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Dazwischen mit AnniKa von Trier - Teil 2

Shownotes

Okay, wir machen weiter. Weil wir nicht aufhören konnten. In Teil 2 wird AnniKa von Trier noch größer – und das will was heißen. Wir springen von Berlin nach Rheinsberg, von Rheinsberg nach Brooklyn, von Brooklyn zurück ins Scheunenviertel und irgendwie auch nach Wien. Weil so ist das eben mit ihr.

Diesmal reden wir über:

  • Hanna Höch, die entartete Dadaistin, die den Zweiten Weltkrieg im Garten überlebt hat – und dabei den größten Dada-Fundus der Welt gerettet hat. Hinterm Schornstein. Einfach so.
  • Prinzessin Wilhelmine von Rheinsberg, die vergessene Frau hinter dem schwulen Prinzen – und warum AnniKa jetzt ein Buch und ein Rätsel über sie löst. Das Rätsel verrät sie übrigens nicht. Cliffhanger.
  • Lou Reed und John Zorn auf einem Sofa in Brooklyn. AnniKa davor. Sprachlos. Zum ersten Mal in ihrem Leben.
  • Laurie Anderson, die die ganze Philharmonie zum Tai-Chi gebracht hat. Und zum Schreien. Weil manchmal muss man einfach schreien.
  • Und warum das Kleine vielleicht das Einzige ist, was wir gerade wirklich ändern können.

Ach ja, die Buchpremiere von "Lustwandeln oder warum Prinz Heinrich die Sphinx versetzt" ist am 30. Mai im Spiegelsaal Schloss Rheinsberg – moderiert von Knut Elstermann von RadioEins. Hingehen!

Ach ja, Coverfoto: Lukas Heinz

Transkript anzeigen

Simi Will: Hallo liebe Hörende, heute gibt es Teil 2 der fantastischen,

Simi Will: kreativen, spannenden Annika von Trier.

Simi Will: Und wir erfahren einiges über New York, über John Thorne und Laurie Anderson,

Simi Will: aber auch über das Max-Planck-Gymnasium und, und, und.

Simi Will: Viel Spaß mit Teil 2 von Annika von Trier.

Simi Will: Dazwischen mit Simi Will.

Simi Will: Genau. Und schreiben ist auch ganz schön, sagst du. Ich habe ja auch was geschrieben.

AnniKa von Trier: Was hast du geschrieben?

Simi Will: Geschichten. Einfach meine Geschichten. Also Tagebuch. Aber jetzt so retrospektiv,

Simi Will: als ich nach Trier zurückkam, bin ich erstmal in so ein Loch gefallen.

Simi Will: Weil nach Berlin und gehst du morgen dahin, gehst du hier hin und du gehst einfach

Simi Will: aus der Tür raus, auch wenn du nicht spannendere Sachen vorhast als in Trier.

Simi Will: Aber du gehst aus der Tür raus in Berlin und weißt nicht, was der Tag bringt,

Simi Will: wie es wird, was draußen auf der Straße los ist.

Simi Will: Du musst dich permanent neu einlassen und das hält mich lebendig. Die Überraschung.

Simi Will: So, ja. Und das ist auch was, wo du loslässt und wo du einfach im Leben drin

Simi Will: bist, wenn du rausgehst, weil du kannst agieren mit den anderen.

Simi Will: Und in Trier ist es so, das ist so wie, einfach weil es eine kleine Stadt ist,

Simi Will: gar nicht weil Trier böse ist oder so, aber die Schwingung ist eine andere.

Simi Will: Und die Gedanken kreisen hier um Themen, die für mich keine Themen sind.

Simi Will: Für mich sind Themen wie Irritation. Ich gehe die Irritation suchen,

Simi Will: weil ich mich spüre, wenn ich in der Situation gerade mal nicht weiß, was los ist.

Simi Will: Und diese Dinge gehe ich suchen, weil ich sonst verrückt werde.

Simi Will: Ich werde sonst wirklich Baller, Baller.

Simi Will: Und wenn was komisch ist, komisch im Sinne von seltsam, komisch,

Simi Will: fremd, anders, dann muss ich hingucken.

Simi Will: Dann bin ich sofort im Jetzt und Hier, weil da muss ich ja gucken, was es ist.

Simi Will: Und alles andere ist eben so...

Simi Will: Es ist eben so und man weiß ja, wie es ist und das ist doch gut so.

Simi Will: Und da werde ich verrückt.

Simi Will: Das macht mich richtig aggressiv, wenn ich das Gefühl habe, ach, wieso?

Simi Will: Ist doch ganz okay so. So eine Haltung macht mich verrückt.

Simi Will: Das macht mich richtig gaga. Und deswegen habe ich immer das Gefühl,

Simi Will: ich muss was machen und ich muss an den Leuten so schütteln und ich will ihnen

Simi Will: sagen, guck mal, ist doch schön, ist doch schön oder guck mal hier,

Simi Will: krass, hast du schon gesehen?

Simi Will: Ich will, dass wir uns alle noch wundern.

AnniKa von Trier: Ja, das verstehe ich total. Also einerseits ist zum Beispiel bei mir,

AnniKa von Trier: ist alles aus einem Zufall geboren.

AnniKa von Trier: Also die besten Weggabelungen war irgendwie ein Zufall, wo jemand auch zu mir

AnniKa von Trier: kam und sagte, willst du nicht das machen?

AnniKa von Trier: Willst du an der Volksbühne, willst du nicht Dramaturgieassistentin oder willst

AnniKa von Trier: du nicht Geräuschemacherin sein oder so?

AnniKa von Trier: Oder irgendeine Einladung nach Australien, Adelaide, Cabaret Festival oder sowas.

AnniKa von Trier: Also gar nicht, was ich so gesucht habe, sondern was so zu mir kam, auch zufällig.

AnniKa von Trier: Oder auch diese Zwischenfälle, du hast ja hier dazwischen, also so Zwischenfälle,

AnniKa von Trier: genau, wo man wach sein muss, wo man das auch ergreifen muss,

AnniKa von Trier: die Chance, wenn irgendwas sich bietet oder so.

AnniKa von Trier: Also das verstehe ich total, aber auf der anderen Seite, ihr macht ja ganz viel,

AnniKa von Trier: also meine Tanja Kriebel, du, es gibt ja hier Leute auch.

Simi Will: Ja, aus der Not heraus.

AnniKa von Trier: Naja, aber es gibt ja, und ich glaube, das ist ja auch die Zukunft.

AnniKa von Trier: Also Harald Melzer, kennst du glaube ich auch, Haus der Gefühle.

Simi Will: Harald Welzer.

AnniKa von Trier: Harald Welzer.

Simi Will: Harald Welzer, Haus der Gefühle, habe ich letztens vorgestellt,

Simi Will: ist das aktuellste Buch, was ich gerade in der Bearbeitung habe.

AnniKa von Trier: Genau, und den habe ich gesehen, der macht ja keine Lesung, der macht dann Vorträge,

AnniKa von Trier: der stellt sich hin und redet einfach und die Leute fragen.

AnniKa von Trier: Also manchmal provoziert der auch und die Leute sind so, vor nicht so langer

AnniKa von Trier: Zeit hat er das Buch eben vorgestellt, bei Braun und Hassen flog in der Buchhandlung in Berlin.

AnniKa von Trier: Und da konnte ich irgendwie mitgehen bei dem Gedanken, dass die Zukunft so eine Nischenkultur ist.

AnniKa von Trier: Also wir werden diese,

AnniKa von Trier: irre Politik, was jetzt gerade in der Welt, diese Kriege, alles was da ist,

AnniKa von Trier: das ist ja alles eine Katastrophe.

AnniKa von Trier: Aber wir haben ja auch nicht die Möglichkeit, das Große zu ändern.

AnniKa von Trier: Aber wir haben die Möglichkeit, Jeder hat die Möglichkeit, in seinem Umfeld

AnniKa von Trier: das Kleine zu ändern und Freude in sein Umfeld zu bringen.

AnniKa von Trier: Ja, dass man miteinander was auf die Beine stellt, tauschen wieder,

AnniKa von Trier: wenn alles teurer wird, dass man wieder auf Tausch geht. Ich kann das, du kannst das.

AnniKa von Trier: In Berlin ist auch eine Osteigenschaft zum Beispiel.

AnniKa von Trier: Das war früher so, ich hatte natürlich auch kein Geld, jetzt einen Grafiker

AnniKa von Trier: oder einen Fotografen zu bezahlen.

AnniKa von Trier: Dann habe ich gesagt, okay, du machst mir das Foto, ich singe auf deiner Vernissage

AnniKa von Trier: bei der nächsten Ausstellung. Und das ist die Zukunft.

Simi Will: Aber das war für mich auch so ein Enttäuschungsmoment, weil ich das so gewohnt war in Berlin.

Simi Will: Ich kenne jemanden, der fragt auch bis weit, bis kurz bevor ich hergekommen

Simi Will: bin. Das hat sich nie geändert.

Simi Will: Es gab immer dieses Tauschding.

Simi Will: Dieses Tauschding oder jemand kannte jemand, der kannte was.

Simi Will: Dann hast du das gemacht.

Simi Will: Also das Tauschen von Können, von Expertise oder das Tauschen von Talenten so im Analogen. Mhm.

AnniKa von Trier: Aber guck mal, was Tanja Kribel macht. Ich war auch schon mal Salongast bei

AnniKa von Trier: ihr. Das ist doch großartig. Ja, natürlich. Und das ist diese Vernetzung.

Simi Will: Aber das macht sie, seit ich hier bin. Sie sagt, in unserer Podcast-Folge hat

Simi Will: sie gesagt, sie hat von meiner Schwester gehört, ich komme.

Simi Will: Sie hat gesagt, sie brauchte auch jetzt was, wo sie sagt, das mache ich, da will ich jemanden.

AnniKa von Trier: Ja, ist doch gut, ist doch super.

Simi Will: Und das ist...

AnniKa von Trier: Weil man kann sich immer beschweren, man kann sich auch über Berlin beschweren.

AnniKa von Trier: Weil da kommt auch keiner und sucht dich.

Simi Will: Nein, du machen musst du selber.

AnniKa von Trier: Ich war von Anfang an Veranstalterin. Guck mal, Zosch, ich habe selber plakatiert.

AnniKa von Trier: Jetzt bin ich da zehn Jahre im Garten von Hanna Höch, von der Dadaistin,

AnniKa von Trier: weil ich eine Hommage an sie gemacht habe mit ihren Tagebuchtexten und ihr Leben

AnniKa von Trier: erzähle da in diesem Garten, wo sie den Zweiten Weltkrieg überlebt hat.

Simi Will: Wo ist das?

AnniKa von Trier: Das ist in Heiligensee, also Reinickendorf. Und das ist ein ganz verwunschener

AnniKa von Trier: Garten, der steht unter Denkmalschutz.

AnniKa von Trier: Und sie ist eben, ihre ganzen Freunde, ihr bester Freund war Kurt Schwitters.

AnniKa von Trier: Sie war mit Raul Hausmann zusammen, ist gerade eine große Ausstellung in der Berlinischen Galerie.

AnniKa von Trier: Mit Hans Arp befreundet, mit Max Ernst. Also war ganz vernetzt mit diesen Künstlern

AnniKa von Trier: und hat sich aber entschieden, in Deutschland zu bleiben und quasi in diesem

AnniKa von Trier: Garten zu verschwinden als damals entartete Künstlerin.

AnniKa von Trier: Sie galt auch als Kultur-Bolchewistin sozusagen.

AnniKa von Trier: Also ihre Kunst war verboten.

AnniKa von Trier: Und hat eben gesagt, ich gehe nicht weg, sonst verliere ich meine Kunstwerke.

AnniKa von Trier: Ich kann ja nicht alles mitnehmen. Ich verliere meine Bibliothek.

AnniKa von Trier: Die andere Kunst von meinen Freunden verschwindet, weil alle sind emigriert und sie ist geblieben.

AnniKa von Trier: Und sie hat damit den größten Dada-Fundus gerettet für heute,

AnniKa von Trier: weil sie das alles hinterm Schornstein und später im Garten vergraben hat.

AnniKa von Trier: Also Bilder von Schwitters, Hausmann, ihre eigenen, die eben verboten waren in dieser Zeit.

AnniKa von Trier: Und das veranstalte ich seit zehn Jahren selber. Also ich bin befreundet mit

AnniKa von Trier: der Frau, die dort lebt jetzt, aber ich mache eben das alles,

AnniKa von Trier: was zur Produktion dazugehört.

AnniKa von Trier: Und das ist die Zukunft. Also wenn du sitzt und Däumchen drehst,

AnniKa von Trier: also die Leute warten ja nicht auf einen.

AnniKa von Trier: Ja, ist so. Sondern man muss sich selber zeigen, man muss seine Ideen selber verwirklichen.

AnniKa von Trier: Und ja, ich habe damit gute Erfahrungen gemacht. Das ist auch Arbeit,

AnniKa von Trier: weil ich habe dann auch fünf Jobs gleichzeitig.

AnniKa von Trier: Also Pressearbeit oder wie kommen die Leute.

Simi Will: Aber es redet dir keiner rein und du bist niemandem verpflichtet und du machst es frei.

AnniKa von Trier: Genau. Und Freiheit, Unabhängigkeit waren eigentlich seit jeher,

AnniKa von Trier: ich glaube aber auch seit ich jugendlich bin oder Kind bin, eins meiner größten Ziele.

AnniKa von Trier: Also so, ich war mein ganzes Leben lang frei.

Simi Will: Da gehe ich mit.

AnniKa von Trier: Absolut. Und ich habe auch nicht darauf gewartet, dass da jemand kommt,

AnniKa von Trier: der mir das Leben finanziert oder was weiß ich was. Nee, ich habe einfach,

AnniKa von Trier: seit ich 22 bin, habe ich gearbeitet.

AnniKa von Trier: Und habe dann eben immer wieder auch neue Felder mir erarbeitet,

AnniKa von Trier: wie eben Hörspiel. Ich hatte keine Ahnung, wie macht man Hörspiel?

Simi Will: Geräuschemacherin. Das haben wir alles noch. Sag mal, wie spät ist es eigentlich?

AnniKa von Trier: Wie lange ist unser Podcast?

Simi Will: Ich wusste, dass es wieder so wird. Ich wusste so, ah ja, die will dann wieder

Simi Will: bestimmt und dann macht sie das und dann macht sie das.

Simi Will: Und es ist nämlich jetzt wieder ganz genau andersrum.

AnniKa von Trier: Egal, wir sprechen weiter. Können wir eigentlich mal Winkelpause machen?

Simi Will: Nee, machen wir nicht. Wir sprechen jetzt weiter. Wir sprechen jetzt fertig.

AnniKa von Trier: Was kann ich dir denn noch schönes erzählen?

Simi Will: Stadtschreiberin. Was macht man als Stadtschreiberin? Kennst du den Abbas Kida?

Simi Will: Nee. Ganz toller Autor, Schriftsteller.

Simi Will: Der war Stadtschreiber in Mainz. Den kannte ich aber aus Berlin.

AnniKa von Trier: Und ich habe immer verpasst.

Simi Will: Ihn zu fragen, was ist denn bitte schön ein Stadtschreiber?

AnniKa von Trier: Naja, du bist eingeladen. Also ich hatte zwei Literaturstipendien in meinem

AnniKa von Trier: bisherigen Leben. Eben eins war auf dem Schloss Wipersdorf, da liegt Bettine von Arnim begraben.

AnniKa von Trier: Daraus ist dann das Buch, ein fiktiver Brief, Bettine von Arnim,

AnniKa von Trier: an Achim von Arnim geworden.

Simi Will: Gibt es das Buch?

AnniKa von Trier: Kriegt man das? Ich habe selber einen Verlag, der heißt AVT Verlag.

AnniKa von Trier: Also das erste Buch ist beim Alexander...

Simi Will: Annika von Trier heißt der Verlag.

AnniKa von Trier: Ja genau, nicht DTV, AVT.

Simi Will: AVT Verlag, das merken wir uns, AVT Verlag.

AnniKa von Trier: Ja genau, und das ist bisher genau ein Buch erschienen.

Simi Will: Scheißegal, da muss man mal drauf kommen. Ja gut, im Eigenverlag.

Simi Will: Aber es kommt jetzt ein neuer.

AnniKa von Trier: Nee, das habe ich aber gefördert. Also ihr habt mir das fördern lassen.

Simi Will: Ja, okay.

AnniKa von Trier: Eben in Brandenburg. Und das Buch besteht aus 459 Brandenburger Ortsnamen.

AnniKa von Trier: Also Bettine von Arnim, die sind auch hinten alle aufgelistet.

AnniKa von Trier: Und ich habe wieder ein tolles Nachwort von Wolfgang Bunzel.

AnniKa von Trier: Und das ist der Bettine-Forscher im Goethe-Haus in Frankfurt.

AnniKa von Trier: Also der Romantik-Forscher, und der sich am besten auskennt mit Bettine von

AnniKa von Trier: Arnim. Und die hat dankenswerterweise mir ein Nachwort geschrieben zu diesem Buch.

AnniKa von Trier: Genau, und sie spricht eben nur in Ortsnamen. Also meine Jüterbock, mein Kummero ist groß.

Simi Will: Ah, verstehe.

AnniKa von Trier: Genau und das hat mich auch ein bisschen über die Corona-Zeit gerettet,

AnniKa von Trier: weil ich dann mir auch Förderungen in der Uckermarkt besorgt habe.

Simi Will: Das heißt, du musst Anträge stellen, du machst Konzepte.

AnniKa von Trier: Du musst Anträge stellen, genau, Konzepte machen und dann bin ich eben durch

AnniKa von Trier: die Gutshäuser, weil da gibt es ganz viele Ahnimmische, das ist ja eine große

AnniKa von Trier: Adelsfamilie, so alte Gutshäuser und Gärten und das war mein Konzept,

AnniKa von Trier: dass ich eben dann eben auch draußen spielen kann in den Gärten.

AnniKa von Trier: Das durfte man ja dann und so. Und da habe ich...

AnniKa von Trier: Und habe eben tolle Orte kennengelernt, die vorher vielleicht auch noch nie

AnniKa von Trier: Veranstaltungen gemacht haben. Weil ich einfach gesagt habe,

AnniKa von Trier: ich habe hier eine Förderung.

AnniKa von Trier: Das Publikum muss nichts zahlen. Ihr müsst mir keine Gage zahlen.

AnniKa von Trier: Ihr müsst nur mitmachen, dass Leute kommen.

AnniKa von Trier: Stühle aufstellen. Getränke aufstellen vielleicht. Und dann mache ich die Lesung.

AnniKa von Trier: Und das war ja alles bezahlt dann sozusagen. Also war ein Win-Win für alle.

Simi Will: Toll.

AnniKa von Trier: Wow. Genau, und das habe ich über vier, fünf Jahre gemacht.

AnniKa von Trier: Und jetzt mache ich gerade ein neues Buch. Dann war ich eben 2021,

AnniKa von Trier: auch in dieser Zeit, eingeladen nach Rheinsberg, ins Schloss Rheinsberg als Stadtschreiberin.

AnniKa von Trier: Und die Einladung ging von Peter Bötig aus, der dort das Kurt-Tucholsky-Literaturmuseum

AnniKa von Trier: über sehr lange Zeit geleitet hat, auch mitgegründet hat.

AnniKa von Trier: Und der hat eben, da war auch Marion Brasch schon, Peter Brasch,

AnniKa von Trier: Wiglaf Troste, also waren alle möglichen Leute schon als Stadtschreiber.

AnniKa von Trier: Und das war großartig, weil ich habe im Marstall, also im ehemaligen Pferdestall

AnniKa von Trier: des Schlosses, eine wunderbare Drei-Zimmer-Wohnung gehabt.

AnniKa von Trier: Mit Blick auf den Schlossgarten war die einzige nachts die einzige Schlossbewohnerin.

AnniKa von Trier: Wie geil. Ich bin natürlich nachts auch durch das Schloss gelaufen.

AnniKa von Trier: Da waren nur die Nachtwächter, haben mich dann immer ertappt,

AnniKa von Trier: durfte man natürlich nicht. Die kamen dann immer mit ihrer Leuchte.

AnniKa von Trier: Und was machen sie denn jetzt hier noch? Ja, ich forsche, ich muss recherchieren.

Simi Will: Die Securities.

AnniKa von Trier: Ja, genau, da gibt es so Securities.

Simi Will: Also ich hatte mir gerade so einen Burgfried vorgestellt mit so einem Nachtwächter.

AnniKa von Trier: Mit so einer Fackel oder was? Ja, ja, genau. Die haben schon Batterielampen, glaube ich.

AnniKa von Trier: Genau. Naja, und das war, da war ich ein halbes Jahr und das war wunderbar.

AnniKa von Trier: Als Stadtschreiber hat man dann die Aufgabe, man muss eben dann was abliefern.

AnniKa von Trier: Also man kriegt eigentlich einen Wohnort. Manchmal kriegst du noch ein bisschen

AnniKa von Trier: Geld, also quasi Stipendium.

AnniKa von Trier: Das reicht aber dann, um die Berliner Wohnung zu bezahlen.

AnniKa von Trier: So ungefähr. Ja, also die vermietest du dir, aber das ging dann zu der Zeit nicht.

AnniKa von Trier: Und dafür musste ich einen Rheinsberger Bogen schreiben.

AnniKa von Trier: Das ist ein 16-seitiges, spezielles Format, was alle Stadtschreiber dann eben dann machen.

AnniKa von Trier: Und ich wusste nicht, als ich hinkam, was ich schreibe und habe wirklich dann

AnniKa von Trier: den Ort, die Menschen dort und die ganze Geschichte erst entdeckt.

AnniKa von Trier: Ich wusste nicht, dass Prinz Heinrich der kleine Bruder von Friedrich ist,

AnniKa von Trier: also vom Preußenkönig Friedrich.

AnniKa von Trier: Der hatte ein paar Brüder und das war eben einer von denen, Prinz Heinrich,

AnniKa von Trier: der auch mal König von Amerika werden sollte.

AnniKa von Trier: Tatsächlich, also Amerika hat ihm das angeboten und er hat abgelehnt,

AnniKa von Trier: er wollte in Rheinsberg bleiben.

AnniKa von Trier: Und der hatte da sein Lustschloss, war aber schwul, wie Friedrich ja auch und

AnniKa von Trier: musste eben Prinzessin Wilhelmina heiraten, um dieses Schloss zu bekommen.

AnniKa von Trier: Sonst hätte er kein Schloss bekommen, wenn er nicht verheiratet gewesen wäre.

AnniKa von Trier: Also hat er diese schöne, kluge Frau geheiratet. Und dann habe ich,

AnniKa von Trier: als ich da war, festgestellt, da ist so ein Audioguide im Schloss und da sagen

AnniKa von Trier: die, ah, und sie war so unglücklich und er hat sie nicht angeguckt und war schlecht zu ihr und so.

AnniKa von Trier: Da dachte ich, was war da los? Und habe festgestellt, über diese Frau gibt es nichts.

AnniKa von Trier: Die ist, also über andere Prinzessinnen, Königinnen gibt es ja dann auch Literatur,

AnniKa von Trier: Biografien und so. Über die Frau gibt es nichts.

AnniKa von Trier: Und habe angefangen zu forschen.

AnniKa von Trier: Und genau, und habe dann eben einen Text geschrieben, Lust wandeln und bin jeden

AnniKa von Trier: Tag in den Lustgarten gegangen, hab mir eine Führung vom Schlossgärtner geben lassen,

AnniKa von Trier: der die Schlossgärten eben leitet und der hat dann im Nebensatz erzählt,

AnniKa von Trier: ja hier sind ja die beiden Sphinxe,

AnniKa von Trier: Und die hat der Heinrich versetzen lassen. Ja, bei Friedrich lagen die mit dem

AnniKa von Trier: Gesicht zum Tor und Heinrich hat die rumgedreht und auf die Sphinx-Treppe gesetzt.

AnniKa von Trier: Dann habe ich gesagt, warum? Ja, keine Ahnung.

AnniKa von Trier: Und das war dann mein Rätsel, was ich in dieser Zeit lösen wollte,

AnniKa von Trier: warum Prinz Heinrich diese Sphinxen versetzt hat.

Simi Will: Das waren so zwei Löwen, wie man sie sich vorstellt.

AnniKa von Trier: Ja, das sind natürlich Frauen mit großen Busen, mit so einer so wie so Bolesk-Schmuck,

AnniKa von Trier: also Löwinnen, Löwenkörper, aber Brüste und Frauenköpfe.

AnniKa von Trier: Ah, okay. Dann habe ich festgestellt, die haben eine Maske, also die haben,

AnniKa von Trier: die Gesichter sind neu aufgesetzt.

AnniKa von Trier: Also die waren irgendwann mal zerstört und haben ihre neue und so ganz brave

AnniKa von Trier: Gesichter. Also es passt alles nicht zusammen, da gibt es ein Rätsel zu lösen.

AnniKa von Trier: Dann habe ich mir zur Aufgabe gemacht, jeden Tag zu den Zwingsten zu gehen,

AnniKa von Trier: die zu fotografieren und zu gucken, was sich geändert hat. Und jeden Tag hat sich etwas geändert.

AnniKa von Trier: Mal saß ein Franzosenkäfer da, mal eine Gottesanbeterin auf dem Herzen,

AnniKa von Trier: mal war ein Spinnennetz, mal lag Müll da.

AnniKa von Trier: Also immer war irgendwas anderes. Dann die Jahreszeiten haben die verändert.

AnniKa von Trier: Und habe über 2000 Fotos gemacht und am Ende auch das Rätsel gelöst.

Simi Will: Nämlich?

AnniKa von Trier: Naja, das erscheint jetzt in meinem neuen Buch. Wenn ich das erzähle.

Simi Will: Kauft keiner mehr. Ah, Cliffhanger. Cliffhanger. Wie wird das Rheinsberger Buch denn heißen?

AnniKa von Trier: Naja, das ist der Text, den ich da angefangen habe, der dann am Rheinsberger

AnniKa von Trier: Bogen erschien und jetzt das Buch, was jetzt am 30.

AnniKa von Trier: Mai erscheint, im Spiegelsaal Schloss Rheinsberg mit Knut Elstermann in der

AnniKa von Trier: Moderation, der wunderbare Radio 1 Knut Elstermann. Da will ich auch hinkommen.

AnniKa von Trier: Ja, komm bitte. Ja, mach recht. Und der tollste Spiegelsaal mit dem wunderbaren

AnniKa von Trier: Deckengemälde von Antoine Pessne, der Tag, der die Finsternis vertreibt, heißt das Gemälde.

AnniKa von Trier: Oder die Nacht? Nee. Egal, klingt gut. Der Tag vertreibt die Finsternis. Wow.

AnniKa von Trier: Und das Buch heißt dann Lustwandeln oder warum Prinz Heinrich die Sphinx versetzt.

AnniKa von Trier: Und da ist eben dann das Rätsel Lösung mit drin.

AnniKa von Trier: Und es ist mein erstes Fotobuch, weil ich bin jetzt am Fotobearbeiten und habe

AnniKa von Trier: dann immer so mal die Fotos Leuten geschickt und sage, wow.

AnniKa von Trier: Und habe eben Sachen fotografiert, die noch nicht fotografiert wurden.

AnniKa von Trier: Also zum Beispiel dieses Pfingsten waren völlig unbeachtet von der Kunstgeschichte bis dahin.

AnniKa von Trier: Prinzessin Wilhelmine völlig unbeachtet und ich bin sehr stolz,

AnniKa von Trier: weil dieses Jahr ist eben Jubiläum, 300 Jahre Prinz Heinrich.

AnniKa von Trier: Das haben wir am 18. Januar gefeiert, war ich mit im Schlossparktheater da mit

AnniKa von Trier: die Landtagspräsidentin Ulrike

AnniKa von Trier: Liedtke, die ist Schumherrin und der Generaldirektor von Musikkultur.

AnniKa von Trier: Da gibt es ja Musikkultur, Musikakademie, da finden Opern, Festspiele immer

AnniKa von Trier: statt in diesem ganzen Garten im Sommer und viele andere.

AnniKa von Trier: Und ich war als einzige Nicht-Rheinsbergerin, aber als ehemalige Stadtschreiberin

AnniKa von Trier: mit dabei, habe das Projekt vorgestellt.

AnniKa von Trier: Und genau, das ist jetzt eröffnet, dieses Jubiläum. Und da habe ich dann geplant sechs Vorstellungen.

AnniKa von Trier: Ich warte jetzt noch auf Förderzusagen. Eine habe ich schon für das Buch.

AnniKa von Trier: Also das wird auf jeden Fall gemacht.

AnniKa von Trier: Aber dann für die Leseperformance auch an der Sphinxtreppe und im Spiegelsaal.

AnniKa von Trier: Da muss ich jetzt ein bisschen Geduld haben, aber habe positive Aussichten.

Simi Will: Ach schön. Ja. Spannend.

AnniKa von Trier: Ja.

Simi Will: Spannend. Mensch, Annika von Trier.

Simi Will: Das wird bestimmt schon wieder zwei Folgen. Also sieben Uhr,

Simi Will: zwei Stunden. Naja, nee, so lange ist es ja noch nicht.

Simi Will: Ja, Rheinsberg. Das heißt, Rheinsberger Stadtschreiberin war jetzt das letzte

Simi Will: größere Ding. Das ist das aktuellste.

AnniKa von Trier: Nee, das Buch ist jetzt quasi.

Simi Will: Was jetzt als richtiges

AnniKa von Trier: Buch und das aktuelle ist, dass es eben ein Fotobuch ist. Vielleicht kann ich

AnniKa von Trier: es auch mit der Ausstellung noch verbinden. Genau.

AnniKa von Trier: Also das ist jetzt das, was jetzt kommt. Nee, dann war letztes Jahr war,

AnniKa von Trier: Und meine Hörspielpremiere, mein zweites Hörspiel, ich habe zwei Hörspiele gemacht,

AnniKa von Trier: eins über Wipersdorf, über Hanna Höch, Bettine von Arnim und Jenny Marx treffen

AnniKa von Trier: sich als Geister im Schloss Wipersdorf.

Simi Will: Wo ist das?

AnniKa von Trier: Das ist bei Jüterburg.

Simi Will: Aber das gibt es ein real existierendes Schloss.

AnniKa von Trier: Das war das andere Stipendium, also was ich da 2017 hatte eben,

AnniKa von Trier: wo auch das Buch entstanden ist, also die Grundidee des Buches.

AnniKa von Trier: Genau, und da gibt es ein Hörspiel, das heißt Wer wagen jetzt,

AnniKa von Trier: der nichts gewinnt. Wagenitz ist wieder so ein Ortsname. Genau.

AnniKa von Trier: Und das war nominiert für den Hörspielpreis.

Simi Will: Im Osten?

AnniKa von Trier: Ja, alles Brandenburg. Und das war nominiert für den Hörspielpreis der ARD.

AnniKa von Trier: Und dadurch haben alle Sender das übernommen. Also ich habe es für den RBB produziert.

AnniKa von Trier: Also mit dem RBB produziert und dann hat es aber eben auch Deutschlandfunk und

AnniKa von Trier: SWR gesendet und WDR, genau.

AnniKa von Trier: Und das war auch meine Rettung, also weil das war auch in der Corona-Zeit,

AnniKa von Trier: dass ich dann irgendwie diese Hörspielgagen wieder hatte.

AnniKa von Trier: Und jetzt habe ich gemacht, das war genau vor einem Jahr kam das raus,

AnniKa von Trier: im Februar, da war ich zum ersten Mal Regisseurin.

AnniKa von Trier: Also da war ich Regisseurin, Autorin, Komponistin und Sprecherin.

AnniKa von Trier: Auch für den RBB und das heißt es ist eine O-Ton-Hörmontage und heißt Spurensuche Hanna Höch.

AnniKa von Trier: Das ist noch in der ARD Mediathek.

AnniKa von Trier: Und da habe ich, weil ich Hanna Höch so lange schon begleite und mit den Neffen

AnniKa von Trier: befreundet bin, habe ich recherchiert nach ihrer Stimme.

AnniKa von Trier: Ich wollte einfach die Stimmen der Dadaisten finden und zusammenbringen.

AnniKa von Trier: Ich habe gedacht, diese wurden zersprengt vom Nationalsozialismus.

AnniKa von Trier: Die sind alle emigriert, haben sich nie wieder gesehen zum Teil, sind gestorben im Exil.

AnniKa von Trier: Also Laszlo Moinoc ist in Chicago gestorben, 48, Kurt Schwitters in England

AnniKa von Trier: und alle krank geworden, weil sie keine Kunst mehr machen konnten und so.

AnniKa von Trier: Genau, und dann habe ich diese Stimmen gefunden und habe bei den Neffen,

AnniKa von Trier: habe irgendwie nachgedacht, okay, eine Kassette gefunden mit einem Interview,

AnniKa von Trier: was sie 1976 gemacht hat mit einer Französin und das Interview ist abgedruckt,

AnniKa von Trier: das war ihre erste Ausstellung in Paris und das ist im Katalog abgedruckt und

AnniKa von Trier: ich habe gedacht, die konnte kein Deutsch,

AnniKa von Trier: also muss es irgendwie, es gab schon Kassettenrekorder in den 70ern,

AnniKa von Trier: also ist sie mit einer Übersetzerin da in den Garten gefahren und hat das aufgenommen

AnniKa von Trier: und dann transkribiert. Und so war es auch.

AnniKa von Trier: Und diese Kassette, dann habe ich bei den Neffen gefragt, die haben das nie

AnniKa von Trier: angehört, aber das lag halt irgendwo bei ihnen wirklich nur in der Tonkassette.

AnniKa von Trier: Und dann habe ich die besucht in Tübingen und habe mit denen auch Interviews gemacht.

AnniKa von Trier: Und dann stellte sich raus, bei dem Besuch, dass die im Keller noch ein Tonband

AnniKa von Trier: hatten mit Tonbindern, wo sie sich selber aufgenommen hat.

Simi Will: Ist nicht wahr. Also wo sie

AnniKa von Trier: Selber wirklich auch so rum experimentiert mit einem Techniker.

AnniKa von Trier: Was muss ich jetzt machen? Wo muss ich jetzt drücken? Ach, wie toll.

AnniKa von Trier: Rekord? Was soll ich denn jetzt erzählen?

AnniKa von Trier: Also wo man sie einfach so privat hört, dass sie jetzt diese Technik übt.

AnniKa von Trier: Mit 70, also mit Anfang 70 hat sie noch gelernt, Tonband zu bedienen, sich aufzunehmen.

AnniKa von Trier: Und dann habe ich selber auch schneiden gelernt nochmal mit der Vinci.

AnniKa von Trier: Also ich habe auch schon mal geschnitten, aber ich vergesse es dann immer wieder,

AnniKa von Trier: wenn ich es länger nicht mache.

AnniKa von Trier: Und habe eben das vorgeschnitten und dann richtig mit einem tollen Tonmeister

AnniKa von Trier: im RBB fertig gemacht, also gemastert und zusammengebaut.

AnniKa von Trier: Ja, und mein Ziel war einfach, diese ganzen Stimmen, John Hartfield,

AnniKa von Trier: Raul Hausmann, Kurt Schwitters, ja, Hanna Höch natürlich als Hauptfigur,

AnniKa von Trier: also die alle nochmal zusammenzubringen.

AnniKa von Trier: Wie toll. Dass man die einfach alle nochmal hört, so wie das halt dann 1916, 18, 20 gewesen ist.

Simi Will: Ja, aber dann bist du, also ich kriege hier gerade die Tür nicht mehr zu,

Simi Will: dann bist du ja tatsächlich auch eine Kulturhistorikerin.

Simi Will: Ja. Du bist ja, ja, also wenn ich das schon höre, ich werde ja schon nervös,

Simi Will: die ganzen Namen. Klar habe ich Bauhaus, 20er Jahre, Kurzschwitz,

Simi Will: das kenne ich auch oder so.

Simi Will: Aber was du auch an Wissen schon hast, auch über deine Kunst,

Simi Will: die du machst, die sich ja mit den Themen beschäftigt, das ist ein ganz besonderer

Simi Will: Zugang zu den Themen der Kunst, also der Zeit.

AnniKa von Trier: Ja, ich hatte immer eigentlich die neue, die moderne, also die Avantgarde,

AnniKa von Trier: die historische Avantgarde interessiert und die habe ich dann mir wieder zu

AnniKa von Trier: eigen gemacht und auf meine Art eben entweder auf die Bühne gebracht oder ins

AnniKa von Trier: Hörspiel gebracht oder in ein Buch gebracht.

AnniKa von Trier: Also einfach mit so einem eigenen Blick und ich glaube, das ist auch das Besondere

AnniKa von Trier: daran, dass ich da immer wieder auch ein Publikum finde, was denkt,

AnniKa von Trier: ah, so habe ich es aber noch nicht gesehen.

AnniKa von Trier: Und selbst jetzt in Rheinsberg, wo jetzt der Direktor,

AnniKa von Trier: der künstlerische Direktor Jelle Direx auf mich zukam und sagte,

AnniKa von Trier: wissen Sie was, Sie haben doch Wilhelmine und die war doch so unterbelichtet

AnniKa von Trier: jetzt 2021 noch, wir machen die jetzt so stark, wir haben jetzt ein Festival

AnniKa von Trier: der starken Frauen und die machen jetzt,

AnniKa von Trier: weil ich das irgendwann mal angemerkt habe, warum gibt es da nichts über die?

AnniKa von Trier: Und das war eine ganz belesene, die hatte eine Bibliothek von 3686 Büchern, die Frau, am Schluss.

AnniKa von Trier: Und die hat in der Humboldt-Universität gewohnt.

AnniKa von Trier: Also was heute Humboldt ist, war das Berliner Schloss von Prinz Heinrich, wo er aber selten war.

AnniKa von Trier: Und ein Flügel war Prinzessin Wilhelmine und der andere Flügel war Prinz Heinrich,

AnniKa von Trier: der aber ja in Rheinsberg war.

AnniKa von Trier: Und er hat sie dahin verbannt, weil er seine Ruhe haben wollte,

AnniKa von Trier: weil er seine ganzen Liebhaber da hatte in Rheinsberg und sie gestört hat als Frau.

AnniKa von Trier: Naja, und sie hatte eine Riesenbibliothek. Und jetzt machen die halt dieses

AnniKa von Trier: Jahr wirklich so ein Festival der Frauen, Hildegard von Bingen,

AnniKa von Trier: eben Wilhelm Wiene und so.

AnniKa von Trier: Und ja, und es gibt zwei Figuren, es gibt Prinz Heinrich, aber es gibt auch,

AnniKa von Trier: und Wilhelm Wiene ist jetzt gleichwertig auf dem Flyer und als Schachfigur und so.

AnniKa von Trier: Und dann denke ich, ja, okay, das habe ich rausgefunden. Ja,

AnniKa von Trier: mich interessiert das halt auch.

AnniKa von Trier: Mich interessiert auch bildende Kunst und Literatur. Also so bin ich aufgewachsen.

AnniKa von Trier: Das war eigentlich schon hier auch in Trier. Ich bin oft nach Paris gefahren,

AnniKa von Trier: da war ich auf den Spuren von Sartre und Beauvoir, saß im Café Flore. Ja, das war ich auch.

Simi Will: Aber ich war immer nur, weißt du, in den 80ern in Paris, da war man auf dem

Simi Will: Perlachese und hat Jim Morrison am Grab gesessen.

AnniKa von Trier: Wie viele Joints da liegen.

Simi Will: Und da lagen ja noch ganz andere auf diesem Perlachese. Aber da war Feiern angesagt.

Simi Will: Ich kannte mal jemanden, der kannte tatsächlich Simone de Beauvoir.

Simi Will: Und das war irgendwie auch ein Kunsthistorik-Student oder was.

Simi Will: Also kannte ich über den Freund meiner Schwester damals und das war so ein ganz schlauer.

Simi Will: Aber das fand ich damals langweilig. Da war ich 16, 17.

Simi Will: Da stand ich auf, keine Ahnung, bei City Rollers oder so. Nee,

Simi Will: also auf Doors stand ich schon. Nee, aber das so...

AnniKa von Trier: Toll, also wirklich fantastisch. Ja, ich bin wirklich, das bin ich auch meiner Mutter dankbar.

AnniKa von Trier: Also die hat mich eben viel auch in den 80ern schon mit, keine Ahnung, 12, 14, 16 mitgenommen.

AnniKa von Trier: Also zum einen in Woody Allen Filme, in die Flimmerkiste. Kennst du noch die

AnniKa von Trier: Flimmerkiste? Ja klar. Das geniale Kino.

Simi Will: Ich habe mit beiden Söhnen geknutscht. Das waren beides gut aus Sehen die Jungen.

AnniKa von Trier: Okay.

Simi Will: Die waren aber irgendwie keine Ahnung.

AnniKa von Trier: Das kann ich von mir nicht behaupten. Also, dass ich geknutscht habe.

AnniKa von Trier: Nee, aber das war ein großartiges Programmkino. Also so ein Gewinn für Trier.

AnniKa von Trier: Das war, wo jetzt... An der Porta.

Simi Will: Genau, das in diesem Gässchen... Ja, genau. Margarit, nee, Margaritengässchen heißt das nicht, doch.

Simi Will: Es ist jedenfalls da... Also hinter der Karl-Marx-Statue. Genau,

Simi Will: aber da ist jetzt ein sehr guter Vietnamesi drin.

Simi Will: Aber die Flimmerkiste, das war so fantastisch.

AnniKa von Trier: Die Flimmerkiste hat mich meine Mutter mitgenommen, wo die Ellen eben oder Tote

AnniKa von Trier: tragen, keine Karos. Keine Karos.

AnniKa von Trier: Und dann habe ich sogar von der Flimmerkiste das Filmplakat What's up Tiger

AnniKa von Trier: Lily, weil ich mich mal so mit 15 immer so als Tiger Lily verkleidet habe.

AnniKa von Trier: Da habe ich geschenkt bekommen, irgendwie so, als das abgespielt war, der Film.

AnniKa von Trier: Und das zweite war Laurie Anderson, der erste Laurie Anderson Film,

AnniKa von Trier: den habe ich da gesehen. Wow.

AnniKa von Trier: Und das war für mich wirklich, also die war auch so Hero oder ist immer noch großartige.

Simi Will: Laurie Anderson ist immer noch Hero.

AnniKa von Trier: Großartige Frau.

Simi Will: Kommt glaube ich in fünf oder sechs Folgen vor.

AnniKa von Trier: Ja, und die habe ich dann in der Volksbühne bei ihrem Konzert kennengelernt, also in der Garderobe.

AnniKa von Trier: Wow. Und dann haben wir uns so ein bisschen ausgetauscht, hatte ich ihre E-Mail

AnniKa von Trier: und dann habe ich gesagt, ja, ich spiele auch bald in New York.

AnniKa von Trier: Also ich habe regelmäßig ja dann bis 2014 war, glaube ich, meine letzte Premiere.

AnniKa von Trier: Genau, da habe ich mit meinen urbanen Liedern, war auch meine Premiere in New

AnniKa von Trier: York im Gotham Comedy Club.

Simi Will: Wie viele Leute kommen bei so einem deutschen Programm?

AnniKa von Trier: Das war eine, ich habe immer an Orten gespielt, wo deutsches Publikum ist.

AnniKa von Trier: Also die irgendwie mit Deutschland, entweder Goethe-Institut,

AnniKa von Trier: Deutsches Haus von der New York University oder Gotham Comedy Club.

AnniKa von Trier: Das war auch so ein deutscher Club, die dann deutsche Künstler speziell eingegangen haben.

Simi Will: Ja, okay, verstehe.

AnniKa von Trier: Genau. Und das ist dann auch voll. Nee, und dann habe ich ihr geschrieben,

AnniKa von Trier: ja, ich spiele in New York und so meinte sie, ja, ich kann leider nicht,

AnniKa von Trier: ich spiele selber, aber komm doch zu unserem Konzert nach Brooklyn ins Roulette.

AnniKa von Trier: Das war 2011.

AnniKa von Trier: Und dann habe ich gesagt, okay, ja, klar, ein Ticket, ich glaube,

AnniKa von Trier: ich habe ein Ticket hinterlegt oder ich weiß nicht mehr.

AnniKa von Trier: Dann meinte sie, ja, kannst ja nachher in die Garderobe kommen.

AnniKa von Trier: Und dann hat sie mit Lou Reed, John Zorn und sie haben improvisiert.

AnniKa von Trier: Also sie hat nicht ihre Songs gespielt, sondern die haben zu dritt ein Programm

AnniKa von Trier: gehabt und improvisiert.

AnniKa von Trier: Okay, dann habe ich mich dann durchgefragt, wo ist die Garderobe?

AnniKa von Trier: Dann bin ich ja hoch in die Garderobe, das war einmal ein Meter.

AnniKa von Trier: Dann stand ein Sofa, da saß Lou Reed und John Zorn. Ist nicht wahr.

AnniKa von Trier: Und sie stand und dann war noch eine Freundin von ihnen, eine Künstlerin war da.

AnniKa von Trier: Und ich war so...

AnniKa von Trier: Ehrfurchterstarrt. Ich konnte nichts mehr sagen.

AnniKa von Trier: Too many stars for one square matter. Und dann habe ich mich nur mit der Freundin,

AnniKa von Trier: mit der anderen Frau unterhalten und habe die komplett ignoriert.

AnniKa von Trier: Und sie fragte so, wie war denn dein Konzert? Und ich so, ja, ganz gut.

AnniKa von Trier: Aber ich wusste wirklich nicht mehr, was soll ich denn jetzt mit Lurie reden

AnniKa von Trier: oder was soll ich denn jetzt mit Larry Anson sagen.

AnniKa von Trier: Das war wirklich so, kennst du das? Wenn du Leute so lange bewunderst und toll

AnniKa von Trier: findest und dann bist du plötzlich so, stehst du so einen halben Meter vor denen.

Simi Will: Also was ich sonst nicht,

AnniKa von Trier: Also an der Volksbühne hatte ich das nicht. Da war ich echt frech und war ich

AnniKa von Trier: selbst und so und da war plötzlich so.

Simi Will: Oh, das sind ja Ikonen.

AnniKa von Trier: Ja, aber es war trotzdem natürlich großartig, also da irgendwie diesen Kontakt

AnniKa von Trier: und auch menschlich einfach. Und die sind ja dann total down to earth und sowas.

Simi Will: Also Laurie Anderson ist für mich auch so ein idealtypisches Beispiel,

Simi Will: wie man glücklich altert oder wie man…

Simi Will: mit frohem Leben alt geworden ist. Ich habe mit Erich auch in der letzten Folge,

Simi Will: in jeder Folge kommt irgendwann dieses Konzert in Luxemburg, in der Philharmonie.

Simi Will: Ich, zweite Reihe, Laurie Anderson vor mir. Und das war vor vier Jahren.

Simi Will: Ich habe die vorher nie live gesehen.

Simi Will: Aber so, das ist so ein bisschen, das ist so wie, wenn du in New York,

Simi Will: am Anfang habe ich in New York alle gelben Taxis fotografiert.

Simi Will: Alle Skycrapers. Oh, Flatiron.

Simi Will: Ich habe sie alle. Und irgendwann kommst du nach Hause und hast diese riesen,

Simi Will: damals noch ausgedruckten Fotos halt.

Simi Will: Und ja, es sagt gar nichts. Weil du kannst das ja nicht festhalten, diese Stimmung.

Simi Will: Und so ging es mir dann wieder mit Laurie Anderson, dass ich auch gedacht habe,

Simi Will: so wow, also wie in New York.

AnniKa von Trier: Hat sie das gemacht? Weil ich habe sie zuletzt gesehen.

Simi Will: Mit dem Tai Chi am Schluss?

AnniKa von Trier: Ja, das Tai Chi.

Simi Will: Die ganze Philharmonie stand auf. und hat mit Laurie Anderson Taichi-Übungen gemacht.

AnniKa von Trier: Ja, wunderbar. Das hat sie in Berlin auch gemacht. Fantastisch.

AnniKa von Trier: Ich habe sie nämlich auch vor, weiß nicht, zwei, drei Jahren gesehen in ganz

AnniKa von Trier: eigentlich im Theater des Westens.

AnniKa von Trier: Eigentlich ein untypischer Ort, aber es hatte irgendjemand gemietet und wusste,

AnniKa von Trier: dass es wird voll werden.

AnniKa von Trier: Und dann hat sie das gemacht so, wir schreien jetzt alle zusammen. Hat sie das gemacht?

Simi Will: Ja, ja, hat sie gemacht.

AnniKa von Trier: Genau. Und das fand ich großartig und das habe ich ihr geklaut,

AnniKa von Trier: aber sie hat es auch schon von jemand anderem übernommen, hat sie dann irgendwo,

AnniKa von Trier: sagt sie in irgendeinem Video gemacht.

AnniKa von Trier: Und es ist so schön, weil die Leute, ich mache das in meinen Konzerten jetzt

AnniKa von Trier: auch immer, ich habe so einen Song Weltuntergang.

AnniKa von Trier: Danach stehe ich auf und sage so, jetzt schreien wir alle zusammen und die machen

AnniKa von Trier: alle mit. Und es ist eine super Stimmung.

AnniKa von Trier: Und ich fand das so gut, weil sie irgendwie sagt, okay, wer hat in den letzten

AnniKa von Trier: fünf Jahren irgendwie blöde Sachen erlebt?

AnniKa von Trier: Ist jemand gestorben? Hast du deinen Job verloren? Die Wohnung verloren?

AnniKa von Trier: Keine Ahnung, ist die Welt in der Krise.

AnniKa von Trier: Wir schreien jetzt alle mal. Und ich fand das so, ich finde das so super.

Simi Will: Was das auch mit den Leuten dann untereinander macht.

AnniKa von Trier: Ja, auch mit einem selber. Und wenn der ganze Saal, bei ihr sind ja dann ein

AnniKa von Trier: paar hundert oder tausend Leute oder so, wenn der ganze Saal da steht und schreit

AnniKa von Trier: und sagen, ja, es ist nicht okay.

AnniKa von Trier: Ich meine, das können wir machen. Das können wir machen gegen die Politik. Ja, genau.

Simi Will: Aber das ist auch, da bin ich wieder bei Welser, wo ich letztes Mal gesagt habe,

Simi Will: das Haus der Gefühle, ich finde den Titel ein bisschen unglücklich. Nee, eben nicht.

Simi Will: Finde ich eben nicht, weil zuerst fand ich das ein bisschen kitschig.

Simi Will: Aber es ist genau das, weil Welser ja auch durch seinen Infarkt und jetzt nochmal

Simi Will: zu den Basics zurückgeht und sagt, hey, wenn wir die Welt jetzt schon nicht

Simi Will: verändern, ich habe es versucht, dann finden wir aber Glück und Energie,

Simi Will: wenn wir face to face uns wieder einfach zusammentun und gucken,

Simi Will: was nicht verzweifeln, sondern zu gucken, was haben wir hier für einen Status

Simi Will: Quo und von wo ausgehend können wir zusammen Energie bündeln und Dinge tun.

AnniKa von Trier: Ja und nicht in die Schockstarre.

Simi Will: Nicht Schockstarre oder noch schlimmer. Nicht es ist eh alles sowieso zu groß,

Simi Will: sondern das Einfachste ist ja diese Empörung, dieses Empörtsein über Menschen

Simi Will: beschimpfen, die in der Politik sind, die man nicht kennt.

Simi Will: Und das ist erbärmlich und das ist glaube ich, das ist unser Untergang. Wenn wir das zulassen.

AnniKa von Trier: Ja was heißt erbärmlich? Ich glaube die Leute, jeder braucht ja ein Ventil.

AnniKa von Trier: Das ist ja schwer auszuhalten, also ich dosiere auch wirklich Nachrichten, also so.

AnniKa von Trier: Oder wenn ich schreiben will, lasse ich auch Handy aus, Radio aus,

AnniKa von Trier: sonst wenn ich wirklich mich in den Text, in den Inhalt vertiefen will.

AnniKa von Trier: Also es ist ja auch ein Ventil, diese Empörung. Also Empörung ist ja auch grundsätzlich

AnniKa von Trier: erstmal nicht schlecht, empört euch.

AnniKa von Trier: Aber eben auf diese Ressource, aber genau das lustigerweise wurde eben bei diesem

AnniKa von Trier: Vortrag vorgeworfen, dass die Leute gesagt haben, früher haben sie für die große

AnniKa von Trier: Sache gekämpft und so Veränderungen und so. Jetzt sind sie hier im Kleinen.

AnniKa von Trier: Und dann haben die Leute wirklich das Publikum empört, dass er sich jetzt in

AnniKa von Trier: das Private zurückzieht oder in diese kleinen Räume.

AnniKa von Trier: Aber ich meine, das ist was Realistisches. Also erstmal, da kann ja was Großes

AnniKa von Trier: entstehen. Aus diesen ganzen Nischen, die können sich ja vernetzen, darum geht es ja.

Simi Will: Und das sagt er ja auch, dass wir eben keine Zeit haben, dass wir sofort losplärren.

Simi Will: Und man sieht ja auch, und Erich hat in der letzten Folge was Cooles gesagt,

Simi Will: er hat gesagt, das Gute an der Politik in Luxemburg zum Beispiel ist,

Simi Will: natürlich ist es ein kleineres Ding als Deutschland, das ist schon mal das eine,

Simi Will: die haben mehr Geld und müssen sich keine Sorgen machen.

Simi Will: Aber, dass die Systeme der Politik, die Dinge, die in der vorangegangenen Legislaturperiode

Simi Will: irgendwie funktioniert haben,

Simi Will: die werden auch, sei es von einer ganz anderen Parteirichtung,

Simi Will: weitergeführt, siehe ÖPNV oder was sie eben Gutes auch wirklich für gute Dinge da haben.

Simi Will: Die konnten sich ja gerade alle in die Schaukel legen in Luxemburg und müssten

Simi Will: gar nichts mehr machen. Weißt du?

Simi Will: So, und das finde ich dann schon fein. Und das ist auch was aus dem Kleinen

Simi Will: raus und nicht immer, oder auch mit Geduld, nicht nur bashen und was,

Simi Will: der hat ja schon, das war ja schon vor, der hat ja vor drei Jahren was ganz anderes gesagt.

Simi Will: Anstatt zu sagen, hallo, vor drei Jahren hatten wir eine andere Zeit.

Simi Will: Und man muss jedem Menschen auch zugestehen, dass er seine Meinung anpasst einer

Simi Will: Situation, die sich verändert, einer sich verändernden Welt.

AnniKa von Trier: Ja, ich meine, das ist auch so...

AnniKa von Trier: Jemand hat mal gesagt, man ist ja nicht die gleiche.

AnniKa von Trier: Das heißt, du hast eigentlich gar nicht mehr die gleichen Zellen überhaupt im

AnniKa von Trier: Körper, die du vor 20 oder 30 Jahren hast.

AnniKa von Trier: Man muss sich gar nicht so festlegen auf das, was man war oder sowas,

AnniKa von Trier: sondern man ist ja ständig, man kann sich ständig verändern.

AnniKa von Trier: Man ist ja ständig auch, genau.

Simi Will: Im Idealfall.

AnniKa von Trier: Man kann sich auch eine große Couch kaufen.

Simi Will: Ein Eigenheim bauen und konsumieren. Das ist eine Wahl.

AnniKa von Trier: Es ist eine Wahl. Wir haben die Wahl.

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