Dazwischen mit Stefanie Schmeink
Shownotes
Okay, ich gebe zu. Ich war aufgeregt. Weil ich mich nämlich für Kunst begeistern kann wie für fast nichts anderes. Und weil da jetzt endlich was passiert in dieser Stadt, was ich mir schon lange gewünscht habe. Stefanie Schmeink kommt aus Neuwied, hat Sozialpädagogik studiert – weil die Eltern das so wollten – hat dann doch Malerei studiert, dann Kunsttherapie, dann noch mal alles, was mit Wirksamkeit von Kunst zu tun hat. Und arbeitet heute im Ludwig-Museum Koblenz in der Kunstvermittlung, malt in einem umgebauten Swimmingpool und kuratiert jetzt die erste Rheinland-Pfalz-Triennale. Einfach so. Weil jemand muss es ja machen. Wir reden über:
- Was die Rheinland-Pfalz-Triennale überhaupt ist – und warum Trier als erste Stadt ausgewählt wurde, sie auszurichten
- Zwölf Orte, 53 Künstlerinnen und Künstler, 150 Werke – von Installation über Performance bis Dokumentarfilm im Broadway-Kino. Und ein Kunstkiosk an der Südallee. Wusstet ihr, dass es den gibt?
- Zeitgenössische Kunst in den Weltkulturerbe-Bauten – im Amphitheater, in den Kaiserthermen, im Dom. Ein Novum. Und zwar ein großes.
- Warum Kunst und Demokratiebildung dasselbe sind – und warum ein Kandinsky-Gemälde einen ganzen Schultag über Demokratie ersetzen kann
- Was Kunst mit Leerständen macht und was Leerstände mit einer Stadt machen – und warum die Gentrifizierung von Neukölln damit angefangen hat, dass ein Kunsthistoriker gesagt hat, lasst uns mal was machen
- Wie man als Künstlerin mit drei Kindern, einem Swimmingpool-Atelier und dem Anspruch, das eigene Leben als Kunstwerk zu begreifen, irgendwie auch noch die Miete bezahlt
- Und warum das alles – Triennale, Kunst, Trier – nur der Anfang ist. In drei Jahren kommt die nächste Stadt dran.
Alle Infos zur Triennale: einfach Rheinland-Pfalz-Triennale googeln, da findet ihr alles. Tickets: Tagesticket 19 Euro, Wochenende 29 Euro, Dauerkarte für die ganzen fünf Wochen 95 Euro. Führungen extra für 6 Euro, aber maximal 25 Personen – also schnell sein. Wann: 24. April bis 31. Mai 2026, Mittwoch bis Sonntag. Ich hole mir die Dauerkarte. Das sage ich jetzt schon mal öffentlich.
🎙️ Dazwischen – mit Simi Will. Immer und überall hörbar.
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Stefanie Schmeink: Im Amphitheater stellen wir aus und in den Kaiserthermen und im Dom ja auch.
Stefanie Schmeink: Und dass wir jetzt mit der zeitgenössischen Kunst in die alten Weltkulturerbe-Bauten rein dürfen.
Stefanie Schmeink: Es war da natürlich auch total wichtig, dass da nicht irgendwas hinkommt,
Stefanie Schmeink: sondern dass die Kunst, die da ausgestellt wird, auch mit dem Ort irgendwie zu tun hat.
Stefanie Schmeink: Durch den Blick der verschiedenen künstlerischen Positionen,
Stefanie Schmeink: weil neue Perspektiven gezeigt werden,
Stefanie Schmeink: neue Schwerpunkte gelegt werden auf bestimmte Muster oder auf bestimmte Farben
Stefanie Schmeink: oder auf bestimmte Themen, wo man sonst vielleicht gar nicht drauf gekommen
Stefanie Schmeink: wäre. Man sieht die alten,
Stefanie Schmeink: Trier hat ja unheimlich viel schon auch zu bieten, ohne dass da Kunst ist.
Stefanie Schmeink: Aber mit Kunst kriegt das eben eine ganz andere Art von Lebendigkeit und Zeitgenössigkeit.
Simi Will: Hallo zusammen draußen an den Endgeräten. Willkommen zu der neuen Ausgabe des Dazwischen-Podcasts.
Simi Will: Heute geht es um, wie soll es anders sein, die Kunst.
Simi Will: Mein Lieblingsthema, denn ich
Simi Will: bin, wie ihr wisst, das Feuilleton unter den Podcasts der Mosel-Region.
Simi Will: Heute sitzt mir hier gegenüber eine der wichtigsten des großen,
Simi Will: großen Triennale Rheinland-Pfalz-Festivals.
Simi Will: Kann man das so sagen?
Simi Will: Sie wird mich da gleich korrigieren. Ich stelle sie einfach mal vor.
Simi Will: Heute sitzt mit mir eine der Kuratorinnen der Rheinland-Pfalz-Triennale 2026.
Simi Will: Es ist eine Weltpremiere, glaube ich, zu wissen. und es sind irre viele Künstler
Simi Will: dabei, ganz viele Orte in Trier, um Trier und so weiter und so fort.
Simi Will: Dazu werden wir aber jetzt mehr erfahren.
Simi Will: Hallo, herzlich willkommen, Stefanie Schmeick.
Stefanie Schmeink: Ja, hallo, vielen Dank für die Einladung. Vielen Dank, dass ich hier sein darf.
Simi Will: Selbstverständlich. Du bist von Hause aus, bist du Kunsthistorikerin oder einfach
Simi Will: Künstlerin? Wie kamst du dazu?
Stefanie Schmeink: Also ich nenne mich Künstlerin, ich habe Malerei studiert, ich bin Künstlerin,
Stefanie Schmeink: habe ein Atelier in Neuwied, ich komme aus der Malerei,
Stefanie Schmeink: mache aber auch Performance und Zeichnung, Lyrik, bin also eigentlich ziemlich
Stefanie Schmeink: breit aufgestellt mit meiner Kunst.
Stefanie Schmeink: Hatte aber, also ich bin eigentlich unter Künstlerinnen schon irgendwie auch
Stefanie Schmeink: speziell, weil ich schon ganz früh eigentlich, was mich besonders interessiert
Stefanie Schmeink: hat immer, war die Wirksamkeit von Kunst.
Stefanie Schmeink: Was macht eigentlich Farbe und Form? Wie geht das eigentlich?
Stefanie Schmeink: Da war mein erster Berufswunsch damals, mit 15 habe ich gedacht, ich werde Grafikerin.
Stefanie Schmeink: Dachte dann aber, mach so Werbung, verkaufst den Leuten dann irgendwie Sachen.
Stefanie Schmeink: Und ich würde wahrscheinlich einfach, weil es so toll ist, auch für Sachen Werbung
Stefanie Schmeink: machen, die ich eigentlich nicht bewerben möchte. Und man hat einfach...
Stefanie Schmeink: Man kann auch ganz schön manipulieren. Gute Werbung ist einfach unheimlich stark.
Stefanie Schmeink: Und gute Kunst eben auch. Ich wollte immer schon die Kunst so einsetzen,
Stefanie Schmeink: dass sie zum Wohle der Menschheit ist.
Stefanie Schmeink: Und das ist jetzt ein langer Weg dann von mir gewesen, dass ich Sozialpädagogik
Stefanie Schmeink: studiert habe, weil meine Eltern nicht wollten, dass ich irgendwas mit Kunst
Stefanie Schmeink: mache. Macht was anständiges.
Simi Will: Macht was Gescheites. Ja, sicher.
Stefanie Schmeink: Habe dann aber alles abgegrast, was irgendwie mit kreativen Angeboten,
Stefanie Schmeink: mit Kunst, Kunsttherapie, Kunstpädagogik zu tun hatte.
Stefanie Schmeink: Meine Diplomarbeit auch zu dem Thema dann geschrieben.
Stefanie Schmeink: Viele Praktika schon in der Kunsttherapie gemacht. Und habe dann aber dann doch
Stefanie Schmeink: noch auch Malerei studiert an der Allerhandeshochschule in Alfter.
Simi Will: In wo?
Stefanie Schmeink: In Alfter, das ist bei Bonn.
Simi Will: Ah, okay.
Stefanie Schmeink: Das ist eine Hochschule, die dann auch die staatliche Anerkennung bekommen hat
Stefanie Schmeink: in der Zeit, als ich da studiert habe.
Stefanie Schmeink: Also das war dann irgendwie ein großer Transformationsprozess da auch.
Stefanie Schmeink: Und da auch da, dann habe ich umgekehrt quasi immer alles, was so auch Richtung
Stefanie Schmeink: Wirksamkeit, Therapie, Pädagogik geht.
Stefanie Schmeink: Ich habe also mich viel dann damit beschäftigt, was kann Kunst,
Stefanie Schmeink: wie geht das eigentlich?
Simi Will: Das ist ja auch mal mein Thema. Ich zeichne selbst maximal Kopfhüßler.
Simi Will: Ich bin total unbegabt, aber Kunst und Kultur und Pädagogik sind für mich untrennbar
Simi Will: miteinander verbunden. Das ist einfach...
Stefanie Schmeink: Und das ist für mich auch, das ist wirklich, dafür brenne ich,
Stefanie Schmeink: ich brenne dafür, das auch zu den Menschen zu bringen.
Stefanie Schmeink: Habe aber dann gemerkt, ich habe auch Kunsttherapie auch noch studiert und da
Stefanie Schmeink: wirklich dann alles abgegrast, um auch kulturgeschichtlich zu gucken,
Stefanie Schmeink: wie ist das eigentlich, welche Formen wurden wann, wie, wofür benutzt.
Stefanie Schmeink: Und auch irgendwie mit dem Ziel, kann man Kunst sogar so weit treiben,
Stefanie Schmeink: dass man sie wie ein Medikament nutzen kann. Also ganz konkrete Forschungen
Stefanie Schmeink: habe ich da gemacht zu bestimmten Formen, zu bestimmten Medikamenten, Krankheiten.
Stefanie Schmeink: Ja, was kann man da machen? Wie kann ich malen für andere, für Räume, für Menschen?
Stefanie Schmeink: Also ja, das sind so die Dinge, die mich total interessieren,
Stefanie Schmeink: wobei ich auch sehr gerne mit Menschen arbeite. Ja.
Stefanie Schmeink: Dass ich doch immer auch wieder am liebsten den Patienten den Pinsel aus der
Stefanie Schmeink: Hand genommen hätte. Und ich will auch.
Stefanie Schmeink: Also das ist natürlich dann nicht unbedingt die allerbeste Voraussetzung.
Stefanie Schmeink: Also ich begleite total gerne auch Prozesse bei anderen, aber habe in mir so
Stefanie Schmeink: einen starken Drang, dass ich selber schöpfrisch bin.
Simi Will: Meist du gegenständlich?
Stefanie Schmeink: Wie kann ich mir das vorstellen? Also oft kann man etwas erkennen auf meinen Bildern.
Stefanie Schmeink: Ich arbeite sehr thematisch. So wie andere Romane schreiben,
Stefanie Schmeink: so habe ich bestimmte Themenreihen eigentlich.
Stefanie Schmeink: Wie Frauen im Goldgrund war mal so eine Reihe. Da habe ich mich eben mit den
Stefanie Schmeink: Frauen in der Bibel beschäftigt. Wie das eigentlich mal angelegt war.
Stefanie Schmeink: Und was daraus geworden ist. Was ist gut und böse.
Simi Will: Und warum die Frauen an allem schuld sind.
Stefanie Schmeink: Ja, das Ganze ist ein unheimlich großes Thema. Aber auch da,
Stefanie Schmeink: was sind die Ressourcen?
Stefanie Schmeink: Was ist eigentlich möglich? auch die Mystikerinnen und so haben mich in so Porträts
Stefanie Schmeink: eigentlich gemalt, die man auch oft, wo man Menschen darauf erkennen kann.
Stefanie Schmeink: Eigentlich seit vielen Jahren ist so ein Schwerpunkt von mir Pflanzen,
Stefanie Schmeink: Pflanzenzeichnungen, lebendige Systeme zu malen, Ökosysteme.
Stefanie Schmeink: Dieses Lebendige, also wie das miteinander geht, ist ein Riesenthema für mich,
Stefanie Schmeink: auch als soziale Plastik, also auch mit Menschen.
Stefanie Schmeink: Und da auch, ich habe ein Projekt, das heißt Nature Network,
Stefanie Schmeink: wo ich mir mit Menschen zeichne, Pflanzen zeichne und daraus wie Ökosysteme
Stefanie Schmeink: dann wieder auch erstelle mit den Pflanzen, die eben die Menschen gemalt haben.
Stefanie Schmeink: Weil ich denke, die Natur, die Pflanzen sind ein unglaublich lebendiges und
Stefanie Schmeink: kraftvolles System, von dem wir uns viel abgucken können.
Stefanie Schmeink: Wie man miteinander umgehen kann, auch wieder Demokratiebildung.
Stefanie Schmeink: Wie die so miteinander agieren. Die sorgen für sich selbst, aber sorgen auch für ihr Umfeld.
Stefanie Schmeink: Die ganzen Mikrosysteme, die dazugehören, die Pilze, die Kulturen.
Stefanie Schmeink: Das ist ein riesiges System, so ein Ökosystem. Und das finde ich faszinierend.
Stefanie Schmeink: Oder eben ganz konkret Heilpflanzen zu malen.
Stefanie Schmeink: Ist eine gemalte Heilpflanze, wie kann ich das machen, dass es eine Wirkung
Stefanie Schmeink: hat, kann das eine Wirkung haben auf die betrachtenden Menschen?
Stefanie Schmeink: Also das sind so Sachen, die mich als Künstlerin sehr faszinieren,
Stefanie Schmeink: an denen ich forsche und arbeite und natürlich immer auch mich frage,
Stefanie Schmeink: was hat das mit mir zu tun?
Stefanie Schmeink: Also ich auch als Mensch, als Person, viel ein- und aussteige in meine Bilder,
Stefanie Schmeink: mich selbst betrachte, aber dann eben auch im Malprozess, während des Zeichnens,
Stefanie Schmeink: eben dann ganz eintauche. Was brauchst du dafür?
Simi Will: Wie lebst du? Lebst du deswegen in Neuwied? Nein, aber ich denke mir,
Simi Will: für mich ist so Hingabe an ein Können oder Hingabe an was Kreatives,
Simi Will: hat ja auch immer mit Geduld zu tun,
Simi Will: mit dem in sich ruhen, mit sich konzentrieren können.
Simi Will: Und ich bin immer mittendrin, ob in Neukölln oder in Trier, ich bin immer eher mittendrin.
Simi Will: Und wenn ich nicht mittendrin bin, dann bin ich platt und erhole mich.
Simi Will: Und für mich ist immer so die Vorstellung, ja gut, wenn du Künstler bist,
Simi Will: stehst du da morgens auf oder wenn du ein Werk hast, bist du wahrscheinlich dauernd dran.
Simi Will: Aber wie lebst du, dass du das umsetzen kannst?
Simi Will: Also du musst ja auch irgendwie deine Miete bezahlen, du musst,
Simi Will: weiß nicht, hast du Kinder, die müssen was anziehen.
Stefanie Schmeink: Also ich trenne das auch gar nicht. Also ich sehe wirklich den Kunstbegriff
Stefanie Schmeink: für mich so weit, dass ich mein Leben als künstlerischen Akt auch erlebe.
Stefanie Schmeink: Also natürlich ist es ein hoher Anspruch, dem ich auch natürlich nicht immer gerecht werden kann.
Stefanie Schmeink: Ich habe drei Kinder und bin verheiratet.
Stefanie Schmeink: Und also lebe mit meiner Familie in Neuwied.
Stefanie Schmeink: Wir haben ein sehr großes Haus. Ich habe also im Haus einen ehemaligen Pool,
Stefanie Schmeink: in dem ich arbeite. Da ist also mein Atelier.
Stefanie Schmeink: Ich arbeite wirklich da unten in der Tiefe im Swimmingpool umgebaut als Atelier.
Stefanie Schmeink: Und das ist für mich ganz großartig. Ich kann da auch wirklich eintauchen dann
Stefanie Schmeink: in meine Kunst. Bin zu Hause.
Stefanie Schmeink: Und das war für mich immer auch wichtig, dass ich das miteinander vereinbaren kann.
Stefanie Schmeink: Also dass ich das mit meinen Kindern, mit meiner Familie vereinbaren kann,
Stefanie Schmeink: sodass es gleichzeitig geht.
Stefanie Schmeink: Ich glaube, das war auch ein Grund, warum ich irgendwann zu diesen lebendigen Systemen gekommen bin.
Stefanie Schmeink: Weil so schwierige Themen, die ich vielleicht während der Ausbildung und nachher
Stefanie Schmeink: dann gemacht habe, als ich noch keine Kinder hatte, Schmerzthemen.
Stefanie Schmeink: Ich habe eine große Serie über Schmerz oder über Missbrauch,
Stefanie Schmeink: was ich für jemand anderen, also für ein behindertes Mädchen,
Stefanie Schmeink: habe ich eine große Serie immer gemalt.
Stefanie Schmeink: Da habe ich gemerkt, das geht irgendwie nicht, wenn das in diesem Haus jetzt stattfindet.
Stefanie Schmeink: Ich möchte auch Ressourcen schaffen und möchte auch Kraft erleben und auch weitergeben können.
Stefanie Schmeink: Und erlebe mich da schon auch als Teil eines ganzen Systems.
Stefanie Schmeink: Wo ich eben das möglichst selber auch mitgestalten will.
Stefanie Schmeink: Deshalb finde ich das auch mit der Kuration total spannend, weil das natürlich
Stefanie Schmeink: für mich auch ein künstlerischer Akt ist.
Simi Will: Natürlich.
Stefanie Schmeink: Ja, weil das eben auf einer anderen Ebene das alles nochmal wieder zusammenbringt.
Stefanie Schmeink: Also Räume gestalten, aber auch mit Menschen umgehen, mit den Werken umgehen,
Stefanie Schmeink: die zusammenzuführen, wie geht das eigentlich, wie gehe ich mit den Persönlichkeiten
Stefanie Schmeink: auch der verschiedenen Menschen um.
Stefanie Schmeink: Das ist natürlich, also meine ganze Ausbildung hat mich ja auch dahin gebracht,
Stefanie Schmeink: dass ich unheimlich viel wahrnehmen
Stefanie Schmeink: kann, dass ich Menschen irgendwie lesen kann, wenn ich die sehe.
Stefanie Schmeink: Also natürlich nicht immer und alle, aber...
Stefanie Schmeink: Man lernt das natürlich. Nicht nur die Bilder lesen, sondern auch Menschen lesen,
Stefanie Schmeink: das gehört dann so zusammen und das ist Wahrnehmungsschulung und Einfühlungsvermögen.
Stefanie Schmeink: Das sind die Dinge, die für mich super spannend und elementar sind für mein
Stefanie Schmeink: Leben und für meine Kunst. Vor solchen Menschen wie.
Simi Will: Mir zum Beispiel. Wie schützt du dich?
Simi Will: Also ich kann das total nachvollziehen. Also wir sitzen uns hier gegenüber,
Simi Will: ich sehe dir dabei zu, wie du mit mir sprichst und ja, ich kann dir zuhören
Simi Will: und folgen und denke aber sofort,
Simi Will: wow, wenn dein ganzes Leben, wenn du sagst, dein ganzes Leben begreifst du als Kunst.
Simi Will: So ist es nachvollziehbar, aber das kostet ja auch wahnsinnig viel Kraft.
Simi Will: Also dieses Einfühlungsvermögen. Also ich bin nur sozialarbeiterisch tätig und
Simi Will: muss zwischendrin echt auf die Couch, weil mir das schon reicht.
Simi Will: An, weil ich glaube, ich bin auch so ein bisschen übersensibel,
Simi Will: also so überempfindlich sagt meine Mutter immer.
Simi Will: Und auch aus so Gründen des Selbstschutzes oder weil ich das einfach so gelernt habe.
Simi Will: Ich wollte immer Kontrolle, ich bin Kontrollfreak gewesen immer und schöpfe
Simi Will: jetzt Energie aus den Momenten, wo es mir gelingt, die Kontrolle loszulassen.
Simi Will: Aber das sind so Lerneffekte und ich habe mich auch immer sehr psychologisch
Simi Will: interessiert und auch selbst ganz viele Therapien gemacht, um alles kennenzulernen
Simi Will: und so weiter und so fort.
Simi Will: So wie du das beschreibst, denke ich zuerst zufällig, wie cool.
Simi Will: Weil man braucht ja auch eine Umgebung, die irgendwie schön ist oder wo man
Simi Will: sich wohlfühlt oder wo du bestimmte Empfindungen hast.
Simi Will: Ich könnte ja in meinem Pubertät-Teenie-Zimmer, da hätte ich nie kreativ sein
Simi Will: können, weil es einfach eng war und so.
Simi Will: Aber mir stellt sich dann auch die Frage,
Simi Will: Es ist kein leichter Lebensentwurf, den du dir da ausgeguckt hast.
Simi Will: Also ist immer mit Arbeiten am Selbst auch verknüpft, wie mir scheint.
Simi Will: Und sich auch immer weiterentwickeln.
Simi Will: Aber auch, wovon lebst du? Ist dann die nächste Frage.
Stefanie Schmeink: Also das sind ja dann eigentlich zwei Themen. Also ich hätte mir das früher
Stefanie Schmeink: auch nicht vorstellen können, dass ich mal so den Weg gehen würde.
Stefanie Schmeink: Weil das natürlich, das war ja kein vorgegebener Weg. Das kam ein bisschen auch
Stefanie Schmeink: aus der Not heraus, weil ich so bin, wie ich bin, habe ich gemerkt,
Stefanie Schmeink: ich muss diese Dinge tun.
Stefanie Schmeink: Ich habe zwischendurch gedacht, wenn ich es nicht tue, dann werde ich krank,
Stefanie Schmeink: also muss ich, also muss ich.
Stefanie Schmeink: Ich habe das große Glück, dass ich nicht allein von der Kunst leben muss.
Stefanie Schmeink: Dadurch, dass ich in einer Beziehung lebe, in einer Ehe, durfte ich viel Zeit zu Hause verbringen.
Stefanie Schmeink: Und wir hatten trotzdem ein Einkommen. Das ist für mich unheimlich eine super Chance gewesen.
Stefanie Schmeink: Mein Mann unterstützt das sehr. Er ist einer meiner großen Supporter,
Stefanie Schmeink: der immer sagt, Stefanie, mach das, mach das, mach das.
Stefanie Schmeink: Der findet das gut. Und dadurch nehme ich mir das heraus, dass ich das so mache.
Stefanie Schmeink: Wir waren dadurch dann natürlich monetär, also finanziell nie so ganz toll aufgestellt.
Stefanie Schmeink: Haben gesagt, okay, wir haben ein tolles Haus. Wir machen halt dann zu Hause
Stefanie Schmeink: Urlaub oder einfach Urlaub.
Stefanie Schmeink: Aber wir haben natürlich einen ganz anderen Reichtum dadurch.
Stefanie Schmeink: Weil, also, was hat man von viel Geld, wenn man nicht glücklich ist oder krank oder sonst wie.
Stefanie Schmeink: Natürlich hat man nicht immer das Glück, dass es dann so aufgeht.
Stefanie Schmeink: Es gibt keine Garantie für gar nichts.
Stefanie Schmeink: Und auch für mich, also ich musste das erstmal begreifen, dass ich so sensibel
Stefanie Schmeink: bin und dass es auch nicht nur schlimm ist, sondern dass es ja auch eine Qualität
Stefanie Schmeink: hat und wie ich dann damit umgehen kann.
Stefanie Schmeink: Ja und jetzt ich finanziere mich auch dadurch, dass ich im Museum arbeite, in Koblenz.
Stefanie Schmeink: Im Ludwig-Museum arbeite ich in der Vermittlung.
Stefanie Schmeink: Und das ist natürlich auch gut, da kann ich vieles machen. Ich tauche nicht
Stefanie Schmeink: so tief ein wie in die Therapie.
Stefanie Schmeink: Bin direkt an der Kunst und habe direkt mit Menschen zu tun und darf an den
Stefanie Schmeink: Kunstwerken mit den Menschen arbeiten, das ist großartig.
Stefanie Schmeink: Das ist super. Dann habe ich auch das Glück, dass ich immer mal wieder was verkauft
Stefanie Schmeink: habe oder verkaufe oder auch eine Performance, die mal ein bisschen Geld bringt
Stefanie Schmeink: oder so. Kommt eins zum anderen.
Stefanie Schmeink: Jetzt sind die Kinder aus dem Gröbsten raus.
Simi Will: Wie alt sind die?
Stefanie Schmeink: Die Jüngste ist jetzt 17.
Simi Will: Wie alt bist du denn?
Simi Will: Okay, ich bin noch nicht so weit. Ich habe noch keinen Kinderwunsch.
Simi Will: Nein, aber dadurch, dass ich
Simi Will: nie einen Kinderwunsch hatte, ist es bei mir immer so, stimmt ja, klar.
Simi Will: Die Kinder werden ja jetzt auch schon alle ganz alt, wenn ich welche hätte,
Simi Will: noch älter, viel älter. Die Jüngste ist 17.
Stefanie Schmeink: Genau, die Älteste ist 25. und so hatte ich jetzt natürlich lange auch tolle
Stefanie Schmeink: Jahre mit den Kindern und jetzt fliegen die aber so langsam aus und jetzt finden
Stefanie Schmeink: sie es auch gut, dass die Mama Künstlerin ist.
Simi Will: Das hatten sie nicht immer gut?
Stefanie Schmeink: Ich habe schon, ich wollte nicht so eine ganz flippige Mutter sein,
Stefanie Schmeink: wo die Kinder sich für Schäme-Kinder wollen, oft irgendwie so eine normale Mama
Stefanie Schmeink: haben und ich habe mich bemüht in meinem Rahmen.
Stefanie Schmeink: Da war ich aber auch authentisch, klar. Also ich habe mich nicht verbogen.
Stefanie Schmeink: Ja, das ist schon ein großes Ziel für mich, dass ich authentisch bin.
Stefanie Schmeink: Das ist eigentlich das, wo ich denke, die Kunst ist eigentlich eine Spur meines Lebens.
Stefanie Schmeink: Weil das durfte ich ja dann auch, in der Kunsttherapie sieht man es ja auch,
Stefanie Schmeink: jedes Bild, alles ist immer eine Spur des Menschen und man sieht in jedem Bild den Menschen.
Stefanie Schmeink: Man sieht, wie der Pinsel aufgedrückt ist, wie der Strich ist,
Stefanie Schmeink: was mit dem Menschen los ist.
Stefanie Schmeink: Und natürlich, wenn ich an mir selber arbeite, kann ich auch dementsprechend
Stefanie Schmeink: die Bilder oder meine Kunst machen.
Stefanie Schmeink: Und das ist so ein Ideal von mir, dass ich eigentlich an mir arbeite und dadurch
Stefanie Schmeink: dann meine Kunst auch meine Kunst eben wird.
Simi Will: Ja, klingt toll. Ich nenne jetzt aber ganz schnell nochmal den Namen.
Simi Will: Wer war denn die Frau? Ich bin schon wieder, ich dachte, ah ja,
Simi Will: okay, machen wir heute mal ein bisschen hier die Kunst-Triennale,
Simi Will: die erste in Trier, ist ja auch legendär, toller Aufhänger, ich freue mich riesig
Simi Will: drauf und ich bin sehr froh, dass du gekommen bist,
Simi Will: weil wir sind uns tatsächlich begegnet auch.
Stefanie Schmeink: Wir waren auf einer Vernissage. Genau, und dann hat mir jemand erzählt.
Simi Will: Die ist wichtig hier für die Kunst, die Macht-Triennale. Was ist die Rheinland-Pfalz-Triennale?
Stefanie Schmeink: Ja, du hast schon ganz richtig gesagt, Weltpremiere ist natürlich so.
Stefanie Schmeink: Also es ist eine Premiere, nämlich die erste Rheinland-Pfalz-Triennale.
Stefanie Schmeink: Es ist eine Landeskunstaufstellung, Landeskunstshow.
Stefanie Schmeink: Und das Besondere daran ist, dass wir ganz Trier bespielen werden. Wir fangen am 24.
Stefanie Schmeink: April an, da ist die Vernissage, und werden zwölf verschiedene Orte und öffentliche Räume bespielen.
Stefanie Schmeink: 53 verschiedene Künstler und Künstlerinnen aus Rheinland-Pfalz.
Stefanie Schmeink: Also aus ganz Rheinland-Pfalz.
Simi Will: Das sind nicht nur Trierer Künstler.
Stefanie Schmeink: Ja, richtig. Wir haben auch einige Künstler und Künstlerinnen aus Trier.
Stefanie Schmeink: Aber diese Rheinland-Pfalz-Triennale ist wirklich offen gewesen oder offen für
Stefanie Schmeink: alle Künstler und Künstlerinnen,
Stefanie Schmeink: die in Rheinland-Pfalz geboren sind oder die hier studiert haben oder die hier leben.
Stefanie Schmeink: Also ihr Atelier hier haben ihren ersten Wohnsitz.
Stefanie Schmeink: Die konnten sich alle bewerben und wir hatten viele Bewerbungen.
Stefanie Schmeink: 500 Bewerbungen hatten wir.
Simi Will: 500 Einsendungen quasi sozusagen. Wie kam es dazu?
Simi Will: Wie kam es überhaupt zu dieser Idee, mal eine große, also eine stadtweite Kunstmesse quasi zu machen?
Simi Will: Oder Kunst, was ist es? Es ist keine Messe.
Stefanie Schmeink: Ja, also es gab in Rheinland-Pfalz schon verschiedenste Formen von Landeskunstausstellungen
Stefanie Schmeink: und tatsächlich in den Anfängen,
Stefanie Schmeink: oder ich weiß nicht, ob es die Anfänge waren, 80er, 90er Jahre,
Stefanie Schmeink: es gab eine Kunstmesse auch schon mal und daraus ist aber dann irgendwann die Flux vor Art geworden.
Stefanie Schmeink: Das war schon auch ein großes Format.
Stefanie Schmeink: Alle zwei Jahre Flux vor Art. Also Flux für Fließen, weil ja alles fließt,
Stefanie Schmeink: vor für vier Orte und Art für Kunst.
Stefanie Schmeink: Und das war eigentlich so angelegt, dass immer an vier verschiedenen Orten in
Stefanie Schmeink: Rheinland-Pfalz Kunst gezeigt wird.
Stefanie Schmeink: Das war eigentlich von der Idee her schon ganz gut. Auch ähnliche Ausschreibungen, die Adressaten.
Stefanie Schmeink: Aber letztendlich wurde keine einzige Ausstellung so gemacht,
Stefanie Schmeink: dass es wirklich vier gleichzeitig gab an vier verschiedenen Orten,
Stefanie Schmeink: sondern das hat man gar nicht geschafft, die Orte zu bespielen.
Stefanie Schmeink: Dann kam ja auch noch Corona dazwischen.
Stefanie Schmeink: Und letztendlich war es dann gar nicht so einfach. Und ja, wir haben dann gemerkt,
Stefanie Schmeink: also wir, ich sag mal, bevor ich jetzt weitererzähle, wie das überhaupt kam.
Simi Will: Genau, das muss ja einer die Idee gehabt haben.
Stefanie Schmeink: Wer eigentlich wir hier sind, also dass ich jetzt hier überhaupt sitze,
Stefanie Schmeink: bevor ich jetzt erzähle, was die Triennale jetzt eigentlich ist hier in Trier.
Stefanie Schmeink: Wie es dazu kam, ist nämlich schon auch interessant.
Stefanie Schmeink: Ich bin hier jetzt als Kuratorin.
Stefanie Schmeink: Es ist eigentlich eine Veranstaltung des Ministeriums von Rheinland-Pfalz.
Stefanie Schmeink: Die haben den Auftrag gegeben an den BBK Rheinland-Pfalz. BBK ist der Berufsverband
Stefanie Schmeink: Bildender Künstler und Künstlerinnen in Rheinland-Pfalz.
Stefanie Schmeink: Dieser Berufsverband, da bin ich im Vorstand, wir sind dafür zuständig,
Stefanie Schmeink: diese Rheinland-Pfalz-Triennale auszurichten.
Stefanie Schmeink: Wir bekommen also die Gelder vom Ministerium und...
Stefanie Schmeink: Wir haben dann gedacht, jetzt machen wir mal was richtig Großes,
Stefanie Schmeink: mal was Neues und wir bespielen nur einen Ort und den dann aber so richtig.
Stefanie Schmeink: Sodass es richtig wummert und richtig viel los ist.
Stefanie Schmeink: Dass wir wirklich in der einen Stadt
Stefanie Schmeink: alles zusammensuchen, was irgendwie künstlerisch bespielt werden kann.
Stefanie Schmeink: Von eben ganz klassischen Kunstorten wie Museen, über Kirchen,
Stefanie Schmeink: über Freistände, also Lehrstände.
Simi Will: Da haben wir ja einiges zu bewegen.
Simi Will: Das heißt, an einem Ort meint jetzt, an einer Stadt zu bündeln.
Stefanie Schmeink: Eine Stadt richtig zu bespielen und dann auch wirklich zu gucken, was gibt es da schon.
Stefanie Schmeink: Wir haben eine Ausschreibung, wir haben Orte angeschrieben, wir haben Werbung
Stefanie Schmeink: gemacht, natürlich auch mit dem Kulturdezernenten zusammengesessen,
Stefanie Schmeink: überlegt, wie kann es am besten gehen, wie erreichen wir die Menschen hier in Trier.
Stefanie Schmeink: Und haben natürlich auch schon im Vorfeld geguckt, was gibt es hier alles schon
Stefanie Schmeink: an Vereinen und an Museen und sind sehr fündig auch geworden.
Stefanie Schmeink: Das ist ja auch schon sehr reich hier.
Simi Will: Irre, wie viele Orte? Tufa, Kunsthalle, ist klar. Tufa, Kunsthalle, kommt man sofort drauf.
Simi Will: Dann aber auch Pauluskirche, das ist die gelbe, die gelbe Kirche.
Simi Will: Dann Landesmuseum, Stadtmuseum, Simeonstift, Dom, im Dom, aber auch im Museum am Dom.
Simi Will: Dann Kaiserthermen natürlich, Amphitheater auch klar.
Simi Will: Was ist denn die EGP-Bühne?
Stefanie Schmeink: EGP-Bühne, das sitzen wir hier fast nebenan. Da haben wir uns neulich getroffen an der EGP-Bühne.
Stefanie Schmeink: Das ist dieser Kiosk an der Südallee. Die Südallee, Ecke-Kaiserstraße,
Stefanie Schmeink: da gibt es diesen Kunstkiosk. Genau, ein Kunstkiosk, der wird auch bespielt von einer Künstlerin.
Simi Will: Okay, das heißt, es sind zwölf Orte?
Stefanie Schmeink: Wir haben insgesamt zwölf Orte. Wir haben auch noch eine Zentrale an der Brotstraße,
Stefanie Schmeink: die wird jetzt auch noch künstlerisch bespielt.
Simi Will: Ja, geil. Also da freue ich mich drauf. Es erinnert mich so ein bisschen,
Simi Will: es gab ja sowas in der Gestalt noch nie in Trier.
Simi Will: Dass eben so parallel, dass man eben sagt, ich finde, das ist auch ein Anreiz
Simi Will: für Trier insgesamt, weil ich mich oft ja beklage auch, dass hier sehr viel
Simi Will: in das römische Reich gepumpt wird. Was ja auch logisch ist.
Simi Will: Das ist auch nachvollziehbar. Das gehört so, das ist alles richtig.
Simi Will: Aber dass eben auch die bildende Kunst oder die kreativen Dinge dazwischen auch
Simi Will: einen Platz finden können, wie ich finde.
Simi Will: Und da muss ich sagen, ist der Nölefix, unser Kulturdezernent,
Simi Will: auf jeden Fall immer ansprechbar.
Simi Will: Also das muss man ihm lassen.
Stefanie Schmeink: Ja, und das ist auch wirklich total spannend. Also Trier ist ja reich an alter
Stefanie Schmeink: Kultur und auch neuer Kultur.
Stefanie Schmeink: Und dass wir jetzt mit der zeitgenössischen
Stefanie Schmeink: Kunst auch in die alten Weltkulturerbe-Bauten rein dürfen.
Stefanie Schmeink: Also wirklich im Amphitheater stellen wir aus und in den Kaiserthermen und im Dom ja auch.
Stefanie Schmeink: Und es war den Häusern da natürlich auch total wichtig, dass da nicht irgendwas
Stefanie Schmeink: hinkommt, sondern dass die Kunst, die da ausgestellt wird, auch mit dem Ort irgendwie zu tun hat.
Stefanie Schmeink: Er hat zum Teil eigens dafür hergestellt, zum großen Teil extra dafür hergestellt,
Stefanie Schmeink: eben in Bezug auf diese Orte.
Stefanie Schmeink: Oder eben, wir haben auch so kuratiert, die Werke dann so ausgewählt,
Stefanie Schmeink: dass sie dann eben auch in diese Orte gut reinpassen und dann auch in den Dialog gehen mit den Orten.
Simi Will: Wobei ich natürlich, wunderbar, also ich freue mich drauf, es gibt da noch nichts
Simi Will: zu kritisieren, weil ich klicke immer gerne mal, ja aber, ja aber.
Simi Will: Also ich freue mich riesig, dass Trier sowas anbietet dieses Jahr und ich werde
Simi Will: auch ordentlich die Werbetrommel rühren, deswegen bist du auch da.
Simi Will: Danke, dass du gekommen bist nochmal. Mal.
Simi Will: Aber ich hätte mir jetzt auch gewünscht, dass gerade, aber das ist natürlich
Simi Will: zu viel verlangt, das verstehe ich auch.
Simi Will: Man muss ja erst mal anfangen und erst mal was machen überhaupt.
Simi Will: Und ich finde natürlich dann schon gleich wieder toll, dass am besten der Punk in den Dom geht.
Simi Will: So und so das ganze Cross-Programm fahren.
Simi Will: Aber wie sagte Malu immer zu mir, Simi, lass den Leuten doch mal Zeit.
Simi Will: Das muss ja jetzt erst mal alles hier pöer pöer ankommen.
Simi Will: So, da gebe ich ihr auch recht.
Stefanie Schmeink: Und wo fängt Punk an? Ich meine, klar, die Sprache muss in gewisser Weise passen.
Stefanie Schmeink: Jetzt nur Geschrei da reinzubringen, dann muss man die Ohren zuhalten.
Stefanie Schmeink: Das ist, also jetzt für einen Dom oder so, wäre es nicht passend gewesen.
Stefanie Schmeink: Wir haben natürlich ganz verschiedene Positionen.
Stefanie Schmeink: Ja, und wir haben ja nicht nur unser triennale Programm,
Stefanie Schmeink: was unsere Künstler und Künstlerinnen mitbringen, sondern wir haben auch noch
Stefanie Schmeink: in unserem Programm die Möglichkeit, dass lokale Künstler, Künstlerinnen,
Stefanie Schmeink: Kulturinstitutionen quasi sich bei uns melden und wir in unserem Programmkalender
Stefanie Schmeink: auch diese ganzen Veranstaltungen mit aufführen.
Stefanie Schmeink: Also online ist das noch möglich.
Stefanie Schmeink: Wir haben eine Begleitzeitung für die Triennale, 64 Seiten, in denen wirklich
Stefanie Schmeink: viele Informationen über die einzelnen Künstler und Künstlerinnen drin sind,
Stefanie Schmeink: über die Orte, über das kuratorische Prinzip,
Stefanie Schmeink: Lageplan, Rundenkalender, alles in einem, die ganzen Adressen.
Simi Will: Ich möchte nämlich gerne was in der Hand haben, wenn ich losziehe.
Simi Will: Und das wird auch ganz oft hier im Podcast, das fehlt mir, ich brauche das,
Stefanie Schmeink: Ich will so ein analoges Ding haben. Ja, wir wollten das auch.
Stefanie Schmeink: Und dann so eine Zeitung, fühlt sich das an.
Stefanie Schmeink: So DIN A4 groß, eine Zeitung, die man eben so mit sich rumtragen kann.
Stefanie Schmeink: Wo du beim Frühstück auch guckst, wo gehe ich heute hin, was will ich sehen.
Stefanie Schmeink: Wo die Kinder auch noch eine Seite haben, die dürfen dann auch noch ihre Sachen
Stefanie Schmeink: entdecken, nochmal spezielle Sachen.
Stefanie Schmeink: Also, ja.
Simi Will: Und das ist vom, ich sage es nochmal, das kann man immer mal wieder sagen, 24. April bis zum?
Stefanie Schmeink: 30. oder 31. Mai. 31. Mai.
Simi Will: Also quasi ungefähr einen Monat lang. Das läuft ein bisschen länger.
Simi Will: Wunderbar, ich freue mich drauf, ich bin sehr gespannt. Wir haben gesagt,
Simi Will: zwölf verschiedene Orte in Trier. Ich habe jetzt ein paar genannt.
Simi Will: Und es werden ja nicht nur Bilder zu sehen sein, Oil on Canvas,
Simi Will: wie es immer so schön heißt, sondern es gibt ja irre viele, wie sagt man denn,
Simi Will: Bereiche der Kunst, die eben mit dabei sind. Was haben wir da alles?
Stefanie Schmeink: Also wir haben sehr viel installative Kunst und sehr viel Medienkunst.
Stefanie Schmeink: Also tatsächlich relativ wenig Oil on Canvas.
Stefanie Schmeink: Also wir haben Leinwandkunst, ich sage es jetzt mal, Leinwandkunst,
Stefanie Schmeink: also Malerei, ganz klassische Malerei haben wir auch.
Stefanie Schmeink: Aber auch da, ab wann ist es klassisch?
Stefanie Schmeink: Natürlich ist alles zeitgenössisch und wirklich großartig. Ich finde,
Stefanie Schmeink: wir haben ganz, ganz, ganz tolle Künstler und Künstlerinnen.
Simi Will: Von wegen Oil on Canvas.
Stefanie Schmeink: Martina Diederich ist auch dabei. Genau, Martina Diederich ist dabei.
Stefanie Schmeink: Selbst von Martina Diederich haben wir auch andere Werke. Nicht nur,
Stefanie Schmeink: nur in Anführungszeichen Malerei.
Stefanie Schmeink: Auch sie wird uns etwas Ungewöhnliches, glaube ich, für sie zeigen.
Stefanie Schmeink: Wir haben viel Medienkunst und Installationen, wo wirklich verschiedenste Materialien
Stefanie Schmeink: und Medien zusammengemischt werden und daraus Installationen entstehen.
Stefanie Schmeink: Große Installationen auch aus verschiedensten Materialien. In der Pauluskirche
Stefanie Schmeink: zum Beispiel sind große Installationen im Landesmuseum,
Stefanie Schmeink: ganz raumfüllende Installationen mit Licht und Sound und viel Spektakel,
Stefanie Schmeink: aber auch analoge Kunst, also ohne Technik gibt es natürlich auch.
Stefanie Schmeink: Also auch da sind die Positionen sehr verschieden und so angeordnet,
Stefanie Schmeink: dass man nicht direkt so einen Overkill hat mit nur laut oder bunt,
Stefanie Schmeink: sondern dass man da so durchgehen kann durch die Ausstellungshäuser und irgendwie
Stefanie Schmeink: sehr viel, glaube ich, erleben kann und auch bestimmte Stränge erlebt kann.
Stefanie Schmeink: Aber bevor ich darauf komme, was wir noch gar nicht erwähnt haben,
Stefanie Schmeink: ist, dass wir auch viel Performance-Kunst anbieten, also haben.
Stefanie Schmeink: An jedem der Wochenenden wird es Programm geben.
Stefanie Schmeink: Wir haben also Performances in den Ausstellungshäusern. Deshalb wirklich auch
Stefanie Schmeink: toll, wenn man diesen Programmkalender hat. Den gibt es auch online.
Stefanie Schmeink: Ist noch nicht online, aber dauert nicht mehr lang.
Stefanie Schmeink: Wir bieten noch Workshops an, auch von der Triennale aus organisierte Workshops,
Stefanie Schmeink: und auch viele Führungen.
Stefanie Schmeink: Sodass wirklich jedes Wochenende ganz viel los ist und dann ja auch das lokale
Stefanie Schmeink: Programm nochmal dazu kommt, auch nochmal mit extra Workshops und mit extra Veranstaltungen.
Simi Will: Das heißt Wochenende. Ich kann aber davon ausgehen, also so stelle ich es mir
Simi Will: vor, dass in diesen vier Wochen, sagen wir jetzt mal, fünf Wochen,
Simi Will: Jeden Tag kann ich mir das angucken.
Stefanie Schmeink: Also von Mittwoch bis Sonntag.
Simi Will: Okay, Mittwoch bis Sonntag, damit kann ich was anfangen.
Stefanie Schmeink: Die Kernzeit, ich glaube, es gibt einige Häuser, den Dom kann man sich natürlich immer angucken.
Stefanie Schmeink: Das Landesmuseum hat auch dienstags geöffnet, aber so eine Kernzeit,
Stefanie Schmeink: also die Kerntage sind von Mittwoch bis Sonntag.
Stefanie Schmeink: Es gibt auch ab und an Donnerstags Führung, beziehungsweise wir haben ja diese
Stefanie Schmeink: Monate jetzt, wo auch so viele Feiertage sind.
Stefanie Schmeink: Da ist ja dann nochmal alles ein bisschen anders.
Stefanie Schmeink: Da gibt es dann noch auch extra Programme.
Simi Will: Ja, das klingt schon echt irre. Also es sind zwölf Orte. Es ist von Gemälde über Performance.
Simi Will: Video und Film gibt es auch.
Stefanie Schmeink: Ja, ja, Filme, klar.
Simi Will: Filme auch. Film ist ein Kunstfilm.
Stefanie Schmeink: Ja, auch da, also auch mit den Filmen ist es ganz besonders.
Stefanie Schmeink: Es hatten sich tatsächlich auch Filmemacher beworben, die an der Kunstakademie
Stefanie Schmeink: in Mainz studiert haben und Dokumentationsfilme drehen.
Stefanie Schmeink: Und da haben wir zwei ganz, ich finde wirklich auch außergewöhnlich tolle Dokumentationsfilme,
Stefanie Schmeink: die natürlich irgendwie künstlerisch sind.
Stefanie Schmeink: Und der eine wird im Kino hier gezeigt, im Broadway-Kino. Gibt es zwei Aufführungen.
Stefanie Schmeink: Der andere Film, der wird im Landesmuseum im Mediensaal gezeigt,
Stefanie Schmeink: der allerdings auch immer durchlaufend, also den kann man dann immer zu den Öffnungszeiten sehen.
Simi Will: Das heißt, wenn man eine Karte hat, kann man da hingehen, da steht dann auch
Simi Will: drin, ab 15 Uhr ist geöffnet oder so und dann läuft das wie ein Loop.
Stefanie Schmeink: Dann kann man sich da reinsetzen. Im Landesmuseum läuft wie ein Loop,
Stefanie Schmeink: im Kino ist dann halt richtig wie, man geht richtig ins Kino.
Stefanie Schmeink: Das ist auch ein Kinofilm, also beides sind auch, die sind als Kinofilme gedreht,
Stefanie Schmeink: der läuft auch an, also die gibt es auch woanders, jetzt kommt der raus, der Film.
Simi Will: Okay.
Simi Will: Malerei, Mixed Media, kaum ein Bereich außer Kunst, den ihr da nicht mit am Start habt.
Simi Will: Ja, das stimmt. Keramik gibt es dann noch.
Stefanie Schmeink: Glaskunst auch.
Simi Will: Unter K wie Glaskunst. Nein, wirklich Klanginstallationen, Foto natürlich, Fotografie.
Simi Will: Valerie Schmidt, hier von der Hochschule, Professor Valerie Schmidt,
Simi Will: Freundin von mir, ist auch dabei, habe ich gesehen.
Simi Will: Ihr habt irgendwann die Idee gehabt, das zu machen.
Simi Will: Wo kam das her? Ich glaube, da sind wir gleich schon zur Triennale selbst gekommen
Simi Will: und haben das so ein bisschen übersprungen.
Simi Will: Weil es gab Vorgänger, hast du gesagt?
Stefanie Schmeink: Es gab Vorgängermodelle und dann war aber auch irgendwie klar,
Stefanie Schmeink: okay, das war zwar schon ganz gut, aber es geht auch noch besser.
Stefanie Schmeink: Und dann haben wir uns zusammengesetzt, was wäre denn so das Ideale?
Stefanie Schmeink: Den Künstlern und Künstlerinnen ihren Auftritt geben, dass man die Sachen gut sehen kann.
Stefanie Schmeink: Aber wir wollen auch die Kunst zu den Menschen bringen.
Stefanie Schmeink: Also dass es wirklich in der Stadt, im Ort einfach sichtbar ist.
Stefanie Schmeink: Dass es eben nicht nur in so einem musealen Charakter ist, wo vielleicht Menschen,
Stefanie Schmeink: die sonst überhaupt keinen Zugang haben zur Kunst, gar nicht hingehen,
Stefanie Schmeink: weil das irgendwie gar nicht,
Stefanie Schmeink: man ist es gar nicht gewohnt, man kennt überhaupt nicht, man weiß vielleicht
Stefanie Schmeink: gar nicht, wie kommt man da überhaupt rein, was muss man denn da machen.
Stefanie Schmeink: Und wir haben uns jetzt vorgestellt wir bringen das wirklich in die Stadt also
Stefanie Schmeink: zeigen auch Performances in der Stadt, sind präsent mit unserer Zentrale, mit den Ausstellungen,
Stefanie Schmeink: man geht in den Dom rein und man stolpert fast über die Kunst also besser nicht
Stefanie Schmeink: stolpern aber die ist halt da und,
Stefanie Schmeink: Man muss die Augen schon zumachen, wenn man die Kunst in Trier nicht sehen will.
Simi Will: Kunst ist für mich auch ein wichtiges Thema für die Demokratie.
Stefanie Schmeink: Ich arbeite ja auch in der Vermittlung, in der Kunstvermittlung.
Stefanie Schmeink: Und wenn ich da an Demokratie denke, ich hatte da mal eine Gruppe,
Stefanie Schmeink: die sind zum Demokratietag ins Museum gegangen.
Stefanie Schmeink: Also eine Klasse, die hat einen Tag der Demokratie.
Stefanie Schmeink: Wie geht man damit um? Schüler kommen, Schüler und Schülerinnen.
Stefanie Schmeink: Und dann haben wir uns zusammen ein Bild von Kandinsky angeguckt.
Stefanie Schmeink: Und allein über das Sehen, also wir haben uns angeguckt, was da überhaupt drauf zu sehen ist.
Stefanie Schmeink: Und dann wurde beschrieben. Verschiedene Farben, verschiedene Formen,
Stefanie Schmeink: abstrakte Formen, die irgendwie erstmal gar nicht zusammenpassen.
Stefanie Schmeink: Man kann das alles einfach nur benennen und über das Benennen kommt man der
Stefanie Schmeink: Demokratiebildung schon immer näher.
Stefanie Schmeink: Weil wenn man sich überlegt, was ist überhaupt Demokratie?
Stefanie Schmeink: Für eine Demokratie braucht man Menschen, die sich eine Meinung bilden können.
Stefanie Schmeink: Die also wissen, was brauche ich eigentlich und was brauche ich als Gesellschaft.
Stefanie Schmeink: Und auch Verantwortung übernehmen dafür.
Stefanie Schmeink: Das heißt, nicht danach rufen, ich brauche jemanden, ich brauche den starken
Stefanie Schmeink: Manitou, der sagt, wie unser Land geführt sein soll.
Stefanie Schmeink: Den brauchen wir natürlich in gewisser Weise. Wir brauchen starke Menschen.
Stefanie Schmeink: Aber wir wollen keine Autokraten. Wir wollen nicht jemanden haben,
Stefanie Schmeink: der alles bestimmt, sondern wir möchten jemanden haben, der die Bedürfnisse
Stefanie Schmeink: der Menschen ernst nimmt.
Stefanie Schmeink: Und Menschen, die auch Gesellschaft ernst nehmen und die eben Demokratie ernst nehmen und leben.
Stefanie Schmeink: Denke ich, ist die Kunst wunderbar, weil im Verlauf dieser Gruppe,
Stefanie Schmeink: wir standen da vor Kandinsky und wir haben uns überlegt, was ist eigentlich
Stefanie Schmeink: Demokratie und was ist nicht Demokratie und immer wieder auf das Bild geguckt
Stefanie Schmeink: und irgendwann war allen klar, ja klar, Demokratie ist bunt.
Stefanie Schmeink: Demokratie hat viele Formen, eigentlich was nicht zusammenpasst.
Stefanie Schmeink: Der Kandinsky hat das geschafft, der kann die Formen zusammen,
Stefanie Schmeink: der konnte das so zusammenbringen, dass es eine Einheit wird,
Stefanie Schmeink: wo man denkt, eigentlich sind das verschiedene Sachen, aber man merkt,
Stefanie Schmeink: was das für ein sensibles Gleichgewicht ist.
Stefanie Schmeink: Das ist nicht einfach, also gute Kunst ist nicht einfach nur Farbe auf Leinwand,
Stefanie Schmeink: sondern die muss auch so proportional zueinander sein, dass es auch gut ist,
Stefanie Schmeink: dass es sich stimmig anfühlt.
Stefanie Schmeink: Und dafür ein Gefühl zu entwickeln, das ist ja auch ästhetische Bildung und
Stefanie Schmeink: das ist Wahrnehmung, wo man wirklich sehen lernt und sich im besten Fall selber auch kennenlernt.
Stefanie Schmeink: Also was macht das mit mir? Ich gucke das an und was?
Stefanie Schmeink: Was macht das mit mir, wenn ich dir jetzt so ein dunkles Bild angucke?
Stefanie Schmeink: Wieso will ich denn da nicht hingucken? Oder was sagt mir das eigentlich?
Stefanie Schmeink: Und da merkt man schon, das ist eben zeitgenössische Kunst.
Stefanie Schmeink: Kandinsky ist aus der Moderne. Aber wir sind ja jetzt nochmal weiter.
Stefanie Schmeink: Wir haben jetzt zeitgenössische Kunst. Die vermittelt sich fast gar nicht mehr selber.
Stefanie Schmeink: Es ist total wichtig, dass wir uns ausdrücken können. Also, dass wir das auch
Stefanie Schmeink: benennen können, was wir eigentlich brauchen oder wer wir sind.
Simi Will: Und da, glaube ich, ist die Kunst. Also, ich denke sofort an meinen Geldverdienerjob
Simi Will: und denke sofort, ja genau, ab ins Museum mit euch.
Simi Will: Und auch so dieses sich drüber streiten. Dann sagt irgendwie,
Simi Will: Petra sagt, das ist aber, das ist nicht sowas, das ist was ganz anderes.
Simi Will: Und dann gelingt vielleicht sogar eine Diskussion mit unterschiedlichen Perspektiven,
Simi Will: was sonst oftmals einfach total schwer ist.
Simi Will: Und bei der Kunst könnte ich mir vorstellen, also klingt auch ein bisschen so
Simi Will: danach, dass da wirklich irgendwie eine Diskussion geht, weil alle neu sind
Simi Will: im Metier. Also die sieben Schüler, die jetzt vor dem Gemälde stehen oder vor der Installation.
Simi Will: Und es ist für alle neu und alle wissen nicht genau, wer hat Recht.
Simi Will: Oder es kann auch so sein, dass jeder auf seine Art Recht hat oder keiner Recht
Simi Will: hat. Und was machen wir jetzt?
Stefanie Schmeink: Genau, und da geht es dann auch wieder los. Weil es geht gar nicht darum, dass man Recht hat.
Stefanie Schmeink: Das ist aber erst mal zu begreifen. Es geht um Wahrnehmung. Und das ist so großartig.
Stefanie Schmeink: Dann ist man nämlich total in dieser Freiheit, die eben die Kunst ja auch bietet.
Stefanie Schmeink: Das ist ja die Freiheit, dass man wirklich daran eintauchen kann und eigene
Stefanie Schmeink: Gedanken ja auch dann haben darf.
Stefanie Schmeink: Die sind einem nicht vorgekaut. Also die zeitgenössische Kunst,
Stefanie Schmeink: die schenkt einem selten was. Also oft...
Stefanie Schmeink: Muss oder darf man davorstehen und sich das angucken. Und das sagt einem nicht
Stefanie Schmeink: sofort, ich bin ein Auto.
Stefanie Schmeink: Und wenn es ein Auto ist, das kann bei dieser Triennale auch passieren,
Stefanie Schmeink: dass da plötzlich ein Auto steht, dann ist das Auto nicht einfach irgendwo.
Stefanie Schmeink: Also auch dann sich zu fragen, ja, was soll denn das? Wieso steht denn da das Auto?
Stefanie Schmeink: Also so oft diese Frage, was soll denn das?
Stefanie Schmeink: Und immer wieder, man muss natürlich nicht immer Antworten finden.
Stefanie Schmeink: Man kann, wir haben fast 150 verschiedene Werke, also Werkreihen, wirklich viel.
Stefanie Schmeink: Also viele Künstler haben mehr als eine Werkreihe, die jetzt in diesen Ausstellungen
Stefanie Schmeink: zu sehen sind, sodass man wirklich, wirklich sehr viel entdecken und sehen kann.
Simi Will: Letztens in der Galerie Netzwerk mal wieder so einen Abend gehabt,
Simi Will: wo ich dachte, ach, es sind ja mal ganz andere da.
Simi Will: Weil in Trier ist ja schon überschaubar und man weiß, wer sich interessiert
Simi Will: und wer wohl da ist und so weiter.
Simi Will: Und da stellte aber ein ganz junger Künstler aus, kannte ich auch gar nicht.
Simi Will: Und es war nicht altershomogen.
Simi Will: Es war total gemischt. Es waren wirklich von Anfang 20 bis Ende 70 Leute am
Simi Will: Start, bis über 80, weiß ich sogar.
Simi Will: Und das, fand ich, hat dem Ganzen für mich so ein tolles Ding gegeben,
Simi Will: nochmal zusätzlich zur schönen Kunst. und zum immer Begegnen.
Simi Will: Es sind ja immer Begegnungen bei der Kunst auch. Und das stelle ich mir bei
Simi Will: der Triennale auch sehr divers vor.
Stefanie Schmeink: Ich hoffe, das auch. Das haben wir natürlich auch so ausgelegt,
Stefanie Schmeink: dass es auch für junge Menschen interessant ist.
Stefanie Schmeink: Die Art von Kunst, die da sein wird und auch dieser Festivalcharakter, den das ja auch hat.
Stefanie Schmeink: Das ist ja wie ein großes Festival. Fünf Wochen lang.
Stefanie Schmeink: Ja, klimpert und klirrt und also es ist wirklich, es ist wirklich auch sehr
Stefanie Schmeink: spektakulär, finde ich.
Stefanie Schmeink: Also jede Ausstellung ist nochmal anders, hat einen anderen Klang, ein anderes Thema.
Stefanie Schmeink: Und da so durchzugehen, ich bin mir sicher, dass es auch für junge Menschen total interessant ist.
Stefanie Schmeink: Und dann gibt es ja auch sowas, es ist ja auch oft, auch Kunst so zum Eintauchen,
Stefanie Schmeink: gibt es ja oft, dass man einfach gerne Selfies macht in Kunst und so.
Stefanie Schmeink: Auch das ist da natürlich, gibt es viele tolle Motive und Möglichkeiten,
Stefanie Schmeink: um Kunst und sich selbst zu inszenieren.
Stefanie Schmeink: Wobei das natürlich nicht Sinn und Zweck der Sache ist, aber wir leben in einer
Stefanie Schmeink: Zeit, wo das eben Teil von Betrachtung und Konsumierung ist,
Stefanie Schmeink: dass man die Medien nutzt und das ist dann natürlich möglich und auch Teil des Ganzen.
Simi Will: Wie kamt ihr an die Orte? Wer hat gesagt, lass uns dahin gehen,
Simi Will: lass uns dahin gehen und wer hat gesagt, welche Kunst für welchen Ort letztendlich?
Simi Will: Also ihr habt das ja gemeinsam kuratiert, schätze ich mal.
Stefanie Schmeink: Das ist ja vom BBK aus quasi organisiert. Wir haben zwei Kuratorinnen gefunden, die im Tandem arbeiten.
Stefanie Schmeink: Die haben die künstlerische Leitung. Das sind die Norina Quinte und Caroline Hehl.
Stefanie Schmeink: Und ich bin als dritte Kuratorin dann dabei im Team.
Stefanie Schmeink: Und wir zu dritt haben dann die einjurierte Kunst quasi in Augenschein genommen. Also wie im Casting.
Simi Will: Ja?
Stefanie Schmeink: Die Norina Quinte und Caroline Hehl waren auch mit in der Jury.
Stefanie Schmeink: Wir hatten eine externe Jury.
Simi Will: Du bist eine von drei Kuratorinnen des Ganzen. Und habt ihr da so Castings gehabt?
Simi Will: Oder wie kann ich mir das vorstellen?
Stefanie Schmeink: Also wir hatten kein Casting. Wir hatten ja dann diese 53 Positionen.
Stefanie Schmeink: Und die hatten alle, also man konnte sich bewerben.
Stefanie Schmeink: Entweder hat man ein Portfolio eingereicht.
Stefanie Schmeink: Das heißt, man hat ein Portfolio und die Künstlerinnen haben dann gesagt,
Stefanie Schmeink: sucht euch was davon aus.
Stefanie Schmeink: Das ist alles zur Verfügung. Oder die haben gesagt, ich habe ein ganz spezielles
Stefanie Schmeink: Werk mir überlegt, was ich produziere für einen bestimmten Ort in Trier.
Stefanie Schmeink: Die haben sich vorher schon informiert über bestimmte Orte oder was sie da interessant
Stefanie Schmeink: finden und wollten dazu was machen.
Stefanie Schmeink: Oder haben eben einzelne Werke, die sie dann anbieten.
Stefanie Schmeink: Wir haben dann uns alles angeguckt. Wir haben uns die Portfolios angeguckt und
Stefanie Schmeink: haben dann überlegt, also was haben wir da überhaupt und wie könnte das zusammengehen
Stefanie Schmeink: und welche Orte wären überhaupt möglich in Trier.
Stefanie Schmeink: Ja, und dann ging es los. Wir hatten eine große Pressekonferenz.
Stefanie Schmeink: Dazu wurden schon viele auch eingeladen, sind auch viele gekommen.
Stefanie Schmeink: Und da waren dann schon die ersten Kontakte. Und dann haben wir auch Häuser
Stefanie Schmeink: angeschrieben, gefragt, also die Institutionen.
Stefanie Schmeink: Viele waren sofort bereit und offen, haben sich gefreut, wenn sie da mitwirken können.
Stefanie Schmeink: Und auch so wie der Dom, das ist ja ein totales Novum für den Dom,
Stefanie Schmeink: dass die zeitgenössische Kunst zeigen.
Stefanie Schmeink: Die waren dann auch schnell bereit dazu.
Simi Will: Schön, das freut mich.
Stefanie Schmeink: Und dann eben auch die Weltkulturerbe, Städten wie Amphitheater, Kaisertherme.
Stefanie Schmeink: Ja, da war eine ganz gute Stimmung direkt, wo man merkte, ja, das wird was.
Stefanie Schmeink: Da kann man was machen. Das ist ja auch wichtig.
Simi Will: Dass eben genau das, was wir ganz anfangs gesagt haben, dass ich immer,
Simi Will: oder ich in meinem Intro gesagt habe, dass ja für die Römer ist immer alles
Simi Will: da und für das Zeitgenössische oder den Underground oder die, ne.
Stefanie Schmeink: Ja genau und die finden das dann auch irgendwie interessant,
Stefanie Schmeink: weil die dann auch sagen, ja zeitgenössische Kunst.
Stefanie Schmeink: Zeigt ja das, was wir sowieso hier haben, nochmal ganz anders.
Stefanie Schmeink: Es rückt das ja alles nochmal in ein anderes Licht.
Stefanie Schmeink: Man sieht die Kunst oder das, was eben da ist, was sowieso schon hier ist,
Stefanie Schmeink: die alten Dinge, sieht man nochmal ganz anders.
Stefanie Schmeink: Durch den Blick der verschiedenen künstlerischen Positionen,
Stefanie Schmeink: weil dann natürlich neue Perspektiven gezeigt werden,
Stefanie Schmeink: neue Schwerpunkte gelegt werden auf bestimmte Muster oder auf bestimmte Farben
Stefanie Schmeink: oder auf bestimmte Themen, wo man sonst vielleicht gar nicht drauf gekommen
Stefanie Schmeink: wäre. Oder auf die Zeitlichkeit.
Stefanie Schmeink: Wir haben zum Beispiel im Landesmuseum, ich greife jetzt schon ein bisschen vor.
Simi Will: Ja, Cliffhanger ist ja in Ordnung.
Stefanie Schmeink: Ich greife ein bisschen vor. Wir haben eben im Landesmuseum zum Beispiel dann
Stefanie Schmeink: ganz viele Positionen zusammengearbeitet.
Stefanie Schmeink: Ja, kuratiert oder gefunden, die irgendwie alle mit Zeit zu tun haben.
Stefanie Schmeink: Und so haben wir da so einen Schwerpunkt im Landesmuseum mit Zeitlichkeit.
Stefanie Schmeink: Und so hat sich das eigentlich ganz organisch entwickelt im Laufe unserer Planung,
Stefanie Schmeink: dass wir eben zum einen mit Feuereifer dabei waren, hier durch Trier zu gehen,
Stefanie Schmeink: uns alles anzugucken, was gibt es hier überhaupt, wie sieht denn das hier aus,
Stefanie Schmeink: gibt es hier Leerstände, welche können wir bespielen?
Stefanie Schmeink: Gibt es überhaupt Leerstände hier?
Stefanie Schmeink: Das war gar nicht so einfach, wie wir erst dachten, überhaupt einen Leerstand
Stefanie Schmeink: zu finden, weil uns das wichtig war, auch eben Leerstand zu bespielen.
Stefanie Schmeink: Also Orte, die eigentlich nicht für Kunst genutzt werden.
Simi Will: Also Leerstand meint auch Kaufhäuser,
Stefanie Schmeink: Die leer sind? Genau, wir waren in den großen Kaufhäusern. Wir hatten da verschiedene
Stefanie Schmeink: Etappen auch, wo wir zwischendurch gedacht haben, wir werden in einem großen
Stefanie Schmeink: Kaufhaus das bespielen.
Stefanie Schmeink: Und dann hat es aber aus verschiedenen Gründen dann leider nicht geklappt.
Stefanie Schmeink: Ja, das ist schade. Ja, und so sind wir dann eben zur Pauluskirche gekommen.
Stefanie Schmeink: Jetzt haben wir doch noch einen Leerstand in der Brotstraße,
Stefanie Schmeink: wo eben unsere Zentrale dann auch sein wird, im ehemaligen Veremoda.
Simi Will: Wo war denn das nochmal?
Stefanie Schmeink: Das ist vorne in der Nähe vom Hauptmarkt, Brotstraße.
Stefanie Schmeink: Da wird dann unsere Zentrale also wirklich auch sehr zentral sein.
Stefanie Schmeink: Und dann haben wir eben so geguckt, was haben wir eigentlich?
Stefanie Schmeink: In der Tufa zum Beispiel haben wir so einen Schwerpunkt in weitesten Sinne Häuslichkeit,
Stefanie Schmeink: Handwerk, Körperbilder.
Stefanie Schmeink: Wir haben zwei Werke, die sich mit der Corona-Zeit beschäftigen.
Stefanie Schmeink: Wie war das eigentlich? Wie ging man da um mit dieser Häuslichkeit?
Stefanie Schmeink: Oder mit so Anhäufungen, die man vielleicht auch im Hause hat.
Stefanie Schmeink: Oder mit überdimensionierten, mit riesigen Küchengeräten.
Stefanie Schmeink: Interessanterweise haben wir irgendwann dann gemerkt, es sind nur Frauen,
Stefanie Schmeink: die in der Tufe ausgestellt sind.
Stefanie Schmeink: Zu diesem Thema auch Handwerkskunst. da eine, die Besen, also mit einem Besenkünstler zusammenarbeitet.
Stefanie Schmeink: Ja, und das hat sich dann irgendwie so entwickelt, dass wir gemerkt haben,
Stefanie Schmeink: ja, wir haben eigentlich so Themencluster, die auch passen.
Stefanie Schmeink: Die passen auch zu den Häusern, zu dem, was sowieso schon da ist,
Stefanie Schmeink: so wie Tufa, ist ja Tuchfabrik.
Stefanie Schmeink: Das ist dann, alles hat sich dann so zusammengefügt. Oder im Museum am Dom.
Stefanie Schmeink: Ja, da haben wir viele Werke, die eigentlich mit Migration zu tun haben.
Stefanie Schmeink: Also mit Zugvögeln, die ihre Orte ändern.
Stefanie Schmeink: Eine Künstlerin, die eben auf diese Mosaike eingegangen ist,
Stefanie Schmeink: die sowieso schon, also alte römische Mosaike, die im Museum am Dom ausgestellt
Stefanie Schmeink: sind und dann dieses Thema Zugvögel thematisiert.
Stefanie Schmeink: Oder jemand anders, die große Landschaftsbilder macht mit Wolken und Schäden.
Stefanie Schmeink: Erde, die aber eigentlich zusammengesetzt sind aus verschiedenen,
Stefanie Schmeink: also der Himmel ist eigentlich ein anderer Himmel, als ursprünglich zu den Bergen gehört hätte.
Stefanie Schmeink: Also so eine Kartografierung, so eine Neukartografierung oder Migrationsthematik
Stefanie Schmeink: von jemandem, der eben selbst Migrationshintergrund hat und man sieht ganz viele Kamele.
Stefanie Schmeink: Also er arbeitete viel mit Kamelen, also keine echten, sondern aus,
Stefanie Schmeink: er fand das so lustig, er fand das zum Beispiel lustig, hier in Deutschland
Stefanie Schmeink: diese Butterkekse zu haben, die in Kamelform sind.
Stefanie Schmeink: Und hat das Thema aufgegriffen, weil er kennt das aus seiner Heimat,
Stefanie Schmeink: Kamele und wir essen hier die Butterkekse, die eben in Kamelform sind und hat
Stefanie Schmeink: das als Thema aufgegriffen und einen großen Teppich jetzt aus Keramik gemacht,
Stefanie Schmeink: nur mit so kleinen Kamelen.
Simi Will: Da sind diverse Künstler. Oder ist am Amphitheater Künstler A?
Stefanie Schmeink: Amphitheater tatsächlich ist nur eine Künstlerin. Das hat sich da so ergeben,
Stefanie Schmeink: dass wir nur eine Künstlerin haben In Kaiserthermen haben wir vier und EGP-Bühne
Stefanie Schmeink: ist auch eine Künstlerin, die das da bespielt.
Stefanie Schmeink: Im Museum am Dom sind, glaube ich, sieben insgesamt oder acht sogar,
Stefanie Schmeink: die eben auch in verschiedensten Räumen im Museum am Dom das bespielen und da
Stefanie Schmeink: auch auf die Architektur zum Teil eingehen oder eben auf die verschiedenen Themen,
Stefanie Schmeink: die sowieso auch da sind.
Stefanie Schmeink: Ja, in der TUFA sind es dann über zehn Positionen. Kunsthalle auch.
Stefanie Schmeink: Also die sind natürlich auch groß.
Stefanie Schmeink: Also die Häuser sind ja auch groß.
Stefanie Schmeink: Aber doch so, dass man inhaltlich auch einen roten Faden entdecken kann und sagen kann, oh ja.
Stefanie Schmeink: Und wir sind sogar so weit gegangen, dass wir auch so eine Verschlagwortung,
Stefanie Schmeink: nenne ich es mal, gemacht haben.
Stefanie Schmeink: Im Grunde kann man überall einsteigen, man kann überall andocken und dann aber
Stefanie Schmeink: auch Querverbindungen finden zwischen den einzelnen Ausstellungen.
Stefanie Schmeink: Weil wir haben zwar inhaltlich sortiert, aber natürlich sind ja die Werke so
Stefanie Schmeink: komplex und reiche auch an Thematiken, dass man die ja auch verschieden einordnen und zuordnen kann.
Simi Will: Das klingt ein bisschen, also auf den ersten war das für mich so ein bisschen
Simi Will: ein Erinnerungsding an 48 Stunden Neukölln.
Simi Will: Habe ich dir heute Mittag am Telefon kurz erzählt.
Stefanie Schmeink: Ja genau, du hattest was von Neukölln erzählt.
Simi Will: Genau, also Neukölln war ja jetzt auch nicht immer hip. Also ich wohnte schon
Simi Will: in Neukölln, als es nicht hip war.
Simi Will: Und irgendwann fing ein Kunsthistoriker, ein Freund von uns an und sagte,
Simi Will: lasst uns die Kunst hierher holen. Wir können auch mal anfangen,
Simi Will: wir können mal sagen, es gibt so viel Leerstand, gab es da nämlich auch.
Simi Will: Es gibt Leerstand, dann gibt es viele Künstler, die hier leben,
Simi Will: weil die Mieten günstig sind.
Simi Will: Und lasst uns einfach mal gucken, wo finden wir Orte, die wir bespielen können
Simi Will: und wie können wir das so machen, dass an einem Wochenende, also eben innerhalb von 48 Stunden,
Simi Will: alle offen haben und alle nach einem Thema ihre Kunsträume öffnen beziehungsweise
Simi Will: neue Orte bespielt werden.
Simi Will: Und dass man weiß, an diesem Wochenende ist rund um die Uhr Dings.
Simi Will: Und das wurde riesig, das hat klein angefangen.
Simi Will: Und es wurde dann ganz riesig und wurde eine feste Größe im Kulturleben von Neukölln.
Simi Will: Und hat auch das Image des Kiezes total mit verändert.
Simi Will: Also leider muss man sagen, haben wir dafür gesorgt auch, wir Kulturschaffende,
Simi Will: dass die Gentrifizierung vorangetrieben wurde.
Stefanie Schmeink: Genau, so ist es ja. Das ist leider so. Und da, wo einfach Lücken sind,
Stefanie Schmeink: da quetschen sich dann die Kulturschaffenden rein.
Simi Will: Aber vielleicht kann man das ja auch jetzt in Trier mal so ein bisschen.
Simi Will: Also wir sind ja auch immer so mit Tanja Kribel, die diesen Salonabend macht
Simi Will: oder diverse andere Künstler sind ja auch so ein bisschen umtriebig inzwischen
Simi Will: zu gucken. Wir haben ja auch eine Menge Leerstand in Trier, wie überall auch
Simi Will: bei uns, so die Innenstädte verkommen.
Simi Will: Und dass man da auch mal guckt oder sich da öffnet für eben Kunst,
Simi Will: Kultur, Theaterprogramm, was auch immer, was dort stattfinden kann.
Stefanie Schmeink: Genau, das merkt man auch in anderen Städten, wo das ja schon üblicher ist,
Stefanie Schmeink: wie das auch eine Stadt dann beleben kann.
Stefanie Schmeink: Und auch diese Leerstände, unheimlich belebt natürlich.
Stefanie Schmeink: Also man merkt schon in Trier, das ist hier noch nicht so üblich.
Stefanie Schmeink: Also es war jetzt nicht so, dass alle Immobilienmärkler und Hausbesitzer gesagt
Stefanie Schmeink: haben, ja, her mit der Kunst.
Simi Will: Nee, das glaube ich schon, ja.
Stefanie Schmeink: Und es ist aber schon erfahrungsgemäß so,
Stefanie Schmeink: Das über die Jahre, wenn das oft gemacht wird, sieht man den Nutzen davon.
Stefanie Schmeink: Weil natürlich diese Gebäude und das Ganze viel belebter und viel lebendiger
Stefanie Schmeink: dann auch wird und attraktiver, wenn da schon mal Kunst drin war. Ja, natürlich.
Stefanie Schmeink: Ja, dann heißt es eben, das ist das ehemalige so und so. Und dann geht man zu dem, ja.
Stefanie Schmeink: Und es wird einfach, es wird lebendiger dadurch.
Stefanie Schmeink: Und die Innenstädte, klar, wir können mittlerweile überall einkaufen.
Stefanie Schmeink: Wir können uns das nach Hause liefern lassen mit zwei Mausklicks.
Stefanie Schmeink: Wir müssen nicht mehr unbedingt in die Stadt gehen und trotzdem zieht es uns ja dahin.
Stefanie Schmeink: Also man sieht ja oft in den Städten gibt es immer mehr,
Stefanie Schmeink: Und Gastronomie, ja, und das ist ja auch schön, man kommt da zusammen,
Stefanie Schmeink: man trifft sich, man kann oft, also es wird sowieso ändern, dass dann einfach
Stefanie Schmeink: auch mehr andere Dinge da zu sehen sind, einfach um sie anzuschauen.
Stefanie Schmeink: Und das ist natürlich Kunst, Kunst will entdeckt werden und Kunst will gesehen werden.
Stefanie Schmeink: Und man darf sie natürlich auch kaufen, aber man muss sie nicht kaufen.
Stefanie Schmeink: Nicht, wenn sie einfach in einem öffentlichen Raum ausgestellt wird und das
Stefanie Schmeink: ist ja jetzt hier wirklich die super Chance.
Stefanie Schmeink: Man kann die ziemlich niedrigschwellig auch erleben.
Simi Will: Das ist für mich auch eine Frage von Teilhabe. Dass es eben möglich wird,
Simi Will: dass es, wie es immer so schön heißt, niedrigschwellig für alle zugänglich ist
Simi Will: und eben nicht mehr Kunst ist, was für die Schickimickis und so ist es ja nicht.
Simi Will: Ich kann mich ja auch, also so geht es mir immer, und ich fotografiere mich
Simi Will: auch für mein Leben gern im Museum und poste das dann. weil es mir ein Image gibt.
Simi Will: Es gibt mir einfach ein Image und ich bin gerne die, die ins Museum geht oder
Simi Will: ich bin gerne die, die, guck mal, das Bild kennt jeder, ich bin auch da. Ist ja auch in Ordnung.
Simi Will: Und davon mehr für Trier, da freue ich mich sehr drauf. Und das wird ja sicher
Simi Will: nicht das einzige Mal bleiben.
Simi Will: Ist da schon was in Planung für weitere Geschichten der Triennale? In drei Jahren dann?
Stefanie Schmeink: In drei Jahren, genau. Also da werden wir bestimmt wieder einen anderen Ort finden.
Simi Will: Also nicht mehr Trier?
Stefanie Schmeink: Nein, also es ist so gedacht, diese Triennale, dass eben alle drei Jahre eine
Stefanie Schmeink: neue Stadt dann bespielt wird.
Simi Will: In Rheinland-Pfalz?
Stefanie Schmeink: In Rheinland-Pfalz, genau. Das ist ja die Rheinland-Pfalz-Triennale.
Stefanie Schmeink: Und dann, das ist natürlich in jeder Stadt wieder völlig anders sein,
Stefanie Schmeink: weil es ja damit umgeht, was schon da ist.
Stefanie Schmeink: Und in Trier, also Trier hat ja unheimlich viel schon auch zu bieten,
Stefanie Schmeink: einfach ohne, dass da Kunst ist.
Stefanie Schmeink: Aber mit Kunst kriegt das eben eine ganz andere Art von Lebendigkeit und Zeitgenössigkeit.
Simi Will: Ja, und ein bisschen Zeitgenössigkeit, auch wenn ihr mich nicht fragt da draußen,
Simi Will: ist immer angesagt, gerade in Zeiten wie diesen,
Simi Will: auch enorm wichtig nochmal, dass das Zeitgenössische mitspielen darf und auch soll.
Simi Will: Und ich finde es ganz toll, ehrlich gesagt, dass Trier die erste Adresse war,
Simi Will: bei der es die Triennale Rheinland-Pfalz, die Rheinland-Pfalz Triennale gegeben haben wird irgendwann.
Stefanie Schmeink: Ja, so wird es sein. Wir haben auch einen Slogan, der sich ziemlich schnell
Stefanie Schmeink: in unserem Kuratorium entwickelt hat. Alle Wege früher nach Trier.
Simi Will: So ist es.
Stefanie Schmeink: Und das war natürlich, also das ist einfach auch schon ganz schön alt hier.
Stefanie Schmeink: Also das ist ja so ein bisschen wie das deutsche Rom hier, wo man schon sagen
Stefanie Schmeink: kann, hier ist ein starkes Fundament.
Stefanie Schmeink: Und man wünscht sich natürlich hier auch, dass es Früchte trägt und eben auch heute lebendig ist.
Stefanie Schmeink: Also mit den Menschen, mit dem, wie wir heute leben, was für uns jetzt interessant ist.
Stefanie Schmeink: Und natürlich brauchen wir unsere Geschichte.
Stefanie Schmeink: Das ist total wichtig, um uns zu verstehen, um zu wissen, wer wir sind.
Stefanie Schmeink: Auch da wieder Thema Demokratie.
Stefanie Schmeink: Um vielleicht bestimmte Fehler nicht unbedingt nochmal wiederzumachen bzw.
Stefanie Schmeink: Von unseren Vorfahren auch zu lernen, was sie schon auch alles schon konnten,
Stefanie Schmeink: was schon alles mal da war.
Stefanie Schmeink: Das ist ja so unglaublich und das sieht man eben in diesen alten Sachen ja auch,
Stefanie Schmeink: was schon mal alles da war und was Menschen auch schon konnten.
Stefanie Schmeink: Aber heute gibt es eben auch noch wirklich viele Menschen, die tolle Sachen
Stefanie Schmeink: können und zeigen und machen.
Stefanie Schmeink: Und was sich eben ja auch lohnt, um ja auch in die Zukunft zu blicken.
Stefanie Schmeink: Also das ist ja auch irgendwie Zukunft. Kunst ist immer auch Zukunft,
Stefanie Schmeink: weil Künstler und Künstlerinnen spüren ja eigentlich schon das auf,
Stefanie Schmeink: was da noch nicht so ganz sichtbar geworden ist, was aber schon irgendwie da ist.
Simi Will: Und gestalten auch Kultur mit, also unser Leben mit.
Simi Will: Und was wirklich, was mich besonders freut, ist Trier eben, dass irgendwann
Simi Will: mal jemand sagen wird, die Triennale, das kommt ja, weil, das war ja zuallererst in Trier,
Stefanie Schmeink: Weißt du? Das hört sich ja schon so an. Man denkt schon fast,
Stefanie Schmeink: Triennale und Trier, das fängt ja so gleich an, als ob das irgendwie zusammengehören wird.
Stefanie Schmeink: Das wird sich aber dann irgendwann natürlich erweitern und man weiß dann,
Stefanie Schmeink: ach, Triennale und was auch immer.
Stefanie Schmeink: Ja, also Rheinland-Pfalz hat ja doch keine großen Metropolen,
Stefanie Schmeink: aber doch einige Städte,
Stefanie Schmeink: die auch sehr, sehr sehenswert sind und sich wahrscheinlich alle freuen würden,
Stefanie Schmeink: wenn da eine zeitgenössische Verlebendigung mal so rein katapultiert wird.
Simi Will: Zeitgenössische Verlebendigung, da sagst du was, da sagst du was.
Simi Will: Also ich sage es jetzt auch nochmal, die Rheinland-Pfalz-Triennale mit all ihren
Simi Will: Facetten und über alle Kunstgenres hinausgehend findet statt vom 24.
Simi Will: April bis zum 31. Mai.
Stefanie Schmeink: Also wir sind jetzt ganz kurz vor Druckschluss für unsere Zeitung oder unser Magazin.
Stefanie Schmeink: In diesem Magazin ist das ganze Programm abgebildet.
Stefanie Schmeink: Und da wird dann auch drin zu sehen sein, wie man die Tickets kauft.
Stefanie Schmeink: Also wir haben Vorverkaufsstellen, verschiedenste Orte an allen Ausstellungshäusern,
Stefanie Schmeink: aber auch bei Ticketregional kann man Tickets kaufen.
Stefanie Schmeink: Und wenn das jetzt abgeschlossen ist, also im Laufe dieser Woche,
Stefanie Schmeink: wird auch klar sein, wann und wo man sich die Tickets besorgen kann.
Stefanie Schmeink: Wie es dann nachher frequentiert ist, das kann dann natürlich sein,
Stefanie Schmeink: dass das schnell ausgebucht ist, Weil da bei den Führungen sind die Plätze tatsächlich beschränkt.
Stefanie Schmeink: Also nicht mehr als 25 Teilnehmende pro Führung.
Stefanie Schmeink: Damit man einfach auch was davon hat.
Simi Will: Wenn ich jetzt im Laufe der nächsten Woche zum Beispiel zum Ticket Regional
Simi Will: gehe, weil ich bin so analog.
Stefanie Schmeink: Dann könntest du schon mal fragen, ob es die Tickets schon gibt.
Stefanie Schmeink: Es kann aber sein, dass es die jetzt noch nicht gibt. Das geht jetzt so langsam los.
Simi Will: Also unser Podcast hier, unsere Folge heute, die wir heute aufzeichnen,
Simi Will: wird es zwei Wochen nach Ostern geben.
Stefanie Schmeink: Und dann ist es natürlich... Dann gibt es das.
Simi Will: Und ich würde nämlich im Bewerben unserer Folge, würde ich dann auch schon sagen,
Simi Will: Leute, hier, holt euch Tickets. Ja, genau. Weil das wird sich sonst so ein bisschen überschneiden.
Stefanie Schmeink: Auch auf der Homepage findet man natürlich viele Informationen.
Stefanie Schmeink: Also dann wird man überall Informationen finden.
Stefanie Schmeink: Wenn man Rheinland-Pfalz-Triennale googelt, wird man das mit Sicherheit auch direkt finden.
Stefanie Schmeink: Okay, Leute, will sagen, kümmert euch drum, haltet Augen und Ohren offen.
Simi Will: Rheinland-Pfalz Triennale startet am 24.04.
Simi Will: Und seht zu, dass ihr schon um Ostern rumguckt. Wo gibt es die Tickets?
Simi Will: Weil ich schätze, dass es schnell ausverkauft sein wird.
Stefanie Schmeink: Nee, es ist ja beides. Es gibt einmal die Eintrittskarten quasi für die Ausstellung.
Stefanie Schmeink: Da können so viele kommen, wie wollen. Da sind wir natürlich froh.
Stefanie Schmeink: Da bezahlt man pro Tag oder für ein Wochenende oder man kann auch sich eine Dauerkarte kaufen.
Stefanie Schmeink: Also das ist dann ein fester Preis. Und man hat mit dieser Karte einen Tagespreis,
Stefanie Schmeink: soll ich sagen mal, was das kostet? Ja, sag ruhig.
Stefanie Schmeink: Also ein Tagesticket kostet 19 Euro, ermäßigt 12 Euro, ein Wochenendticket kostet
Stefanie Schmeink: 29 Euro, also für drei Tage am Wochenende.
Stefanie Schmeink: Und wenn man eine Dauerkarte kauft, also wenn man in Trier lebt,
Stefanie Schmeink: würde ich denken, es lohnt sich, dann kostet das 95 Euro für die gesamten fünf Wochen.
Stefanie Schmeink: Und damit kann man dann alle Performances, alle Ausstellungen anschauen, so oft wie man möchte.
Stefanie Schmeink: Und dann gibt es zusätzlich die Führung.
Stefanie Schmeink: Die Führung, die finden eben zu bestimmten Terminen samstags und sonntags um 11 und um 14 Uhr statt.
Stefanie Schmeink: Da kann man sich gesondert ein Ticket nochmal für 6 Euro kaufen,
Stefanie Schmeink: eine Stunde Führung, entweder an einem Ort, sowas wie Landesmuseum oder Tufer
Stefanie Schmeink: und Kaisertherme, also dass man dann eben zwei Orte hat.
Stefanie Schmeink: Und diese Tickets, die sind begrenzt auf 25 Personen pro Führung,
Stefanie Schmeink: sodass man einfach da nicht, dass es nicht so anstrengend wird für irgendjemanden,
Stefanie Schmeink: dass man noch auch auf die Ausstellung eingehen kann, dass man alles sehen kann
Stefanie Schmeink: und das auch dann erleben kann,
Stefanie Schmeink: was da erzählt wird oder auch Fragen stellen kann.
Simi Will: Ja cool, aber trotz alledem Augen und Ohren auf.
Simi Will: Ende Mai, also in der letzten Maiwoche geht es los. Ich bin sehr gespannt.
Simi Will: Also ich glaube, ich hole mir das Ding für 95, wenn ich da überall reingehen
Simi Will: kann, weil ich will, ich kenne mich und ich habe das in Berlin auch immer so gemacht.
Simi Will: An einem Tag dann alles abreißen, dann nochmal.
Stefanie Schmeink: Es ist so viel, also es ist unrealistisch. Zwölf Orte schafft man, glaube ich, nicht.
Stefanie Schmeink: Also ich habe mir das mal vorgestellt, also rein praktisch schon,
Stefanie Schmeink: alles, das sind ja 150 Werke, das ist einfach auch, also wenn man einen Tag
Stefanie Schmeink: hier ist, würde ich sagen, okay.
Stefanie Schmeink: Vorher sich ein bisschen informieren, was möchte ich sehen? Gibt es vielleicht
Stefanie Schmeink: eine künstlerische Position, die ich kenne?
Stefanie Schmeink: Dann online oder in unserem Magazin gucken, die liegen überall aus.
Stefanie Schmeink: Wo ist diese Künstlerin oder der Künstler ausgestellt?
Stefanie Schmeink: Das kann man vorher in Erfahrung bringen, wenn man jetzt bestimmte Orte oder Menschen sehen will.
Stefanie Schmeink: Daran kann man sich orientieren oder eben Programm lesen und sagen,
Stefanie Schmeink: ich möchte die Performance dann und dann sehen. Ja, ich habe auch gesehen.
Simi Will: Auf der Homepage ist es super übersichtlich. Also man kann wirklich anklicken,
Simi Will: oben gibt es dann die Genres oder die Abteilungen, Malerei, Druck,
Simi Will: was weiß ich, Keramik, was es alles gibt,
Simi Will: kann man anklicken und dann erscheinen auch die Künstler und an welchen Orten die sind und so.
Simi Will: Also das ist schon sehr übersichtlich auf der Homepage zu ersehen.
Stefanie Schmeink: Und das wird natürlich dann noch jetzt komplexer, da werden mehr Informationen
Stefanie Schmeink: dazukommen, aber es soll, ich denke auch. Doch, ist sehr übersichtlich.
Simi Will: Auf jeden Fall sehr übersichtlich. Und ich will auf jeden Fall dieses Magazin
Simi Will: haben. Wo kriege ich das Magazin her?
Stefanie Schmeink: Also an allen Ausstellungsorten und Touristeninformationen.
Stefanie Schmeink: An allen üblich verdächtigen Stellen, wo man Informationen bekommt,
Stefanie Schmeink: werden auch diese Flyer ausliegen, beziehungsweise dieses Magazin. Wir haben beides.
Stefanie Schmeink: Entweder so ein Faltflyer nur mit Lageplan und so Kurzinfos oder man nimmt das
Stefanie Schmeink: ganze Heft mit, da ist dann alles drin.
Simi Will: Ja, toll. Also ich freue mich. Ist auch gut gewählt von der Jahreszeit her, finde ich.
Simi Will: So April, Mai im Hochsommer ist sowas, glaube ich, eher nicht so gut. Da will man was anderes.
Simi Will: Super gewählt. Also 24. April bis Ende Mai. Zwei Monate.
Stefanie Schmeink: Ja, fast. Also fünf Wochen.
Simi Will: Ja, super. Also wir freuen uns und danke, danke, danke, dass es solche Leute
Simi Will: gibt wie dich, liebe Stefanie.
Simi Will: Stefan Schmeink, für mich ist es ein ganz schwerer Name, ich muss das einfach
Simi Will: ablesen, Stephanie Schmeink aus Neuwied,
Simi Will: Selbstkünstlerin und Mitkuratorin der Rheinland-Pfalz, der aller aller weltersten
Simi Will: Rheinland-Pfalz-Triennale, die in Trier ihren Ursprung nimmt in diesem Frühjahr 2026.
Simi Will: Danke, dass du da warst. Und vielleicht sprechen wir uns nochmal,
Simi Will: wenn das Ganze dann gelaufen ist.
Simi Will: Und vielleicht unterhalten wir uns dann nochmal, wie die Erfahrungen waren.
Simi Will: Auch nicht uninteressant.
Stefanie Schmeink: Vielen Dank fürs Gespräch. Super interessant und schön auch für mich. Dankeschön.
Simi Will: Prima. Bis auf weiteres, liebe Stefanie. Sehr schön.
Simi Will: Dann sage ich mal, winke, winke nach draußen an die lieben Hörenden, an euren Endgeräten.
Simi Will: Also Rheinland-Pfalz-Triennale, ich sage es nochmal, 2026 Weltpremiere in Trier.
Simi Will: Und da freuen wir uns alle drauf. Und ich grüße euch und sage alles Gute.
Simi Will: Bis zum nächsten Mal. Eure Simi aus dem Dazwischen. Tschüssi.
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