.

Alexander Bergweiler: Aber wir sind immer noch ein bisschen in der Aufbauphase. Es geht schon relativ

Alexander Bergweiler: gut, aber da ist durchaus noch Luft nach oben.

Alexander Bergweiler: Und ich mache beides. Also es gibt durchaus Spieler, die auch in der Nationalmannschaft

Alexander Bergweiler: spielen, die mich als Rechtsanwalt beauftragen.

Alexander Bergweiler: Und es gibt auch Spieler, die mich so beauftragen.

Simi Will: Ah ja. Dann hattest du mir am Telefon erzählt, dass du was planst mit Luciano.

Alexander Bergweiler: Ja, wir machen bereits die Icon League.

Alexander Bergweiler: Also Icon League ist so ein Hallenfußballformat, was viel auf Lifestyle,

Alexander Bergweiler: also mit Musik, mit Rap und Ähnlichem abzielt.

Alexander Bergweiler: Die großen Präsidenten sind Ellie Nährlich und Toni Kroos.

Alexander Bergweiler: Toni Kroos ist auch Fußballer, hat aber meines Erachtens das größte deutsche

Alexander Bergweiler: Instagram-Account und ist Social-Media-mäßig auch gut unterwegs.

Alexander Bergweiler: Hat auch einen der großen deutschen Podcasts, muss man sagen.

Simi Will: Toni Kroos?

Alexander Bergweiler: Toni Kroos.

Simi Will: Ist das der mit den Löckchen?

Alexander Bergweiler: Ne, sehr tätowiert, aber ich zeige dir nachher mal ein bisschen.

Simi Will: Okay.

Alexander Bergweiler: Spielt bei Real Madrid, hat da jahrzehntelang, hat jetzt aufgehört.

Alexander Bergweiler: Und Elli Nährlich ist der bekannteste deutsche Sportstreamer,

Alexander Bergweiler: so nenne ich das mal. Das sind so Formate, wo wir beide uns so ein bisschen rankämpfen müssen.

Alexander Bergweiler: Und die fragten Antonio, ob er Lust hätte mitzumachen, sozusagen mit einem Team.

Alexander Bergweiler: Und der hat seinen Freund Luciano angesprochen, ob die beiden Berliner das nicht zusammen machen.

Alexander Bergweiler: Und da die Verbindung nach Berlin. Und die haben dann so ein bisschen Berlin

Alexander Bergweiler: City FC gegründet als Bezeichnung, also Berliner Stadtfußballclub und machen das zusammen.

Alexander Bergweiler: Und ich habe Luciano als sehr höflichen, netten, umgänglichen Menschen...

Simi Will: Wir haben ihn alle geliebt, weil da meine Verbindung, meine Geschichte zu Luciano,

Simi Will: Luciano war als 16-Jähriger, wie viele andere auch, in meiner Jugendbetreuung in Neukölln.

Simi Will: Die Jungs, die da irgendwie Mist gebaut haben, wie das eben so war.

Simi Will: Und wir haben alle, also die ganzen Kollegen waren in Patrick verliebt.

Simi Will: Patrick, Patrick, Patrick, der macht was, der kann was und er hat uns alle um

Simi Will: den Finger gewickelt, weil er wirklich sehr smart war und sehr nett und er war damals 16,

Simi Will: 17 und ich hatte dann Urlaubsvertretung von einer Kollegin, die eigentlich die

Simi Will: Bezugsbetreuerin war von ihm.

Simi Will: Und er sagte so, ja und der Patrick soll mal das machen und das machen in den

Simi Will: zwei Wochen, wo ich nicht da bin.

Simi Will: Und der würde sich immer rausreden mit, ich bin Rapper, ich bin Musiker,

Simi Will: ich habe keine Zeit, Simi. Da habe ich gesagt, das wollen wir noch mal sehen.

Simi Will: Und dann kam er dann auch und meinte so, du Simi, ich muss gleich wieder los.

Simi Will: Ich habe hier Musik und ich habe das Studio und so.

Simi Will: Sag ich, Schätzchen, pass mal auf, solange du hier herkommst,

Simi Will: solange du herkommst, ohne dass du mir einen Plattenvertrag vorlegst, bist du hier gar nichts.

Simi Will: Wenn du aber mit dem Vertrag kommst, küsse ich den Boden, auf dem du läufst.

Simi Will: Und es hat kein halbes Jahr gedauert und ich musste den Boden küssen,

Simi Will: auf dem er läuft. Und heute an der BBS bin ich die Starfrau,

Simi Will: weil ich ihm Mädels sage, kennt ihr eigentlich den hier?

Simi Will: Den kenne ich von früher. Und jetzt ist er über 30 und hat wirklich Karriere

Simi Will: gemacht. Und zwar hammermäßig.

Alexander Bergweiler: Er ist der erfolgreichste deutsche Musiker, was Spotify-Abrufzahlen angeht.

Alexander Bergweiler: Und ich war dann selbst von mir ein bisschen geschockt, dass ich ihn vorher

Alexander Bergweiler: jetzt noch nicht wahrgenommen habe und meine drei Söhne mich beinahe gesteinigt

Alexander Bergweiler: hätten, weil sie sagen, das ist ein wirkliches Bildungslück, Papa.

Simi Will: Ja, absolut. Also das ist wirklich irre. Der hatte schon mit seiner Band Loco

Simi Will: Squad, hießen die damals, ging die wirklich sofort ab.

Simi Will: Die hatten einen Plattenvertrag als Band und da waren dann schon fünf Millionen

Simi Will: Klicks und ich weiß nicht was.

Simi Will: Das ging ganz schnell. Aber dass er sich so lange gehalten hat,

Simi Will: beweist für mich, dass er wirklich ein Talent hat, weil das klappt sonst nicht.

Alexander Bergweiler: 100 Prozent und die Lanxess Arena ist schon wieder für den Tourstart ausverkauft

Alexander Bergweiler: und die machen das wirklich sehr,

Alexander Bergweiler: sehr gut und sehr, sehr ruhig und mit wirklicher Nachhaltigkeit und das beeindruckt

Alexander Bergweiler: mich dann schon bei den beiden.

Alexander Bergweiler: Also Xavier ist sein Manager und die beiden sind in der Beziehung dann fast untrennbar.

Simi Will: Xavier ist aber nicht der Xavier Naidoo.

Alexander Bergweiler: Nee, Xavier de la Fuentes.

Simi Will: De la Fuentes.

Alexander Bergweiler: Das klingt auch noch gut.

Simi Will: Ja, klingt fantastisch.

Alexander Bergweiler: Nee, ist also nicht Xavier Naidoo, sondern hat spanische Wurzeln und macht auch

Alexander Bergweiler: die Eigenleague für uns.

Alexander Bergweiler: Betreut das nicht nur, sondern gibt da Struktur. Weil das sind alles Berliner

Alexander Bergweiler: Jungs, die für unser Team mitspielen und da auflaufen. Und die meisten mit Migrationshintergrund.

Alexander Bergweiler: Und dann ist von Planung, Organisation schon sehr anspruchsvoll,

Alexander Bergweiler: muss man wirklich sagen.

Simi Will: Ja, das glaube ich.

Alexander Bergweiler: Weil die Spieler sind dann oft in Düsseldorf oder in Köln oder in München und

Alexander Bergweiler: die alle unter einen Hut zu bekommen, weil das dann doch für die Spieler teilweise

Alexander Bergweiler: nur Nebentätigkeit ist, ist spannend.

Simi Will: Dann halten wir mal die Augen offen, was da so passiert mit Luciano.

Simi Will: Patrick, Patrick K. Ja, genau.

Simi Will: Also Arnold haben wir, Luciano. Was gibt es, wo du sagst, wen würdest du gerne

Simi Will: nochmal managen oder wen, gibt es da jemand oder begegnet dir das erst im Laufe deiner Arbeit?

Alexander Bergweiler: Nein, ich habe immer wieder Leute, wo ich merke, da stimmt sozusagen die Grundstimmung

Alexander Bergweiler: oder das Vibe oder wie man es auch immer bezeichnen will.

Alexander Bergweiler: Also mit wem ich wahnsinnig gerne und gut zurechtkomme, ist Aschraf aus Frankfurt.

Alexander Bergweiler: Der hat so ein Kleiderlabel 6pm und ist auch Konzertveranstalter und macht.

Alexander Bergweiler: Und ja, du merkst immer sozusagen im Fußball alle, die so in der nächsten Stunde

Alexander Bergweiler: auf eine WhatsApp von dir reagieren.

Alexander Bergweiler: Finden bei dir irgendwas, weil sonst würden sie es nicht machen.

Alexander Bergweiler: Und Aschraf gehört auch dazu.

Alexander Bergweiler: Ich komme sehr, sehr gut mit ihm zurecht und finde auch das,

Alexander Bergweiler: was er macht, wirklich gut.

Alexander Bergweiler: Ja, so ein bisschen modeaffin. Wir haben eben ganz kurz vorher von Herrn Kribel

Alexander Bergweiler: gesprochen, der hier Anzüge schneidet.

Alexander Bergweiler: Ich laufe ja meistens mit Anzug rum.

Alexander Bergweiler: Ich kriege dann auch immer von meinen Jungs vorgehalten, du bist der Einzige,

Alexander Bergweiler: der im Stadion mit Anzug rumläuft.

Alexander Bergweiler: Ich so, ja, die sind auch von Herrn Griebel, da kann man auch mit rumlaufen.

Alexander Bergweiler: Aber ich finde, dieses Modethema ist wirklich ein besonderes und da sieht man

Alexander Bergweiler: auch, dass halt auch mal ein Sweatshirt oder so schön sein kann,

Alexander Bergweiler: wenn es denn auch bezahlbar ist.

Alexander Bergweiler: Also für mich muss das keine 400 Euro kosten, sondern wenn das um 50 oder 60

Alexander Bergweiler: Euro liegt, dann ist das so.

Alexander Bergweiler: Und Aschraf hat so eine Streetwear-Collection um 60 Euro, dann so ein Sweatshirt

Alexander Bergweiler: mit ganz guter Qualität rausgebracht.

Alexander Bergweiler: Und Danny Williams, der auch ehemaliger Fußballer, hat Beautiful Struggles,

Alexander Bergweiler: der ist so ähnlich aufgestellt.

Alexander Bergweiler: Und da merke ich schon so eine Affinität, dass mir das ganz gut gefällt, was die machen.

Alexander Bergweiler: Und dann auch mit denen mal drüber zu reden, wo lassen die produzieren und ähnliches.

Alexander Bergweiler: Und hat schon was.

Simi Will: Das ist ja interessant. Also ich habe jetzt öfter, ist mir das schon begegnet,

Simi Will: dass Profi, gerade Profi-Fußballer, später so in Sportswear gehen oder in Modesachen.

Alexander Bergweiler: Ja, das gibt es aber relativ häufig, weil alle großen Fußballer irgendwie modeaffin sind.

Alexander Bergweiler: Und jetzt bei dem Team von Toni bei Real Madrid ist es schon extrem.

Alexander Bergweiler: Die werden von Louis Vuitton mittlerweile gesponsert und wurden da alle eingedeckt.

Alexander Bergweiler: Und haben selbst noch Ideen dazu, was sie gerne machen würden.

Alexander Bergweiler: Und Toni hat als Ausrüster Under Armour, die haben auch einen besonderen Umgang mit ihm.

Alexander Bergweiler: Und man ist immer beeindruckt, wenn du deinen Jungen, den du wirklich mitbetreust,

Alexander Bergweiler: dann auf einmal in Madrid in der U-Bahn auf großen Plakaten siehst als Modelabel.

Alexander Bergweiler: Und das mir sowohl in London als auch in Kopenhagen als auch in Madrid passiert,

Alexander Bergweiler: dann merkst du schon, dass du vielleicht auf dem richtigen Weg bist und das funktionieren kann.

Simi Will: Das ist sozusagen dann der Hidden Fame.

Alexander Bergweiler: Ja, das ist der Hidden Fame.

Simi Will: Ja, geil, aber toll. Das stelle ich mir super vor, wenn du aus der Bahn steigst

Simi Will: und du hast viel am Telefon und viel am Büro und dann steigst du aus der Bahn und sagst, ach hier.

Alexander Bergweiler: Ich feiere das immer, ich fotografiere das immer ab und schicke ihm das so,

Alexander Bergweiler: guck mal, du bist hier in Kopenhagen in der U-Bahn oder was auch immer.

Alexander Bergweiler: Und er sagt, ja, ja, Alex, alles gut. Ich weiß schon.

Simi Will: Ja, aber toll.

Alexander Bergweiler: Ja, es war damals auch sozusagen eine Entscheidung. Wir haben lange darüber

Alexander Bergweiler: diskutiert. Er war vorher bei Nike.

Alexander Bergweiler: Und da bist du halt einer unter vielen. Und dann sind wir zu so einem kleineren

Alexander Bergweiler: Label mit Under Armour gegangen.

Alexander Bergweiler: Und die haben eines der Key-Punkte im Programm war, er ist dann unser Top-Sportler

Alexander Bergweiler: im Bereich Fußball. und dann wollen wir einiges machen.

Alexander Bergweiler: Und wenn man das sieht, dass das dann ankommt, dann ist man manchmal so ein

Alexander Bergweiler: klein bisschen stolz darauf, dass es alles funktioniert hat.

Simi Will: Ja, in Zeiten, wo ja angeblich immer weniger Geld da ist, ist ja aber dafür,

Simi Will: das ist doch noch was, was noch funktioniert.

Simi Will: Sport, weil Sport ist auch, glaube ich, ein Thema, was gesellschaftsgruppenübergreifend funktioniert.

Simi Will: Und das ist, glaube ich, auch ein wichtiges Thema, weil wir so wenige haben,

Simi Will: die in der Gesellschaft noch verbindend wirken.

Alexander Bergweiler: Ich stehe immer noch mal im Heimatsportverein in Bernkastel vor mit mehreren tausend Mitgliedern.

Alexander Bergweiler: Wir haben sehr viele Alte, aber

Alexander Bergweiler: auch Junge. Und da merkt man schon den integrativen Bestandteil von Sport.

Alexander Bergweiler: Und wir machen gar keinen Leistungssport, sondern nur Breitensport,

Alexander Bergweiler: dass die Leute sich bewegen, weil das halt auch gesellschaftsrechtlich ein Thema

Alexander Bergweiler: ist, das angegangen werden muss.

Alexander Bergweiler: Unsere Sportstätten verkommen dann so ein bisschen. Und das Zweite,

Alexander Bergweiler: um da den Bogen zu spannen, ist halt, ich war beim Pokalfinale eingeladen,

Alexander Bergweiler: da spielte Arminia Bielefeld.

Alexander Bergweiler: Und mich haben 34 Bielefelder angerufen, ob ich nicht noch Karten besorgen kann.

Alexander Bergweiler: Und als ich in Berlin war, waren gefühlt 25.000 Bielefelder in Berlin und haben

Alexander Bergweiler: da ihre Mannschaft gefeiert.

Alexander Bergweiler: Und da denke ich immer, es geht allen schlecht.

Alexander Bergweiler: Die kommen aber nach Berlin. Die Karten auf dem Zweitmarkt kosteten über 1.000 Euro.

Alexander Bergweiler: Also ich weiß noch, irgendwann wurde mir angeboten, so VIP-Karten kosten immer

Alexander Bergweiler: zwischen 500 und 800 Euro in Berlin beim Pokalentspiel. Was Besonderes.

Alexander Bergweiler: Also auch teuer. und von einem Tag auf den anderen, nachdem klar war,

Alexander Bergweiler: dass Bielefeld da war, warst du bei 2.000 bis 2.500 Euro und die wurden immer noch verkauft.

Alexander Bergweiler: Ich habe dann immer gesagt, jeder Bielefelder Bäcker hat seine Bäckerei verpfändet,

Alexander Bergweiler: verkauft, um da ins Pokalfinale zu gehen.

Alexander Bergweiler: Das war mit Dortmund in London schon mal so. Die waren da auch in einem großen Endspiel.

Alexander Bergweiler: Aber du hast einen wahnsinnigen Bezug zu diesen Vereinen von unten nach oben

Alexander Bergweiler: und alle geben alles, um Karten zu bekommen.

Simi Will: Und stehen dann gemeinsam für eine Sache am selben Platz.

Alexander Bergweiler: 100 Prozent.

Simi Will: Das ist, ja. Und das meine ich. Also das ist, ich erinnere zum Beispiel als

Simi Will: Kind generell, Fußball, EM, WM.

Simi Will: Selbst wenn du, ich gucke keine Bundesliga.

Simi Will: Und für mich ist aber EM und WM, da freue ich mich wie ein kleines Kind,

Simi Will: weil da erinnere ich schöne Zeit, da erinnere ich die großen Brüder von meinen Freundinnen.

Simi Will: Ich habe meine erste WM bewusst verfolgt, 74, da war ich sieben.

Simi Will: Und hier Sepp Mayer, Uwe Seeler, wie sie alle hießen, Hansi Müller,

Simi Will: später dann waren wir alle verliebt.

Simi Will: Und für mich ist, wenn irgendwo Menschen gemeinsam Fußball gucken,

Simi Will: ist für mich das ein Stück heile Welt im besten Sinne.

Simi Will: Und wir haben bei uns in der Kneipe in Berlin-Neukölln jede WM,

Simi Will: EM immer Studio gemacht, riesen Leinwand,

Simi Will: die ganze Straße stand da und da kamen sehr, sehr unterschiedliche Leute zusammen.

Simi Will: Also nicht nur die Hipster, nicht nur die, sondern auch die Nachbarn und der Ali von gegenüber.

Simi Will: Und das zieht sich wirklich für mich so durch. EM und WM bin ich dabei.

Alexander Bergweiler: Also ich glaube, das ist auch für die Leute ein Riesenventil.

Alexander Bergweiler: Also wenn du siehst, dass Schalke spielt in der zweiten Bundesliga,

Alexander Bergweiler: was jetzt vom Niveau überschaubar ist, aber da kommen jedes Wochenende 70.000 Leute ins Stadion.

Alexander Bergweiler: Und in Duisburg, die sind in die vierte Liga abgestiegen. Es hat nichts mehr

Alexander Bergweiler: mit Profisport zu suchen.

Alexander Bergweiler: 40.000 Leute am Wochenende, die zu ihrem Verein gehen.

Alexander Bergweiler: Und gerade im Ruhrpott gibt es eine dermaßene Verbundenheit zu den Vereinen.

Alexander Bergweiler: Das ist stärker als Blut, sagen die dort immer.

Alexander Bergweiler: Und Rot-Weiß-Essen gehört dazu. Und die gehen dahin, egal, komme was wolle.

Alexander Bergweiler: Und das ist auch was Besonderes, das muss man wirklich sagen.

Alexander Bergweiler: Und dann halt auch für die Spieler eine Art von Verantwortung,

Alexander Bergweiler: der die nicht immer gerecht werden.

Alexander Bergweiler: Was sollen sie tun? Aber wo man sagt, das ist nicht nur Fußball,

Alexander Bergweiler: sondern das hat was auch für alle Wichtiges.

Simi Will: Das ist auf jeden Fall was Verbindendes.

Alexander Bergweiler: Und davon haben wir ja immer weniger in der Gesellschaft. Das muss man ja auch sehen.

Alexander Bergweiler: Ich sehe immer wieder immer mehr ältere Leute, die alleine leben.

Alexander Bergweiler: Und das ist ja eine Gefahr. Deswegen auch der Sportverein.

Alexander Bergweiler: Du musst irgendwo die Leute wieder zusammenbringen, weil die haben ja alle was zu erzählen.

Alexander Bergweiler: Also ich weiß noch, als meine Klassenkameraden, ich war im Internat am Bodensee,

Alexander Bergweiler: kam, da hat meine Großmutter, die irgendwann 104 war, aber immer von ihrem gesamten

Alexander Bergweiler: Leben erzählen können über verschiedene Kriege, die sie durchgemacht hat.

Alexander Bergweiler: Ein Weinbaubetrieb, den sie zusammen mit meinem Großvater geführt hat und dann

Alexander Bergweiler: an meinen Vater übergeben hat, zu schwierigen Zeiten, zu guten Zeiten, mit Nazis, ohne Nazis,

Alexander Bergweiler: mit besonderen Sachen, die man beachten muss, mit gesprengten Brücken,

Alexander Bergweiler: mit keinen Erntehelfern,

Alexander Bergweiler: mit sehr viel Geld nach dem Krieg.

Alexander Bergweiler: Weil bei uns wurde der Wein beschlagnahmt von einem englischen Offizier,

Alexander Bergweiler: dem sie geholfen hatten, nach England zu kommen.

Alexander Bergweiler: Also es waren schon immer spannende Geschichten. Und das kann man von Älteren,

Alexander Bergweiler: das wird so ein bisschen abgeschnitten im Moment, weil viele einfach isolieren.

Simi Will: Ja, absolut. Und wo du das gerade ansprichst, wir hatten ja vor unserer Sendung,

Simi Will: habe ich ja gesagt, ich komme gerade aus dem Krankenhaus von meiner Mama,

Simi Will: die eben 87 ist. Mein Papa ist 88 Jahre alt.

Simi Will: Und das ist, also ich bin sehr, sehr froh, dass ich zurückgekommen bin,

Simi Will: um die letzten Jahre mit meinen Eltern zu verbringen, weil ich persönlich davon ganz viel profitiere.

Simi Will: Also ich habe so viel über meine Mutter erfahren, wie ich nie vorher wusste,

Simi Will: weil jetzt die Geschichten kommen.

Simi Will: Und da könnte ich mir auch vorstellen, dass ich mich dahingehend entwickle,

Simi Will: was mit alten Menschen dann später sozialarbeitsmäßig jetzt zu machen.

Simi Will: So, egal. Aber dieses Zusammenbringen von verschiedenen Gruppen in der Gesellschaft, da waren wir.

Simi Will: Und ich will noch gucken, damit ich hier keinen Fame vermisse,

Simi Will: sonst sind wir hier wieder in so einem politisch korrekten Fahrwasser.

Simi Will: Selbst mit der Fußballkiste komme ich ja noch ins politisch Korrekte. Weißt du?

Simi Will: So, was hatte ich mir denn noch aufgeschrieben? Ah ja,

Simi Will: in Berlin, wenn du in Berlin bist, bist du bestimmt A im Krill Royale und B

Simi Will: im Soho-Haus und C im Borchertz natürlich.

Alexander Bergweiler: Also ich war einmal im Borchertz und habe da tatsächlich Schnitzel,

Alexander Bergweiler: da war ich eingeladen und war tierisch beeindruckt, weil Gerhard Schröder am

Alexander Bergweiler: Nachtbartisch war und fand ich besonders.

Alexander Bergweiler: Aber manchmal hast du ja so ein gutes Gefühl für Lokalitäten.

Alexander Bergweiler: Also ich gehe gerne in Restaurants, ich gehe auch gerne essen,

Alexander Bergweiler: aber es muss so ein Vibe geben.

Alexander Bergweiler: Und ich weiß nicht, kennst du den Karl Schmelzer noch? In der Neustraße?

Alexander Bergweiler: Der stammt aus diesem Geschäft und hatte ein eigenes Restaurant.

Alexander Bergweiler: Und Karl hatte die Eigenschaft, dich als Gast so fühlen, der ist leider verstorben,

Alexander Bergweiler: So fühlen zu lassen, als ob du die wichtigste Person im ganzen Universum bist. Wahnsinn.

Alexander Bergweiler: Und das habe ich immer bei ihm sehr genossen und das war in Borschert nicht,

Alexander Bergweiler: weil du bist einer unter Hunderten und ist zwar ganz fame.

Alexander Bergweiler: Aber das kam bei mir nicht so an.

Alexander Bergweiler: Ich war danach nicht wieder dran, also drinnen im Bauschal. War aber nett,

Alexander Bergweiler: also kann jetzt nichts Negatives sagen.

Alexander Bergweiler: Das zweite Sohohaus war ich noch nie. Also ich dachte immer sozusagen,

Alexander Bergweiler: mein Urgroßvater war im Reistag.

Alexander Bergweiler: Und dann habe ich mir mal das Adlon als Hotel angeguckt, aber das war auch nicht so meins.

Alexander Bergweiler: Jetzt wechsle ich so ein bisschen in Berlin mehrere Hotels durch.

Alexander Bergweiler: Bin aber immer mit einem, bin jetzt beim Berliner Zoo in der Nähe.

Alexander Bergweiler: Da gibt es ein sehr süßes Mitten im Zoo drin. Du guckst quasi auf die...

Simi Will: Ah ja, im Bikinihaus. Genau daneben. Das ist sehr nice.

Simi Will: Das ist wunderbar. Das ist, wenn du in die Monkey Bar willst,

Simi Will: auf halber Strecke steigst du aus und bist da im Hotel. Sehr schön.

Alexander Bergweiler: Ist total cool. Und auch vom Preis. Also du merkst international wirklich,

Alexander Bergweiler: dass die Preise nach Corona fast sich verdoppelt haben. Weil jeder das rausholt.

Alexander Bergweiler: Und wo du früher im Adlon 200 Euro bezahlt hast, zahlst du heute 400 Euro.

Alexander Bergweiler: Das geht wahnsinnig. Und die sind immer noch mit den Preisen relativ rational.

Alexander Bergweiler: Da versuche ich mich dann immer einzumieten, wenn das klappt.

Alexander Bergweiler: Aber wir haben einen Sportrechtstag, also wo alle Sportrechtler kommen.

Alexander Bergweiler: Und da gibt es, der beginnt Freitag morgens. Und ich versuche Donnerstag einzureisen.

Alexander Bergweiler: Und an dem Donnerstagabend treffen wir uns alle traditionell im Grill Royale. Ich versuche fünf.

Simi Will: Ich liebe das. Ich mag das total. Ich liebe das. Und weißt du warum?

Simi Will: Das Grill Royale ist so Berlin, aber auch so ein bisschen New York,

Simi Will: weil es ist nicht schick, es ist nicht schick, es hat so ein bisschen auch so

Simi Will: einen Schmodder-Moment, du sitzt auf diesen komischen Sofas da vorne und…

Simi Will: Aber ich habe das total geliebt, wenn ich da zwei, dreimal war.

Simi Will: Mich hat immer ein Trierer Freund da hineingeladen.

Simi Will: Und dann gab es da einen Angus an Tralala gekreuzt. Und das Stück Fleisch hat dann 40 Euro gekostet.

Simi Will: Aber aufgrund der Biografie des Tieres war das alles gerechtfertigt.

Simi Will: Und der Kellner hat uns eben auch so behandelt wie, ich bin jetzt nur für euch

Simi Will: da und macht euch locker.

Simi Will: Und das ist jetzt hier für euch. Und das fand ich mega. Und du hattest immer

Simi Will: das Gefühl, gleich geht die Tür auf und Arnold Schwarzenegger kommt rein, weißt du?

Alexander Bergweiler: So ist es. Also ich bin damals mit oder beim zweiten Mal mit Michel Friedmann

Alexander Bergweiler: hingefahren, also hingeflogen. Wir haben uns im Flughafen gesehen.

Alexander Bergweiler: Und dann haben wir irgendwie, weil wir in derselben Lounge waren, kurz Hallo gesagt.

Alexander Bergweiler: Ich weiß nicht, ob ich den von der CDU irgendwann mal kennengelernt habe.

Alexander Bergweiler: Irgendwie kamen wir zumindest ganz kurz ins Gespräch. Und abends trillerte der

Alexander Bergweiler: dann im Grill Royale wieder über die Füße.

Alexander Bergweiler: Also Berlin ist dann manchmal auch zünglich klein,

Simi Will: Muss man auch sagen. Das stimmt, das stimmt.

Alexander Bergweiler: Und ja, du sitzt einfach gut und du kriegst Moselweine da.

Alexander Bergweiler: Und das mache ich immer, um Make Moselweine Great Again.

Alexander Bergweiler: Nämlich, wenn ich dann internationale meine, die Sportrechtler kommen ja aus

Alexander Bergweiler: der Bundesrepublik und teilweise auch aus der Schweiz und anliegenden Ländern.

Alexander Bergweiler: Und denen sage ich, das ist hier mein Weinberg oder mein Nachbarweinberg.

Alexander Bergweiler: Und das ist meine Cousine und das ist mein Cousin. und jetzt wird der getrunken

Alexander Bergweiler: und die sind dann immer relativ begeistert, weil das ganz gut funktioniert und

Alexander Bergweiler: weil die Weine einfach auch gut sind.

Alexander Bergweiler: Und das gehört beim Grillroyal dazu, dass du da einfach eine sehr große Auswahl

Alexander Bergweiler: hast, gerade auch an Moselwein, wenn du das so ein bisschen nach außen tragen möchtest.

Simi Will: Wo du das sagst, kann ich mich erinnern, wir haben zuletzt, also es ist schon

Simi Will: eine Weile her, zuletzt da einen Chateaule Gay getrunken.

Simi Will: Fand ich mega, weil ich war mit fünf schwulen Jungs da und dann trinken wir

Simi Will: einen Chateau de Guille.

Simi Will: Ich habe überhaupt keine Ahnung von Wein, aber ich bin immer dabei,

Simi Will: wenn sowas mal passiert. Weißt du so?

Alexander Bergweiler: Ich sage immer denjenigen, denen ich was dazu beibringen will, es muss dir schmecken.

Alexander Bergweiler: Also nimm alles andere weg und Chateau da und tralalala und auslese,

Alexander Bergweiler: Beeren auslese, es soll dir schmecken.

Alexander Bergweiler: Und beim Karl Schmelzer war das, ich trinke immer relativ restsüßen Wein.

Alexander Bergweiler: Das ist für die Weinbranche völlig unüblich und das gehört sich eigentlich nicht.

Alexander Bergweiler: Der so, willst du nicht einen trockenen? Ich will den. Und dann sagt der Alex,

Alexander Bergweiler: ich habe hier den und den geilen Kabinett, willst du mal probieren und so.

Alexander Bergweiler: Und wenn du so aufgenommen wirst mit deinen Naupen, wie man an der Mosel sagte,

Alexander Bergweiler: mit deinen Besonderheiten, die nicht immer so erklärbar sind,

Alexander Bergweiler: dann fühlst du dich wohl.

Alexander Bergweiler: Und das mache ich genauso im Grill Royale. Die Jungs sagen dann,

Alexander Bergweiler: aber mir musst du jetzt einen trockenen bestellen, dann nehme ich einen dazu.

Alexander Bergweiler: Aber probieren müssen sie schon.

Alexander Bergweiler: Und ich finde, das kann man wirklich

Alexander Bergweiler: mit asiatisch oder so immer gut kombinieren und das schmeckt auch.

Alexander Bergweiler: Und deswegen versuche ich da ein bisschen auch die Moselfinzer weiter.

Simi Will: Wein, Moselwein. Bernd Kastel, kommst du da vom Weingut?

Alexander Bergweiler: Ja, also mein Urgroßvater hatte sozusagen sieben Kinderchen,

Alexander Bergweiler: also mein Großvater, der hieß Zacharias Bergweiler, da gibt es das erste Weingut,

Alexander Bergweiler: dann gibt es eine Tante, das war Dr.

Alexander Bergweiler: Pauli Bergweiler, das Weingut existiert immer noch. Dann gibt es Heidemannsbergweiler,

Alexander Bergweiler: das ist eine weitere Tochter, der existiert glaube ich nicht mehr,

Alexander Bergweiler: aber hat bis zuletzt existiert.

Alexander Bergweiler: Dann der Ernst Losen, der das mit Bravour weitermacht, das Weingut heißt Doktor Losen.

Simi Will: Ah ja, das kenne ich ja sogar.

Alexander Bergweiler: Ja und dann haben wir einen an den Rheingau verloren.

Alexander Bergweiler: Der Weingut Dr. Robert Weil sind ganz hellblaue Etiketten, deswegen sehr sichtbar.

Alexander Bergweiler: Also viele sind noch drin und Ernstlosen und der Wilhelm Weil,

Alexander Bergweiler: der jetzt das Weingut Robert Weil übernommen hat, sind schon zwei Koryphäen in Deutschland.

Alexander Bergweiler: Die machen das wirklich toll und ich kann jedem nur empfehlen mal,

Alexander Bergweiler: wenn sich die Gelegenheit ergibt,

Alexander Bergweiler: dort einen Abend zu verbringen mit einer Weinprobe und einem Essen.

Alexander Bergweiler: Das ist auf beiden Weingütern der wahre Genuss.

Simi Will: Okay, und das ist alles in der Gegend um Bernkastel?

Alexander Bergweiler: Ja, also die Bernkastler Weingutler sind alle da und der Robert sitzt vom Weingut

Alexander Bergweiler: her in der Nähe von Eltville, so ein bisschen raus Richtung Östrichwinkel da in den Kreis.

Alexander Bergweiler: Niedrig ist das Weingut genau, also tiefster Rheingau. Da wurde eine der Töchter hin verscherbelt.

Simi Will: Aha, okay.

Alexander Bergweiler: Es gibt ja den alten Spruch an der Mosel, Schönheit vergeht, Stöcke bleiben.

Simi Will: Den kannte ich doch gar nicht. Schönheit vergeht und Stöcke bleiben.

Alexander Bergweiler: Das Weinbergsstöcke waren gemeint und da wurde man sozusagen relativ schnell mal verscherbelt.

Simi Will: Das kenne ich aber tatsächlich, ich komme ja auch aus dem Weinanbaugebiet,

Simi Will: Mosel, Riol an der Mosel.

Simi Will: Und wir hatten keinen Wein, mein Papa war Postoberinspektor und die Mama war

Simi Will: Sonderschullehrerin, deswegen waren wir ein bisschen komisch.

Simi Will: Aber Wein und Weintradition war bei uns auch großgeschrieben.

Simi Will: Ich war sogar mal ganz kurz in der Winzer Tanzgruppe, um mich im Dorf zu integrieren,

Simi Will: aber das hat nicht so ganz geklappt mit mir, weil ich bin dann aufs Gymnasium

Simi Will: gegangen, als Mädchen warst du dann raus und wenn ihr keine Stöcke hattet,

Simi Will: jetzt nochmal zurück zu den Stöcken.

Simi Will: Da wurde ja auch, wenn da geheiratet wurde, hieß immer, ja klar,

Simi Will: da haben sie wieder die Stöcke zusammengelegt.

Simi Will: Wenn dann ein großes Weingut das andere große Weingut geheiratet hat.

Alexander Bergweiler: Das kam an der Mosel öfter vor. Ich kokettiere immer mit sieben Generationen Inzucht vor mir.

Alexander Bergweiler: Aber so ganz weit weg ist das nicht. Das muss man wirklich sagen.

Alexander Bergweiler: Du kamst ja auch aus dem Tal nicht raus.

Simi Will: Ja, klar.

Alexander Bergweiler: Ja, also dass die dann nach Berlin irgendwann mal gereist sind,

Alexander Bergweiler: tatsächlich im Reistag, war eine absolute Ausnahme.

Simi Will: Ja, und es gab aber auch so ein Weingut, wo, das erzählt meine Mutter mir jedes

Simi Will: Mal, wenn wir nach Bernkastel fahren, weil sie liebt Bernkastel und will da immer hinfahren.

Simi Will: Und wenn man dann an der Mosel entlang fährt, kommt man irgendwann an so einem

Simi Will: großen Weingut vorbei, ich weiß jetzt nicht mehr.

Simi Will: Und dann sagt die Mama jedes Mal, die Tochter hier aus dem Weingut,

Simi Will: die ist damals mit dem Zeppelin nach Amerika geflogen.

Simi Will: Das hörte sich, deine Geschichten hören sich so an, das könnte eine Großtante von dir gewesen sein.

Alexander Bergweiler: Also ich könnte mir jetzt nur vorstellen, Witwe Tarnisch ist eines der großen

Alexander Bergweiler: Bernkastler Weingüter, das könnte sich so anfühlen.

Alexander Bergweiler: Und auch beim hier Schatzhofberg, Egon Müller, die haben auch noch die Medaille

Alexander Bergweiler: von 1904, Weltausstellung auf dem Etikett.

Alexander Bergweiler: Also die großen Weingüter sind damals schon sehr, sehr gut hingekommen.

Simi Will: Und wenn man darunter nämlich die Moselstraße weiterfährt, an der Mosel entlang

Simi Will: Richtung Bernkassel und weiter, da stehen ja auch die fetten Villen.

Simi Will: Da stehen ja wunderschöne Gründerzeitenhäuser und die kamen nicht für ungefähr.

Simi Will: Und die Mama sagt dann immer, die haben in die ganze Welt schon ihren Wein damals schon verkauft.

Alexander Bergweiler: 100 Prozent und sozusagen in der Generation vorher dann, ich sag mal 1870 und

Alexander Bergweiler: bis 1900 war das auch teurer als Bordeaux.

Alexander Bergweiler: Also da gibt es schon Kellerbücher noch von meinem Urgroßvater,

Alexander Bergweiler: dass die wirklich sehr, sehr gutes Geld da verdient haben.

Alexander Bergweiler: Und wirklich Stars in der Welt waren. Und das wurde getrunken.

Alexander Bergweiler: Und ich stelle mir dann immer die englische Duchess vor, die auf ihrem Schlösschen

Alexander Bergweiler: ein gutes Möselchen trinkt und den dann abends schön wegpichelt.

Alexander Bergweiler: Weil die haben ja auch nur siebeneinhalb oder acht Alkohol.

Alexander Bergweiler: Schmecken süßlich. Das kann man dann schon mal ganz gut weghauen.

Simi Will: Wo ist man da hingegangen?

Alexander Bergweiler: Also ich bin erst in Bernkastel, in den sogenannten Dschungel.

Simi Will: Da war ich auch schon. Der ist Legende. Ja, tolle Disco. so ein richtiger Bumskeller.

Alexander Bergweiler: Wunderbarer Bumskeller. Mega, total mega. Und in Trier sind wir dann ins Korrekt gegangen.

Simi Will: Du weißt, dass ich da gearbeitet habe, ja?

Alexander Bergweiler: Ne, weiß ich nicht, aber das war schon das Nordplusultra.

Alexander Bergweiler: Und wenn wir es wirklich krachen lassen wollten, sind wir ins Chloria nach Saarbrücken gegangen.

Alexander Bergweiler: Das waren so die drei Hotspots. Wobei beim Korrekt war es schon sehr, sehr oft.

Simi Will: Korrekt war eine tolle, tolle, tolle Düsse.

Alexander Bergweiler: Ja.

Simi Will: Also ich habe da gearbeitet. unten, wenn man rein kann, direkt rechts die Bar.

Alexander Bergweiler: Okay.

Simi Will: Da gab es ja oben noch so eine Galerie und das war auch super,

Simi Will: weil man konnte die anderen immer beim Tanzen beobachten und so und ich habe

Simi Will: es geliebt, da zu arbeiten. Also ich...

Alexander Bergweiler: Es war eine super Disco und du, ja, das ging, du bist ungefähr,

Alexander Bergweiler: damals ging es noch irgendwie etwas schneller, 35 Minuten gefühlt vom Bernkastel

Alexander Bergweiler: gefahren und das, ja, und das war dein Samstagabendprogramm.

Simi Will: Ja, klar.

Alexander Bergweiler: Von 23 Uhr bis 1 oder 2 und bis dann wieder zurück, war schon toll.

Alexander Bergweiler: Also mich hat das beeindruckt.

Simi Will: Und in Trier in den 80ern war auch echt viel los. Also ich sage,

Simi Will: das war eine Studentenstadt, das war wäfig, es gab die Schwarzröcke,

Simi Will: ich weiß nicht, ja, so weit sind wir gar nicht auseinander.

Simi Will: Und dann gab es die toupierten Ladies, es gab hier auch alles.

Simi Will: Es gab alles an Jugendgedöns, was es woanders auch gab.

Alexander Bergweiler: Das stimmt.

Alexander Bergweiler: Einer der Kramsbrüder hatte dann hier auch zwei Bars.

Simi Will: Johannes hatte das Dementi.

Alexander Bergweiler: Das Dementi.

Simi Will: Ja, da hat meine Schwester gearbeitet.

Alexander Bergweiler: Und in der Dietrichstraße.

Simi Will: Das Dietrichs.

Alexander Bergweiler: Das Dietrichs. Und das Dietrichs war auch immer so ein wirklicher Hinguckpunkt.

Alexander Bergweiler: Und das Dementi fand ich auch immer gut. Ja. Also deswegen,

Alexander Bergweiler: der hatte auch eine Freundin, die viel mit ihm gemacht hat aus Bernkastel und

Alexander Bergweiler: da gab es so einen Kontakt und ich fand die Sachen auch von der Lokalisation

Alexander Bergweiler: echt gut und du hast dann das gemacht und bist dann weiter ins Korrekt und deswegen

Alexander Bergweiler: fand ich das und dann eventuell danach wieder ins Dementi,

Alexander Bergweiler: also da gab es so verschiedene Punkte, die einfach cool waren.

Simi Will: Ja, und man konnte sich die Nacht auf jeden Fall ziemlich gut um die Ohren schlagen.

Alexander Bergweiler: Genau, und damals gab es noch das Blaue Blut, so als Kaffee.

Simi Will: Hatte ich mir auch aufgeschrieben, dass du tagsüber wahrscheinlich mit den Jungs

Simi Will: im Blauen Blut gesessen hast, mit Poloshirt.

Simi Will: Du gehörtest dann wahrscheinlich zu der Fraktion, weil das waren ja schon immer

Simi Will: die schickeren Jungs, die saßen dann im Blauen Blut.

Alexander Bergweiler: Also ich glaube, da habe ich so einige Modesunden verbockt, aber ich in der

Alexander Bergweiler: Tat eher so die Sweatshirt, Poloshirt-Fraktion und auch mal Hemden-Fraktion.

Alexander Bergweiler: Ja, das war so und das ist teilweise auch noch so geblieben,

Alexander Bergweiler: obwohl ich jetzt da bei Aschraf auch dem Sweatshirt bzw.

Alexander Bergweiler: Dem Hoodie dazu jubele.

Alexander Bergweiler: Ich glaube, da muss ich etwas fleckiver sein, aber das mache ich überwiegend beim Sport.

Alexander Bergweiler: Da gucke ich dann schon mal nach anderen Sachen und fühle mich sonst in Wenzel

Alexander Bergweiler: Tarabas Klamotten sehr wohl. Obwohl ich auch so anders, ich ziehe mich auch normal an.

Simi Will: Aber schöne Sache, der macht Herren Maßanzüge, aber so richtig auf Maß, ganz schön.

Alexander Bergweiler: Ja, ich hatte früher immer sozusagen einen Lehrauftrag mal und habe dann immer

Alexander Bergweiler: das Geld genommen, um mir einen Anzug zu kaufen.

Simi Will: Ja, geil.

Alexander Bergweiler: Und...

Alexander Bergweiler: Das funktionierte auch, wenn du es am Ende verglichen hast zwischen dem,

Alexander Bergweiler: was du von der Stange bezahlst und was du dann da bekommen hast.

Alexander Bergweiler: Dann war die Differenz nicht so groß, dass man da Nein sagen müsste.

Simi Will: Weil du wahrscheinlich den Anzug auch fünf Jahre hattest.

Alexander Bergweiler: Hundert Prozent. Und er hat dann immer zwei Hosen dazu geschneidert,

Alexander Bergweiler: dass das etwas länger hielt.

Alexander Bergweiler: Und dann hat er mir auch die Flicken auf den Ärmel gemacht.

Alexander Bergweiler: Also der kümmert sich da sehr rührend um mich. und ich finde halt auch so ein

Alexander Bergweiler: Trierer Unternehmer, der das von sich aus macht, ich glaube,

Alexander Bergweiler: ich kenne den jetzt schon über 20 Jahre,

Alexander Bergweiler: der war bei der FH Moodi Design in Trier, da haben wir uns zum ersten Mal kennengelernt

Alexander Bergweiler: und dann hat sich wirklich schon ein freundschaftliches Verhältnis entwickelt

Alexander Bergweiler: und ich gehe wirklich voller Freude hin und genieße das, wenn er mich da berät.

Alexander Bergweiler: Ich bin zwar viel zu schnell und sage, jetzt brauche ich was Graues,

Alexander Bergweiler: und alles klar, Daten hast du und bin dann weg.

Alexander Bergweiler: Halt, Alex, wir müssen nochmal nachmessen, es könnte sich

Simi Will: Du brauchst das ja wirklich auch teilweise in aller Minute. Du musst dann zu

Simi Will: irgendwas hingehen, dann muss das sitzen und das Ding muss gut aussehen und fertig.

Alexander Bergweiler: Ja, ich glaube zu Arnolds Event habe ich mir dann tatsächlich mal einen Anzug

Alexander Bergweiler: machen lassen und habe gesagt, du hast jetzt aber drei Monate Zeit und dann

Alexander Bergweiler: sagt er überhaupt kein Problem, kriegen wir hin.

Alexander Bergweiler: Das war schon abgestimmt, aber jetzt bei Gerichtsprozessen oder bei größeren

Alexander Bergweiler: Gerichtsprozessen gucke ich dann schon mal, wie ich aussehe und dass ich da

Alexander Bergweiler: jetzt nicht wie der letzte Hänger hinlaufe, sondern ich habe so eine Affinität

Alexander Bergweiler: zu dunkelblauen Anzügen.

Alexander Bergweiler: Und habe auch noch ein paar graue, aber meistens zu den Prozessen.

Simi Will: Also ihr könnt ihn jetzt nicht sehen, aber er ist halt wirklich so,

Simi Will: du hast auch so eine Gelfrisur, also es ist wirklich alles so am Platz, sage ich jetzt mal.

Simi Will: So rote Socken, knatschrote Socken in sehr sauberen schwarzen,

Simi Will: wahrscheinlich Designerschuhen.

Alexander Bergweiler: Ein englischer Herrenschuh, aber es sieht sehr gut aus.

Simi Will: Ein englischer Herrenschuh, kein Burlington's gibt es als Schuhe?

Alexander Bergweiler: Nee, gibt es nicht. Also die großen Marken in England sind, ich glaube,

Alexander Bergweiler: Alden Churches und das ist ein Church.

Alexander Bergweiler: Aber es gibt noch eine Marke, die immer Prinz Charles trägt und das habe ich

Alexander Bergweiler: mir bis jetzt noch nicht geleistet, weil es mir einfach zu teuer war.

Alexander Bergweiler: Sondern guckt dann immer, wenn ich mal in London wegen den Fußballern bin,

Alexander Bergweiler: gibt es da immer einen Ausverkauf und dann springe ich rein und meistens findest

Alexander Bergweiler: du dann irgendwas für immer noch zu viel Geld, aber so, dass du es dir leisten kannst.

Simi Will: Ja, cool. Ja. Wo fährst du in Urlaub hin?

Alexander Bergweiler: Ich fahre immer in dieses österreichische Hotel, wo ich dann auch Herr Schwarzenegger,

Alexander Bergweiler: ich fahre im Sommer, also ich mache mittlerweile nur noch Sommerurlaub und da

Alexander Bergweiler: nehme ich meine Jungs mit.

Alexander Bergweiler: Also meine Jungs sind mittlerweile 23, also der 2002, 2003 und 2008 geboren

Alexander Bergweiler: und daraufhin, die kommen immer noch mit, weil wir das genießen.

Alexander Bergweiler: Alle drei. Mittlerweile sagen sie, wir bringen aber unsere Freundinnen alle drei mit.

Alexander Bergweiler: Und ja, ich habe auch aus früheren, also Beutekinder nenne ich das,

Alexander Bergweiler: sozusagen aus anderen Beziehungen, wo ich nicht der Vater bin,

Alexander Bergweiler: aber die auch noch gerne mitkommen.

Simi Will: Wie nennst du das?

Alexander Bergweiler: Beutekinder.

Simi Will: Das ist ja schön.

Alexander Bergweiler: Die aber auch sehr gerne mitkommen und dann packen wir die auch noch ein und

Alexander Bergweiler: genießen die Woche immer wirklich sehr im Sommer und wir hatten bis jetzt auch

Alexander Bergweiler: toi toi toi ganz gutes Wetterglück und jeder muss sozusagen eine Aktivität am Tag machen, das ist

Alexander Bergweiler: Mindesterfordernis und abends kommen wir alle zum meisten zusammen,

Alexander Bergweiler: haben eine Riesenrunde und freuen uns jedes Mal ein sehr sehr nettes Erlebnis

Alexander Bergweiler: und es ist halt eine typische österreichische

Alexander Bergweiler: Bergkulisse, die mir sehr viel Freude bereitet und da schon sehr viele Erinnerungen auch dran sind.

Simi Will: Österreich. Im Moment, mir ist gerade aufgefallen, ich war ganz lange nicht

Simi Will: in Urlaub, weil ich irgendwie, ich bin auch nicht so eine Verreiserin irgendwie.

Simi Will: Und jetzt mit den Eltern und jetzt habe ich mir gedacht, ich würde gerne mal

Simi Will: wieder wandern gehen. Tatsächlich, denkt man jetzt nicht von mir.

Simi Will: Aber ich war schon mit meinem Handballverein Tusmosella Schweich,

Simi Will: waren wir in Krimmel in Österreich.

Simi Will: Und da war ich mal Miss Kuhstall. Ja, da war ich 15 oder 16.

Simi Will: Und es war nichts mit Wet-T-Shirt, aber das war so eine Wanderrutsche.

Simi Will: Und es waren die schönsten Ferien, die ich je hatte.

Simi Will: Und ich werde, glaube ich, dann auch wieder bald mal wandern gehen, tatsächlich.

Alexander Bergweiler: Also mir tut das wahnsinnig gut. Ich bin da ein bisschen spießig.

Alexander Bergweiler: Also es gibt dann immer so eine organisierte Tour mit jemandem,

Alexander Bergweiler: den ich da auch schon sehr lange kenne.

Alexander Bergweiler: Der packt dann immer 10 bis 20 ein und dann gehst du den ganzen Vormittag und

Alexander Bergweiler: kommst irgendwann nachmittags zurück.

Alexander Bergweiler: Das machen wir dann zusammen. Also jeder, der will, kann mit.

Alexander Bergweiler: Und das passt für mich ideal. Aber dann nochmal zwei Gemeinsamkeiten.

Alexander Bergweiler: Ich habe auch mit Handball angefangen. Damals noch in Bernkastel bei meinem

Alexander Bergweiler: Verein, den ich jetzt wieder übernommen habe, in Anführungsstrichen.

Alexander Bergweiler: Und das zweite war, in diesem Hotel gibt es sozusagen Restaurants,

Alexander Bergweiler: da ist der Kuhstall, auf den du das guckst.

Alexander Bergweiler: Das ist sozusagen das Signature-Picture von denen, dass du aus deinem Essen

Alexander Bergweiler: sozusagen auf den Kuhstall blickst, wo die Kühe sind. Was eigentlich ganz nett ist.

Simi Will: Ja, siehste mal, das hätte ich jetzt auch nicht gedacht, das haben wir schon

Simi Will: vier Gemeinsamkeiten irgendwie.

Alexander Bergweiler: Ja, so als Trierer. Was bei mir sozusagen, bei Trier, die ersten großen Transfer,

Alexander Bergweiler: also der erste große Transfer von mir war Rom.

Alexander Bergweiler: Und da hatte ich immer so eine besondere Beziehung, weil ich sagte,

Alexander Bergweiler: Trier und Rom, das gehört ja irgendwie da zusammen. Und du siehst auch relativ

Alexander Bergweiler: viel in Rom, was so hier sich wiederfindet, weil wir einfach derselbe Kulturkreis waren.

Alexander Bergweiler: Und dann konnte ich einen Tag, da sagen alle Fußballer, du spinnst,

Alexander Bergweiler: habe ich mich fröhlich durch die Vatikan-Tour abgesetzt und bin den ganzen Tag

Alexander Bergweiler: durch den Vatikan mit einer Führerin gestapft, die mir alles erklärt hat.

Alexander Bergweiler: Und ich fand das total faszinierend und schön und das genieße ich dann auf den Fußballtouren.

Alexander Bergweiler: Und jetzt same procedure in Istanbul.

Alexander Bergweiler: Istanbul war ja damals Hauptstadt des Oströmischen Reiches, Trier des Weströmischen

Alexander Bergweiler: Reiches und konnte ich dann den offiziellen von Galatasaray,

Alexander Bergweiler: ob sie das verstanden haben oder nicht, diese Gemeinsamkeit erklären.

Alexander Bergweiler: Also alle guckten mich etwas, nicht entsetzt, aber etwas mitleidig an und sage, ja, der Kleine.

Alexander Bergweiler: Aber es ist dann schon schön, wenn du durch die Stadt läufst und denkst immer,

Alexander Bergweiler: Vor 2000 Jahren waren irgendwie dein Vor-vor-vor-Fahrer entweder da und dort

Alexander Bergweiler: und sind mal von da nach dort gereist. Und jetzt machst du das wieder.

Alexander Bergweiler: Also heute geht das viel schneller, aber für die war das sozusagen das halbe Leben, eine Reise.

Simi Will: Ja, stimmt. Irre.

Alexander Bergweiler: Und das mit Gladiatoren und Fußballern liegt auch nicht wirklich so ganz weit auseinander.

Simi Will: Gab es da nicht auch mal einen Verein, der hieß Gladiators?

Alexander Bergweiler: Das sind die Trierer Basketballer.

Simi Will: So Basketballer. Sie waren doch mal Bundesliga.

Alexander Bergweiler: Die sind wieder Bundesliga. Nächstes Jahr kannst du Alba Berlin und die bayerischen

Alexander Bergweiler: Basketballer hier sehen.

Alexander Bergweiler: Auch da, Shoutout, geht alle hin.

Alexander Bergweiler: Weil das wird ein teurer Spaß für alle Beteiligten. Und die Trierer Seele,

Alexander Bergweiler: wenn einer Verein drei Mal hintereinander verloren hat, ist so die Euphorie meistens am Ende.

Alexander Bergweiler: Und das kann halt in so einer höheren Spielklasse mal passieren.

Alexander Bergweiler: Deswegen, nein, jetzt gehen wir alle zu den Basketballern und gucken uns das

Alexander Bergweiler: zumindest mal an. Weil das dann doch Sport auf höchstem Niveau ist.

Simi Will: Wann wird das sein?

Alexander Bergweiler: Die fangen an Ende September, Anfang Oktober und die Saison wird bis April gehen.

Simi Will: Also jetzt geht die Saison los und die spielen dann auch oft, haben die Heimspiele?

Alexander Bergweiler: Ja, jedes zweite Spiel ist ein Heimspiel. Es sind, glaube ich,

Alexander Bergweiler: 18 Mannschaften in der Bundesliga, das heißt 17 Heimspiele, wo man dann die

Alexander Bergweiler: Basketballer bewundern kann.

Alexander Bergweiler: Also die Spieler gegen Berlin, gegen München, Bayern München werden mit Sicherheit

Alexander Bergweiler: ausverkauft sein. aber auch Bonn, das sind ja eigentlich so Lokalduelle,

Alexander Bergweiler: die wir von früheren Zeiten kennen.

Alexander Bergweiler: Also ich bin damals in Moishecker Weghalle, die kennst du auch noch.

Alexander Bergweiler: Ja, natürlich. Da spielten dann sozusagen…

Simi Will: James March und Co.

Alexander Bergweiler: James March und Co., der ist auch Jahrgang 70. Der war sozusagen das erste Idol

Alexander Bergweiler: da von mir auch als Basketballer, wo ich gesagt habe, oh, der kann was.

Alexander Bergweiler: Dann gab es George Devone, der sich dann nach Wittlich, der da geheiratet hatte

Alexander Bergweiler: und dann auch hier für die Trierer Basketballer spielte.

Alexander Bergweiler: Rainer Loch, es gab wahnsinnig viele, die hier Basketball und Sport geprägt

Alexander Bergweiler: haben und die einem jetzt in irgendwelchen verschiedenen Positionen wieder über den Weg laufen,

Alexander Bergweiler: wo man sich dann wieder freut zu sehen, ob es aus manchen ist dann doch was

Alexander Bergweiler: geworden oder die sind zumindest wieder im Leben angekommen.

Alexander Bergweiler: Und geben Trier auf die eine oder andere Art was zurück.

Simi Will: Ja, cool.

Simi Will: Basketball, ja, also da will ich auch hin. Also wenn du mir da mal Bescheid

Simi Will: gibst, wann da was ist, gehe ich da hin.

Simi Will: Weil ich habe Alba, also in Berlin waren wir auch öfter mal.

Simi Will: Das war einfach dann Samstag und wir gehen Alba gucken.

Alexander Bergweiler: Und du siehst die sehr sympathisch, die beiden Wagner-Brüder,

Alexander Bergweiler: die sind im Osten, glaube ich, groß geworden.

Alexander Bergweiler: Die haben ganz liebe Eltern, sind heute in Amerika, spielen da für mehr Geld

Alexander Bergweiler: als alle Fußballer Basketball.

Alexander Bergweiler: Und haben aber dieses Ur-Berliner-Gen noch drauf, was das einfach sehr sympathisch macht.

Simi Will: Ja, der Neffe von Franziska Giffey, der war auch, ich weiß jetzt nicht,

Simi Will: wie der hieß, der war auch ein...

Alexander Bergweiler: Nils heißt er, Nils Giffey.

Simi Will: Nils Giffey, genau.

Alexander Bergweiler: Und der spielte für Alba und auch für Bayern München und ist jetzt erst aus

Alexander Bergweiler: der Nationalmannschaft zurückgetreten.

Alexander Bergweiler: Der gehört aber dazu.

Alexander Bergweiler: Und der Letzte, den ich da noch erwähnen will, ist Madololo.

Alexander Bergweiler: Der ist der Sohn von Elvira Pracht, einer der bekanntesten deutschen Künstlerinnen.

Alexander Bergweiler: Und da sieht man, dass die Basketballer so ein bisschen nochmal anders sind

Alexander Bergweiler: als die Fußballer und dann nochmal teilweise

Simi Will: Aus anderen Ecken.

Alexander Bergweiler: Kommen. Und gerade Berlin mit Lichterfelde, das war immer sozusagen die Juniorenstation

Alexander Bergweiler: von Alba, hat immer ganz besondere Jungs herausgebracht und die mühen sich da weiter.

Simi Will: Ja.

Alexander Bergweiler: Und ich glaube, wenn du halt so tätig bist, dann geht das besser als bei anderen.

Alexander Bergweiler: Also auch dieser El Ghazi-Prozess, ich habe jemanden wegen Meinungsfreiheit

Alexander Bergweiler: vertreten, Mainzer Fußballer,

Alexander Bergweiler: der From the River to the Sea, Palestine has to be free, geschrieben hat und

Alexander Bergweiler: dann war es die Frage, kann eine solche Äußerung, eine Kündigung decken eines

Alexander Bergweiler: Sportlers im Arbeitsverhältnis?

Alexander Bergweiler: Und da haben wir sehr lange prozessiert und spannend prozessiert und das Arbeitsgericht

Alexander Bergweiler: Mainz war der Meinung, das kann das nicht bewirken, speziell nicht ohne Abmahnung.

Alexander Bergweiler: Jetzt sind wir nochmal vom Landesarbeitsgericht, aber dann kriegst du da auch

Alexander Bergweiler: viel Zurufe und Positives von manchen Ecken, die du ab und zu gar nicht haben willst.

Alexander Bergweiler: Und auch negative von...

Simi Will: Also das heißt, ihr habt jemanden, weil er sich politisch geäußert hat,

Simi Will: im sportlichen Rahmen, Free Palestine?

Alexander Bergweiler: Ja, also Anwar ist mit einer Palästinenserin verheiratet und hat sich immer

Alexander Bergweiler: schon sozusagen ein bisschen für Palästina stärker gemacht.

Alexander Bergweiler: Und in diesem Rahmen hat er nach dem...

Alexander Bergweiler: Der Terroranschlag der Hamas auf Israel, seine Sorge zum Ausdruck gebracht,

Alexander Bergweiler: ob denn der Rückschlag von Israel so sehr zielgerichtet ist und nicht sehr viel Elend.

Simi Will: Was ja auch zu diskutieren ist, sage ich jetzt mal.

Alexander Bergweiler: So ist es, aber du siehst so die Entwicklungen dann, so die erste,

Alexander Bergweiler: ja wenn du das sagst, musst du aber auch sagen, dass es einen Terrorangriff vorher gab.

Alexander Bergweiler: Die Frage, muss man das sagen oder nicht, überlasse ich dem geneigten Hörer.

Alexander Bergweiler: Auf jeden Fall heißt es nicht Meinungsfreiheit. Meinungsfreiheit bedeutet einmal

Alexander Bergweiler: zu sagen, was dir so auf der Seele brennt.

Alexander Bergweiler: Und bei den weiteren Posts hat er aber wirklich relativ deutlich gemacht,

Alexander Bergweiler: ich bin gegen Antisemitismus, aber ich bin auch für die Kinder in Gaza.

Alexander Bergweiler: Wir müssen gucken, dass da keine Katastrophe passiert.

Alexander Bergweiler: Und das war zu einem gewissen Zeitpunkt in Deutschland, muss man sagen, schon sehr schwierig.

Alexander Bergweiler: Also da haben sich durchaus jüdische Gemeinden gesagt, das gepasst jetzt nicht

Alexander Bergweiler: in die Zeit. Und ich kann da auch das Leid, was der Terroranschlag verursacht hat, durchaus sehen.

Alexander Bergweiler: Aber ich kann genauso gut sehen, dass in Palästina viel Leid passiert ist.

Alexander Bergweiler: Und das ist immer ein sehr schwieriges Thema.

Simi Will: Aber das hast du auch im Sport.

Alexander Bergweiler: Du hast russische Sportler, die nun keine Befürworter von Herrn Putin sind.

Alexander Bergweiler: Willst du die jetzt mitspielen lassen, willst du die nicht mitspielen lassen?

Alexander Bergweiler: Das sind alles Fragen, die extrem schwierig sind. Du hast Männlein, Weiblein Fragen.

Alexander Bergweiler: Ist das noch eine Frau? Ist das schon ein Mann?

Alexander Bergweiler: Woran testest du das? Ist das eine wissenschaftlich anerkannte Methode,

Alexander Bergweiler: wo ganz viel an Persönlichkeitsrechten verloren geht?

Alexander Bergweiler: Die muss sich ja im wahrsten Sinne des Wortes nackig machen.

Alexander Bergweiler: Komplett ausziehen bis hin zu Gentests, um festzustellen, ja ist das noch und

Alexander Bergweiler: nachher legt irgendjemand nach irgendwelchen Kriterien fest,

Alexander Bergweiler: ja oder nein. Ja, und ja, manchmal denkst du auch...

Simi Will: Was ist denn dann Recht? Also das habe ich mich schon oft gefragt,

Simi Will: weil es gibt ja so viele, also man muss es so genau festschreiben, wie es irgendwie geht,

Simi Will: damit du sagen kannst, Paragraph A, 3b und c ist so und das trifft zu, also ist es jetzt so.

Alexander Bergweiler: Ja, und da gibt es auch nicht richtig oder falsch. Ja. Also was ist männlich, was ist weiblich?

Simi Will: Ja.

Alexander Bergweiler: Kannst du, hm.

Simi Will: Ja, such dir was aus.

Alexander Bergweiler: Ja, und ich fühle mich jetzt nicht als Mann, sondern eher als Frau.

Alexander Bergweiler: Ja, schön, aber in der Sportklasse darfst du dann trotzdem nicht bei den Damen

Alexander Bergweiler: mitmachen, weil es könnte sein, dass du da einen Wettbewerbsvorteil draus ziehst.

Alexander Bergweiler: Und das muss man irgendwie festmachen und dann für alle eine,

Alexander Bergweiler: die universal gerechte Lösung gibt es nicht.

Alexander Bergweiler: Und da sind wir Deutschen so Spezialisten, die immer sagen, es muss alles super gerecht sein.

Alexander Bergweiler: Und da habe ich so die Erfahrung gemacht, lieber klare Regeln,

Alexander Bergweiler: wo man dann auch sagt, das trifft einige blöd, für die ist es dann ungerecht,

Alexander Bergweiler: aber das ist dann halt so.

Simi Will: Mhm.

Alexander Bergweiler: Aber du weißt, woran du bist und musst dann mit den Protesten leben,

Alexander Bergweiler: musst versuchen, irgendwie da Lösungen zu finden.

Alexander Bergweiler: Wo ich wirklich herzhaft gelacht habe, was immer mal wieder kommt, Alter.

Alexander Bergweiler: Also bei Junioren, Nationalmannschaften musste halt 15, 16 oder 17 sein.

Alexander Bergweiler: Und es gab einen Dortmunder Nationalspieler, der wo immer das Alter eingezweifelt war.

Simi Will: Weil er jünger war oder älter?

Alexander Bergweiler: Der war, also es kann sein, dass er älter gewesen ist, aber wir wissen es bis

Alexander Bergweiler: heute nicht, weil halt kein Test durchgeführt worden ist.

Alexander Bergweiler: Und eine afrikanische Nationalmannschaft hat dann in der Panik,

Alexander Bergweiler: weil sie dachte, ups, da könnte uns was durchgeführt, die gesamte Mannschaft testen lassen.

Alexander Bergweiler: Und dann stellte sich heraus, dass von den 17 Mann, die in der Mannschaft sind, 15 zu alt waren.

Alexander Bergweiler: Und dann dachte ich, okay, ja, das ist nicht im Sinne des Erfinders,

Alexander Bergweiler: sondern wenn du im Juniorenbereich dich vergleichen willst, sollte man halt

Alexander Bergweiler: das Alter in irgendeiner Form

Alexander Bergweiler: nachweisen können und in Deutschland ist das sozusagen eine heilige Kuh.

Alexander Bergweiler: Und da bin ich relativ sicher, dass die meisten, deren Passausweis,

Alexander Bergweiler: die sind am 06.06.2008 geboren, das auch tatsächlich so war.

Simi Will: Ja, ja, ja.

Alexander Bergweiler: Und in Afrika ist das halt nicht so.

Simi Will: Ja, und du kannst es wahrscheinlich auch bei bestimmten Biografien gar nicht nachweisen.

Simi Will: Weil, also ich weiß es nur irgendwie von Beirut oder Libanon,

Simi Will: wenn es um Aufenthaltsgeschichten ging in der sozialen Arbeit.

Simi Will: Da gab es überhaupt nichts. Also keine Geburtsurkunden, gar nichts.

Simi Will: Und sie wurde einfach mal so gesagt, du bist dann und dann geboren ungefähr.

Alexander Bergweiler: Das erinnert mich auf der anderen Seite dann immer an Mortal,

Alexander Bergweiler: kam mir ja irgendwann mal zugelaufen.

Alexander Bergweiler: Das ist ein Trierer Künstler oder ein Künstler aus der Region. Wie heißt er? Mortal.

Simi Will: Mortal.

Alexander Bergweiler: Auch ein Rapper. Und der hatte keinen Pass, also keinen deutschen Pass,

Alexander Bergweiler: der hatte gar keinen Pass. Es war einfach unklar, woher er kam.

Alexander Bergweiler: Und ich so, warum ist denn unklar, woher du kommst? Und der so,

Alexander Bergweiler: ja, meine Mutter kam aus Afrika, aber die hatte auch keinen Pass mehr dabei.

Alexander Bergweiler: Und ich bin in Bitburg geboren, aber bin dann aufs Gymnasium gegangen,

Alexander Bergweiler: habe dann eine kaufmännische Ausbildung gemacht, aber es ist immer noch unklar, woher ich komme.

Alexander Bergweiler: Und ich werde hier nicht eingebordert.

Alexander Bergweiler: Es ist wirklich absurd. Und wir haben dann deutlich gemacht,

Alexander Bergweiler: dass das absurd ist, weil ein Kriterium war, seine Herkunft ist unklar.

Alexander Bergweiler: Die Herkunft ist nicht unklar, der ist in Bietburg im Kreißsaal geboren.

Alexander Bergweiler: Und ich fand das so entwürdigend.

Simi Will: Das ist so deutsch.

Alexander Bergweiler: Ja, das ist deutsch. Es ist unklar, wo seine Mutter herkommt,

Alexander Bergweiler: deswegen ist er auch unklar.

Alexander Bergweiler: Nein, der ist auf alle deutschen Schulen gegangen und Ähnliches.

Alexander Bergweiler: Also von daher völlig absurd. absurd und dann kriegst du aus welchen Gründen

Alexander Bergweiler: auch immer über die Fußballer dann immer mal wieder ein und bist dann froh,

Alexander Bergweiler: wenn du da helfen kannst. Einfach nur helfen kannst.

Alexander Bergweiler: Und der hat jetzt seine deutsche Staatsbürger und konnte dann seine Frau heiraten

Alexander Bergweiler: und dann sind auch so viele Dinge mit den Kindern, die dranhängen.

Alexander Bergweiler: Wenn du nicht verheiratet bist, dann muss nur Chaos. Wenn du ins Ausland reichst.

Simi Will: Aber wir kommen ja nicht zurecht. Wir haben so viel Bürokratie,

Simi Will: dass wir jetzt gar nicht mehr klarkommen. Also das ist absurd.

Simi Will: Aber ja, ganz schön vielfältig, was du da machst, ehrlich gesagt.

Alexander Bergweiler: Ja, und das sind dann auch manchmal Dinge, also ich bin kein Staatsbürger.

Simi Will: Schon klar.

Alexander Bergweiler: Ja, das ist so. Aber dann merkst du manchmal so die Unterstützung eines nicht

Alexander Bergweiler: genannten Spielers, wo du dann DFB anrufst, es wäre doch schön,

Alexander Bergweiler: wenn der für Deutschland spielen könnte, kannst du nicht mal beim Amt anrufen

Alexander Bergweiler: und dann hilft es tatsächlich ab und zu.

Alexander Bergweiler: Dann denkst du auch, ihr Arschis. Also wenn, muss es insgesamt funktionieren

Alexander Bergweiler: und nicht nur für irgendjemand, wo es dann schön wäre, gerade die Position brauchen wir,

Simi Will: Wir könnten mal die beschleunigen. Dann sagen wir, ja, dann ist das jetzt mal

Simi Will: ein Deutscher. Oder dann machen wir den mal schnell Deutsch.

Alexander Bergweiler: Das Problem war da, du musst sozusagen die alte Staatsbürgerschaft abgeben.

Alexander Bergweiler: Und bei dieser beim afrikanischen Land dauert dieser Abgabeprozess fünf Monate.

Alexander Bergweiler: Also selbst wenn du den Pass dahin knallst, die wollen nochmal Geld damit verdienen.

Alexander Bergweiler: Kostet irgendwie ein Tausender und dann musst du das durchlaufen.

Alexander Bergweiler: Aber die fünf Monate waren entscheidend, weil wenn er deutsche Nationalmannschaft

Alexander Bergweiler: spielen kann, gilt er da als Jugendspieler und kommt dann in der Erst,

Alexander Bergweiler: kriegt einen besseren Vertrag.

Alexander Bergweiler: Es hingen so tausend Sachen wieder mit dran.

Alexander Bergweiler: Ja, wo du dann hilfst,

Alexander Bergweiler: Und dann das Leid eines Spielerberaters. Vier Wochen später war er dann wieder

Alexander Bergweiler: weg und hat sich an diesem wunderbaren Prozess, wo wir ihm echt geholfen haben,

Alexander Bergweiler: nicht mehr erinnert, sondern hat dann sein eigenes gemacht.

Alexander Bergweiler: Das ist auch okay. Man muss sich dann emotional manchmal davon trennen,

Alexander Bergweiler: dass du irgendwas zurückbekommst.

Simi Will: Ja, weil das ja doch auch verbindet. Das weiß ich selbst von mir aus der sozialen Arbeit.

Simi Will: Wenn du jemanden dann irgendwie mal aus der Scheiße gerettet hast,

Simi Will: oder organisiert hast, was funktioniert für die Person, dann ist es schon auch

Simi Will: schön, wenn du das Gefühl hast, die Person weiß, was du da für sie getan hast.

Alexander Bergweiler: Ja, und das war halt dann nicht so. Der hat vier Jahre vorum gekrepst und nichts hat geklappt.

Alexander Bergweiler: Dann nimmst du das in die Hand und dann funktioniert das mit verschiedenen Hebeln

Alexander Bergweiler: und auch Strukturierung.

Alexander Bergweiler: Und manchmal ist es schwierig, eine Unterschrift zu leisten.

Alexander Bergweiler: Also selbst daran scheitert es, dass da irgendwas falsch ausgefüllt ist und

Alexander Bergweiler: die das nicht hinbekommen. und das ist dann schade, wenn du das dann relativ

Alexander Bergweiler: gut hinbekommst und die dann weiterziehen.

Alexander Bergweiler: Aber man muss auch sagen, im Fußball geht es halt immer um viel Geld und wenn

Alexander Bergweiler: dann jemand anderes winkt und sagt, hier kriegst du mehr, sind viele Spieler, die dann abbiegen.

Alexander Bergweiler: Und das ist jetzt auch nicht nur verwerflich, muss man sagen.

Alexander Bergweiler: Weil es geht da auch um die, ist ja auch der Weg hoch.

Alexander Bergweiler: Also wie im alten Rom war das für die Gladiatoren ja auch die Weg.

Simi Will: Das ist wahrscheinlich genauso.

Alexander Bergweiler: Ja, auch in der Musik habe ich das Gefühl, dass das dann auch der Weg für eine

Alexander Bergweiler: ganze Familie ist, aus dem Elend teilweise rauszukommen.

Simi Will: Ja, ja.

Simi Will: Spannend. Also ich bin jetzt wirklich so ein bisschen sprachlos,

Simi Will: was mir selten passiert.

Simi Will: Aber ja, ich habe gedacht so, wir arbeiten ein bisschen den Fame ab heute.

Simi Will: Und irgendwie netter Typ, keine Ahnung und so. Und jetzt You Made My Day.

Simi Will: Es war total spannend. Und ich denke immer, ich habe schon alles gehört.

Simi Will: Danke, dass es nicht so ist, sage ich jetzt auch mal in dem Fall.

Simi Will: Und ich habe keine Ahnung, ich muss mal kurz auf die Uhr gucken,

Simi Will: wie lange wir hier schon quatschen.

Simi Will: Ich glaube, wir sind schon, gibt es noch was, wo du sagst, das möchte ich jetzt

Simi Will: auf jeden Fall noch gesagt haben, weil das ist mir ganz wichtig oder das musst

Simi Will: du dir mal angucken, Simi, oder sowas in der Art?

Alexander Bergweiler: Ich glaube, oder vielleicht so als Mitgeben, so Personen mit Personen zu sprechen

Alexander Bergweiler: oder so, das habe ich immer schon gerne gemacht und dafür vielen Dank dir.

Alexander Bergweiler: Und ich finde das immer interessant.

Alexander Bergweiler: Und das bringt dich weiter. Also wenn die älter, jünger oder sonst was sind,

Alexander Bergweiler: du kriegst immer einen neuen Fokus auf die Sachen.

Alexander Bergweiler: Und bei Aschraf eben diesen Shoutout Richtung Frankfurt, da waren wir zusammen,

Alexander Bergweiler: sind nach Madrid geflogen und saßen nebeneinander.

Alexander Bergweiler: Obwohl wir uns vorher kannten, weil wir zwei Veranstaltungen zusammen,

Alexander Bergweiler: haben wir uns in diesem Moment nicht aufeinander bekommen und dann sehr kurzweilige

Alexander Bergweiler: zweieinhalb Stunden in diesem Flugzeug gehabt, was so eine Basis gebildet hat.

Alexander Bergweiler: Deswegen kann ich immer nur raten, egal wo ihr sitzt oder so und ihr ein Gefühl

Alexander Bergweiler: habt, dass anderen das jetzt nicht nur unangenehm sind, sprecht drüber,

Alexander Bergweiler: hört viele schöne Podcasts, unter anderem deinen, um einfach ein bisschen weiterzukommen

Alexander Bergweiler: und einen neuen Fokus zu bilden.

Alexander Bergweiler: Und wenn ich jetzt mit jüngeren Leuten das auch gehabt habe,

Alexander Bergweiler: wie Aschraf, dann denke ich immer, der hat so ein Pop-Festival gemacht und da

Alexander Bergweiler: war so eine viermal vier Meter große Statue von ihm. Meinte ich auch.

Alexander Bergweiler: Das wäre mir jetzt für mich ein bisschen zu dick, oder? Aber du scheinst ja

Alexander Bergweiler: nicht unter einem unterbordenden Selbstwertgefühl zu leiden.

Alexander Bergweiler: Alex, das gehört hier dazu.

Alexander Bergweiler: Das muss so sein. Das wusste ich dann auch.

Alexander Bergweiler: Ich gucke mir das jetzt immer voller Freude an und sehe den Mini Aschraf da

Alexander Bergweiler: hochsteigen als Büste und denke immer, ist aber ein guter Kerl und hat eine

Alexander Bergweiler: Community hinter sich, also viele Kinder mit Migrationshintergrund,

Alexander Bergweiler: die das feiern und wenn Aschraf was macht,

Alexander Bergweiler: der hat sich da sieben Stunden hingesetzt und Selfies mit allen gemacht, die es wollten,

Alexander Bergweiler: sieben Stunden lang in Frankfurt und das war einfach fett.

Alexander Bergweiler: Bei seiner Kleidermarke, der Fabrikverkauf, als das nicht ging,

Alexander Bergweiler: hat er Er hat es organisiert und gemacht,

Alexander Bergweiler: um einfach, also der verdient damit gutes Geld, keine Frage,

Alexander Bergweiler: aber er hat auch irgendwas, wo die Leute immer sagen und ihn feiern können,

Alexander Bergweiler: sagen, er macht was für uns und ja,

Alexander Bergweiler: das sind dann immer Momente, wo ich sage, okay, das ist gut.

Alexander Bergweiler: Bei Toni, also beim Fußballer genauso.

Simi Will: Wie heißt er nochmal.

Alexander Bergweiler: Toni? Antonio Rüdiger, ist Ur-Berliner und die Projekte, die er in Sierra Leone

Alexander Bergweiler: begleitet und so, das ist wirklich die Jungs helfen.

Alexander Bergweiler: Das wird eigentlich nie groß, immer an die große...

Simi Will: Da klingelt sein Handy?

Alexander Bergweiler: Ja.

Simi Will: Was ist das für ein Klingeltod?

Alexander Bergweiler: Ich weiß nicht, ich glaube, das ist der Gemachte.

Simi Will: Hat einer was gesprochen? Auf jeden Fall.

Alexander Bergweiler: Ja, die Anruferin wurde angekündigt, in Anführungsstrichen.

Alexander Bergweiler: Da muss ich sagen, dass der Podcast dann sehr viel länger als angekündigt gedauert hat.

Alexander Bergweiler: Aber ganz kurz zu Toni, der hat für den Berliner Zoo was gemacht,

Alexander Bergweiler: der hat für verschiedene Berliner Schulen was gemacht und ähnliches.

Alexander Bergweiler: Und ich freue mich dann immer auch, da Paar zu sein. Und das sind Dinge,

Alexander Bergweiler: die nicht hochkommen und die einfach nicht gefeiert werden.

Alexander Bergweiler: Und gestern beim Fußballspiel hat er jetzt nicht super duper gespielt,

Alexander Bergweiler: kriegst du sieben Nachrichten, der spielt einen Scheiß, Alex,

Alexander Bergweiler: totale Kacke, der Rüdiger. Da denkst du auch, ihr Idioten.

Alexander Bergweiler: Also erstens ist es tagesformabhängig, du spielst nicht immer den gleich großen

Alexander Bergweiler: Fußball und feiert den nicht fürs Fußballen, sondern feiert den für Projekte

Alexander Bergweiler: in Afrika oder in Deutschland oder für das Nilpferdchen,

Alexander Bergweiler: wo er im Berliner Zoo Aufmerksamkeit schenkt.

Alexander Bergweiler: Das sind die Dinge, die wirklich helfen. Ja. Und ob Aschraf oder Toni oder wer

Alexander Bergweiler: auch immer oder Luciano, die haben so viele echt gute Sachen,

Alexander Bergweiler: die sie auch unterstützen und machen. Da freue ich mich immer.

Simi Will: Ja, toll.

Simi Will: Und ich habe mich sehr, sehr, sehr gefreut, dass du heute hier warst,

Simi Will: lieber Alexander Bergweiler.

Simi Will: Diesen Namen werden wir uns jetzt mal merken.

Simi Will: Weil nein, weil ich so toll finde, dass du mir noch nie begegnet bist.

Simi Will: Und du bist ein Dazwischenmann.

Alexander Bergweiler: Ja, weil ich einfach ein bisschen jünger als du bin. Aber wenn wir ganz arg

Alexander Bergweiler: in die Biografie gehen, war ich bestimmt irgendwann mal im Korrekt bei dir.

Alexander Bergweiler: Hab mir irgendeinen Gin reingepfiffen.

Simi Will: Mit Sicherheit.

Alexander Bergweiler: Und gesagt, ey, was für eine attraktivere, ältere Dame oder so.

Simi Will: Ja, hast du damals noch nicht gedacht. Da war ich noch nicht attraktiv und älter.

Alexander Bergweiler: Dann warst du attraktiv und jünger. Vielleicht. Wie ich auch wahrscheinlich.

Simi Will: Ja, wir alle. Lieber Alexander Bergweiler, ich werde dich weiter beobachten.

Simi Will: Ich werde zu, Alba wollte ich schon sagen, ich werde zu, wie heißen die Trierer?

Alexander Bergweiler: Gladiators.

Simi Will: Gladiators werde ich mir angucken, definitiv. Und werde das posten.

Simi Will: Und du weißt ja, ich habe ganz viele Follower, 2800 Leute.

Alexander Bergweiler: Aber auch da, also Joyce hier hat die Millionen.

Alexander Bergweiler: Ich frage dann immer, bei dem El-Ghazi-Fall, das war ganz witzig,

Alexander Bergweiler: also das noch als letzter Angelegenheit.

Simi Will: Ja, unbedingt.

Alexander Bergweiler: War es so, dass dann so die erste, ich hatte noch kein negatives Feedback irgendwie.

Alexander Bergweiler: Ich hatte mal so eine Diskussion, Streit, du bist doch besser Verdiener,

Alexander Bergweiler: du kannst es nicht verstehen oder so.

Alexander Bergweiler: Aber ich finde das sachlich begründet, Darüber muss man überlegen,

Alexander Bergweiler: ob man da den richtigen Blickwinkel hat.

Alexander Bergweiler: Aber bei deinem El-Ghazi-Fall kam dann, scheiß Hamas-Anwalt, du Judenhasser.

Alexander Bergweiler: Und ich so, jetzt wird es aber ein bisschen schwierig. Und dann kamen auch die

Alexander Bergweiler: ersten E-Mails mit ähnlichem Inhalt.

Alexander Bergweiler: Und dann rief ich bei Joyce an und sagte, ja, ich glaube, ich habe einen Shitstorm.

Alexander Bergweiler: Und Joyce sagt, wie viel sind es denn? Und ich so, ja, sieben.

Alexander Bergweiler: Ich so, Alex, das ist kein Shitstorm. Das ist doch nicht mal ein Shitstormchen.

Simi Will: Eine Böe.

Alexander Bergweiler: Da sehe ich immer wieder rassistische Sachen und die Polizei fragt,

Alexander Bergweiler: sollen wir ermitteln oder nicht.

Alexander Bergweiler: Das entscheiden wir mittlerweile im Einzelfall, weil es einfach Grenzen überschreitet.

Alexander Bergweiler: Und da auch immer so ein bisschen Fokus auf Umgang. Wie wollen wir mit anderen Leuten umgehen?

Alexander Bergweiler: Man kann immer Kritik äußern. Wir finden das nicht gut oder das ist nicht gut,

Alexander Bergweiler: aber man muss jemanden nicht beleidigen oder rassistisch runterziehen oder sein

Alexander Bergweiler: Ungemach, was man selber hat, auf andere ablassen,

Alexander Bergweiler: sondern da immer ein bisschen so zu einem großen Fokus behalten,

Alexander Bergweiler: sagen, ich finde das nicht gut oder das kann man durchaus besser machen.

Alexander Bergweiler: Die Leistung war nicht angebracht, aber deswegen, also das war noch die Story

Alexander Bergweiler: zu meinem Shitstorm mit sieben Leuten.

Simi Will: Shitstormchen. Ja,

Simi Will: aber es ist ja auch irre, also ich könnte jetzt schon wieder unendlich weiter, Man ist ja auch irre.

Simi Will: Warum wirst du als Manager von jemandem dann für die Leistung, die ein Fußball auf...

Simi Will: Also entschuldige, das ist doch... Denk doch mal, weißt du, das hätte ich jetzt...

Simi Will: Also auf die Idee wäre ich nie gekommen, dann den Manager oder den zu beschimpfen

Simi Will: wegen einer schwachen Leistung von einem Sportler, den du zufällig vertrittst.

Alexander Bergweiler: Ja, die kommen ja nicht mehr an die Sportler selber ran, sondern dann bin ich

Alexander Bergweiler: sozusagen Bremspuffer und das ist jetzt auch nicht schlimm.

Alexander Bergweiler: Aber es sind dann auch doch schon viele. Also ich habe jedes Jahr,

Alexander Bergweiler: ich sage mal, 100 bis 120 Karten an Fragen, dass ich das besorgen soll, jenes besorgen soll.

Alexander Bergweiler: Und auch die Spieler müssten dafür bezahlen. Also die haben jetzt,

Alexander Bergweiler: ich sage mal, fünf Freikarten für die Spieler und da geht meistens die Familie hin.

Alexander Bergweiler: Aber beispielsweise so ein T-Shirt, ich weiß nicht, bei Real Madrid kostet mittlerweile

Alexander Bergweiler: dieses Training, also das...

Alexander Bergweiler: Tatsächliche Shirt der Mannschaft 210 Euro.

Alexander Bergweiler: Das ist völliger Wahnsinn. Du gehst mit einer Familie mit drei Mann oder fünf

Alexander Bergweiler: Mann hin, da hast du schon tausend da weg.

Simi Will: Hast einen Kleinwagen.

Alexander Bergweiler: Ja, hast einen Kleinwagen. Und jenseits der Karten, du siehst auch in dieser

Alexander Bergweiler: Kartenpreisentwicklung bei Real Madrid jetzt im Europapokal war die günstigste Karte 410 Euro.

Alexander Bergweiler: Und die haben 80.000 Leute da drin sitzen. Und das ist ausverkauft.

Alexander Bergweiler: Deswegen denke ich immer, wie kann das sein?

Alexander Bergweiler: Auch bei den deutschen Fußballstadien ist ja eine ähnliche Entwicklung.

Alexander Bergweiler: Die Karten kosten 80 Euro und da gehen Familien hin.

Alexander Bergweiler: Also ich denke immer hei, hei, hei, hei.

Alexander Bergweiler: Und Frankfurt, die können sich vor Ticketanfragen nicht retten.

Alexander Bergweiler: Also ich freue mich, dass das so gut angenommen wird, aber manchmal muss man

Alexander Bergweiler: bei Union Berlin gab es mal eine Zeit, die haben gesagt, wir wollen in jedem

Alexander Bergweiler: Fall Eintrittskarten für 12 Euro haben.

Simi Will: Damit auch Leute sich das leisten können, die von Anfang an unsere Fans waren.

Alexander Bergweiler: So ist es. Und dann nehmen wir lieber einen Sponsor, der fragwürdig ist.

Alexander Bergweiler: Also Union ist ja ein Club, der sozusagen eher im Ostgebiet angesiedelt war.

Simi Will: Ist das Union?

Alexander Bergweiler: Alte Försterei ist Köpenick.

Simi Will: Ah ja, Köpenick, natürlich. Osten.

Alexander Bergweiler: Und die haben sozusagen so ein Immobilienunternehmen, wo ihre eigenen Fans so

Alexander Bergweiler: rückwärts geschnauft haben.

Alexander Bergweiler: Aber durch die zwölf Euro war das dann irgendwie kompensiert.

Simi Will: War das dann befriedet.

Alexander Bergweiler: Genau. Und das fand ich eigentlich eine ganz gute Idee und da sollte man immer

Alexander Bergweiler: so ein bisschen drauf gucken, dass die Leute sich auch die Karten leisten können.

Simi Will: Ja Mensch, jetzt aber. Sonst hören wir hier nicht auf.

Simi Will: Weil ich muss ja ehrlich sagen, ich hätte nicht gedacht, dass mich das so interessiert.

Simi Will: Ich habe gedacht so, ja als Businessman das finde ich immer spannend eigentlich,

Simi Will: weil die Leute ja auch immer, die

Simi Will: ein Business verfolgen, auch immer eine Leidenschaft haben in der Regel.

Simi Will: Also auch immer interessante Geschichten

Simi Will: erzählen und mir mal noch Dinge erzählen, den ich noch nicht weiß.

Simi Will: Aber bei dir war ich so ein bisschen skeptisch, weil ja, weder Fußball und Dings.

Simi Will: Aber Schwarzenegger und Luciano. Luciano, Patrick, ich grüße dich.

Simi Will: Du großer, erfolgreicher Hip-Hopper.

Simi Will: Und ja, ich habe mich sehr, sehr gefreut. Liebe Alexander Bergweiler.

Alexander Bergweiler: Liebe Sim, es war mir ein einziges Vergnügen. Und ich denke jetzt fröhlich heute

Alexander Bergweiler: Abend bestimmt zwei, dreimal noch ans Korrekt und die alten Zeiten.

Alexander Bergweiler: Wo übrigens Ansgar Oberholz auch immer mit war, der jetzt im St.

Alexander Bergweiler: Oberholz in Berlin am Rosenthaler Platz vielen Jungs die Gründung ermöglicht.

Alexander Bergweiler: Und da auch Shoutout von uns beiden. Geht zu Ansgar, trinkt euren Kaffee.

Simi Will: Ansgar Oberholz, hallo Ansgar, du bist befreundet mit Andreas Gebhardt.

Simi Will: Und Andreas Gebhardt ist wiederum ein Freund von mir, der mir die Malu Dreyer

Simi Will: vorgestellt hat. So wird wieder ein Schuh draus.

Alexander Bergweiler: So klein ist die Welt. So sieht es aus.

Alexander Bergweiler: Und ja, es gibt noch weitere spannende Geschichten, die wir vielleicht ein andermal erzählen.

Simi Will: Das kann gut sein. Liebe Alexander Bergweiler, ich glaube, ich werde mir jetzt

Simi Will: auch mal so samstags vielleicht angewöhnen, die Bundesliga zu gucken.

Simi Will: Weil ich glaube, dass das Spaß macht. Also weißt du, so Fernseher an,

Simi Will: so ey und dann diese Sounds.

Simi Will: Und dann mit meinen Katzen irgendwie einfach so der Fernseher läuft und es ist

Simi Will: Fußball. Weißt du, wie ich meine?

Alexander Bergweiler: Ja. Ja, ich glaube, ich habe eine Nachbarkatze im Moment, deswegen auch da.

Alexander Bergweiler: Ich wohne in dem Haus von meinem Urgroßvater und im Moment kommt jeden Morgen

Alexander Bergweiler: miauend die Nachbarkatze und möchte Einlass bei mir gewähren.

Alexander Bergweiler: Am Wochenende lasse ich sie dann tatsächlich auch rein.

Simi Will: Ist das ein Tigerchen?

Alexander Bergweiler: Ja, es ist. Ich liebe Tiger. Die sind wirklich, sie ist reizend und süß.

Alexander Bergweiler: Ich muss sehr an mich halten, dass ich den dann auch wieder rauslasse.

Alexander Bergweiler: Aber ja, und ich war überhaupt kein Katzenmensch. Deswegen kann ich deine Affinität

Alexander Bergweiler: echt ganz gut nachvollziehen.

Alexander Bergweiler: Wenn jemand so charming ist wie manche Katzen.

Simi Will: Ja, Katzen sind so. Ach Mensch, bevor ich es vergesse. Unser Literaturtipp. Ich habe ja...

Simi Will: Ich greife dann immer unter den Tisch, da bin ich wieder. Und zur Feier des

Simi Will: Tages, das habe ich vor zwei Jahren ein zu Weihnachten geschenkt,

Simi Will: weil Arnold mich wieder mal zu Tränen gerührt hat.

Simi Will: Und zwar, war das vor zwei Jahren Weihnachten? Ja, passt.

Simi Will: Und zwar gibt es Be Useful, sieben einfache Regeln für ein besseres Leben.

Simi Will: Arnold Schwarzenegger, erschienen bei Lübbe Live.

Simi Will: Kann ich wirklich empfehlen, weil es so authentisch rüberkommt,

Simi Will: dass man glaubt, er hat es geschrieben.

Simi Will: Auch wenn er es vielleicht nicht selbst geschrieben hat, dann hat er es aber sehr gut erzählt.

Alexander Bergweiler: Also die Idee ist von ihm, also 100%. Er hat immer so ein paar Co-Autoren,

Alexander Bergweiler: aber ich gehe davon aus, dass er das überwiegend auch selber durchgezogen hat.

Alexander Bergweiler: Und ich bin dann immer wieder fasziniert, wie gut er die Ideen da auf den Punkt bringt.

Alexander Bergweiler: Also ich habe ganz früher mal sein Bodybuilding-Buch gelesen,

Alexander Bergweiler: weil du ja als junger Mann dann mit Muskeln erscheinen wirst.

Alexander Bergweiler: Das war schon relativ gut gemacht von ihm.

Alexander Bergweiler: Aber jetzt die neuen Sachen wie Be Useful sind echt richtig,

Simi Will: Richtig gut. Ja, weil er auch so ein Weichgewordener ist, der aber in so einer,

Simi Will: also so ganz rührend ist, berührt einen einfach, ohne kitschig zu sein.

Alexander Bergweiler: Hundertprozentig. Und er isst kein Fleisch mehr.

Alexander Bergweiler: Also das hätte ich mir bei Arnold nie vorstellen können.

Alexander Bergweiler: Und da sagt Alex, das ist due to, guck mal, hier ist nur Mist und wenn ich das

Alexander Bergweiler: mache, gehen wir wieder ein Stück in die richtige Richtung und wenn jeder ein

Alexander Bergweiler: Schritt in die richtige Richtung geht,

Alexander Bergweiler: haben wir dann schon eine Bewegung, die funktioniert und die Überlegungen sind

Alexander Bergweiler: manchmal wirklich das auch in Useful drin, sozusagen, die man sich selber stellen soll.

Simi Will: Und ich glaube halt auch, dass wir mehr Leute brauchen, die Hoffnung machen,

Simi Will: weil die Leute, die alle meckern,

Simi Will: diese Empörungsshit-Nummer, es geht allen jetzt nicht mehr so gut. Ja, und?

Simi Will: Dann lasst uns mal zusammenrücken und gucken, wie es uns zusammen noch einigermaßen gut geht.

Simi Will: Und außerdem geht es uns immer noch besser als sonst welchen Menschen in der Welt.

Simi Will: Und er gehört zu den Leuten, die, wie ich finde, eine Verantwortung mitbringen,

Simi Will: weil sie sagen, ey, ich habe den Fame und ich muss was dazu sagen.

Simi Will: Und ich trage das nach außen. Und das ist für mich so mega wichtig,

Simi Will: weil solche Menschen erreichen dann wieder Menschen.

Simi Will: Und nicht die, ja.

Alexander Bergweiler: Willst du noch eine total, eine Abschluss? Ja, los, mach doch.

Alexander Bergweiler: Ein wirklich Filmabschluss.

Simi Will: Noch einen Filmabschluss jetzt.

Alexander Bergweiler: Meine Jungs haben mir ein T-Shirt geschenkt mit einer,

Alexander Bergweiler: Dreiviertel nackten Rita Ora drauf. Sieht super aus.

Alexander Bergweiler: Ich war bei dem besagten Spiel Tennisspielen und dann war der US-Vizepräsident

Alexander Bergweiler: der jeweilige mit Arnold gekommen, der ist jetzt Umweltminister in den USA.

Alexander Bergweiler: John Kerry ist Demokrat, aber die verstehen sich durch das Umweltthema sehr gut.

Alexander Bergweiler: Klein Alex mit halbnackter Rita Ora auf dem Dings und Monika Langenthaler,

Alexander Bergweiler: die ist grünen Abgeordnete, ich schätze die unheimlich, war im Europarat und

Alexander Bergweiler: so eine Kämpferin und hat sich in Bergwerken angeschnallt um alle Umstände.

Alexander Bergweiler: Also super. So, Alex, darf ich dir kurz John Kerry vorstellen? Und ich so,

Alexander Bergweiler: da habt meine beiden Arme vor dieses T-Shirt und sagen, Moment ist,

Alexander Bergweiler: der drehte sich dann schon rum und dann war es zu schwer und der ist witzigerweise

Alexander Bergweiler: großer Real Madrid Fan und hat dann auch bei der Versteigerung ein T-Shirt für Toni.

Alexander Bergweiler: Ich hoffe, er hat die halbnackte Rita Ora zumindest nicht als primäres Signal

Alexander Bergweiler: wahrgenommen, was ich so versenden wollte.

Alexander Bergweiler: Aber es war mir total unangenehm, aber der war total reizend mit mir und wir

Alexander Bergweiler: haben dann zwei Sätze und ich habe mich dann schnell verabredet.

Alexander Bergweiler: In so unangenehmen Situationen Bin ich dann auch nicht gut, aber da musste ich auch lachen.

Alexander Bergweiler: Du kleiner Pupser von Bernkastel bist jetzt hier und dir wird alle möglichen Leute vorgestellt.

Alexander Bergweiler: Aber es war sehr schön und die beiden können sehr, sehr gut miteinander.

Simi Will: Jetzt Arnold und John Kerry.

Alexander Bergweiler: Ja, weil die wirklich dieselbe Vorstellung von Umwelt haben,

Alexander Bergweiler: was in Amerika noch eine andere ist als hier, aber da zumindest auch laut aufrufen

Alexander Bergweiler: und das finde ich immer gut.

Alexander Bergweiler: Es gab jetzt in Amerika nochmal die Bestrebung sozusagen Wahlkreise zu ändern,

Alexander Bergweiler: damit du entweder als Demokrat oder als Republikaner klare Vorteile hast.

Alexander Bergweiler: Du kannst die Wahlkreise so zuschneiden, dass du dann größere Chancen hast zu gewinnen.

Alexander Bergweiler: Also dass du einfach ein typisch demokratisches Viertel einfach zum nächsten

Alexander Bergweiler: Wahlkreis dazu schlägst und bei dir wegnimmst, dann wird dein Proporz besser.

Alexander Bergweiler: Und das kannst du mit einfacher Mehrheit verhindern. und da hat er jetzt gegenüber

Alexander Bergweiler: allen Parteien nochmal deutlich gesagt, dass wir hier nicht bei Wünsch dir was

Alexander Bergweiler: sind, sondern in der Demokratie und dass man die Spielchen dann durchaus lassen kann.

Alexander Bergweiler: Und da finde ich auch bei ihm wirklich, was ich immer feiere,

Alexander Bergweiler: wenn er mit beiden Eseln oder so die Umwelt versucht zu retten.

Simi Will: Und er ist selbst ironiefähig, was auch eine Größe ist.

Alexander Bergweiler: Ja, das stimmt.

Simi Will: So, jetzt können wir das aber nicht mehr toppen.

Alexander Bergweiler: So, jetzt ist Schluss.

Simi Will: Alexander Bergweiler, bis gleich. und tschüss.

Simi Will: Schaltet auch nächstes Mal wieder ein, wenn ihr die Dazwischen-Sachen hören wollt.

Simi Will: Aus dem Dazwischen mit mir, ach, ich bin jetzt total durcheinander,

Simi Will: ich bin voller Geschichten, voller Fame und interessiere mich neuerdings für

Simi Will: Fußball und Basketball. Bis zum nächsten Mal.

Alexander Bergweiler: Tschüssi.

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