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Till Thurner (Schauspieler, Kulturschaffender, Vorstandsvorsitzender Bühne1 e.V.)

Shownotes

Ich kam ja aus Berlin zurück nach Trier, arrogant wie ich nun mal bin, und dachte: Ah ja, hier gibt's dann bestimmt auch so ein „Off-Theater", in Gänsefüßchen. Dann saß ich mit meiner Freundin Antje im Keller unter dem alten Kaufhof, es gab nicht mal mehr Sitzplätze, uns wurden sofort Stühle geholt, und ich dachte: Moment. Hier sind ja die jungen Leute. Ich habe im Stadtbild in Trier immer die Jüngeren vermisst – und da saßen sie alle. Ausverkauft. Sehr textlastig. Es tat ein bisschen weh. Und es war großartig.

Das war bühne1. Und der Typ im Pelzmantel sitzt mir jetzt gegenüber und „understatet“ mich an. Die Info beispielsweise, dass er Leiter der Jugendkunstschule an der Europäischen Kunstakademie ist, muss ich ihm quasi aus der Nase ziehen. Mitbegründer sogar. Und er so: Ja, war halt ausgeschrieben, bin da so reingerutscht. Ich sag's euch, ich sonne mich gerne im Fame meines Gegenübers, aber bei Till Thurner muss man dafür arbeiten.

Till kommt aus Schwaben, Dorf an der Kleinstadt, Kehrwoch inklusive. Er hat sich damals an Schauspielschulen beworben, das dauerte, und weil man die eine brotlose Kunst nicht mit der nächsten brotlosen Sache kombinieren sollte, dachte er sich: dann studierst du eben Pädagogik. Er ist nach eigener Aussage einer der wenigen, die inhaltlich interessiert an dieser Uni gelandet sind. Dann merkte er, dass Studieren geil ist, und blieb über 20 Semester – Bachelor in Pädagogik, Philosophie, Soziologie, Master in Philosophie und Theaterwissenschaft. Alles Bereiche, in denen man bekanntlich richtig viel Geld verdient. Heute ist er Geschäftsführer der Jugendkunstschule le filou, arbeitet bei der Kunstflotte, ist Vorsitzender und Mitgründer der bühne1 – und beide Eltern sind Therapeuten. Psychos. Absolute Psychos, sagt er selbst, mit erhobenen Händen. Drei Jungs, zwei Brüder, kein Hau weg. Aber wie er sagt: Wenn der Verrückte sagt, er ist nicht verrückt, glaubt ihm ja niemand.

Worüber wir gesprochen haben:

– Warum Trier der bessere Produktionsort ist als Berlin – Räume sind billiger, Publikum ist leichter zu kriegen, und Konkurrenz gibt's kaum – Wie bühne1 2015 aus dem Stadttheater „rausgeschwiegen" wurde – und warum genau das ihr Glück war – Warum Till nach über zehn Jahren auf der Bühne sagt, dass er sich nicht Schauspieler nennt und das, was er macht, nicht als Kunst betrachtet – Was auf der Bühne wirklich im Kopf passiert – Spoiler: nichts Magisches, sondern Licht, Signale, und „oh Gott, die hat gerade ihren Text vergessen" – Ob KI dem Theater gefährlich werden kann – und warum Till hofft, dass ausgerechnet die Langsamkeit des Prozesses das Theater rettet – Warum in der Trierer Innenstadt über den Läden fast niemand wohnt – die Treppenhäuser wurden schlicht weggelassen, weil Ladenfläche wertvoller war – Wie die 70er Jahre in Trier gewütet haben und warum Till mit dem Barock an der Basilika trotzdem seine Probleme hat – Der Martinerhof in Pallien: ein Exilkloster aus napoleonischen Zeiten, ein ganzes leerstehendes Stockwerk, und seit einem Monat die neue Probebühne der bühne1 – Und die unbequeme Pointe: ein Stück über Arbeit, bei dem die Honorar-Untergrenzen nicht eingehalten werden können

Am 31. Oktober ist Premiere von „You Better Work Bitch – Ein Triptychon" in der Europäischen Kunstakademie, in Kooperation mit dem Theater Trier. Drei ausgeschriebene Texte, drei Uraufführungen, drei Regiepositionen, drei Spielende. Und es fehlen noch rund 5.000 Euro. Die bühne1 sammelt zum ersten Mal per Crowdfunding auf betterplace.org, Link unten, Spendenbescheinigung gibt's automatisch. Till sagt: Uns hilft jeder Penny. Ich sage: Leute, macht das.

🔗 Crowdfunding: https://www.betterplace.org/de/projects/183648-you-better-work-bitch-ein-triptychon 🔗 bühne1: https://buehne1-trier.de/ 🔗 Instagram: https://www.instagram.com/buehne1trier/ 🔗 Jugendkunstschule le filou: https://jugendkunstschule-trier.de/ 🔗 Kunstflotte Trier: https://kunstflotte.net/

Transkript anzeigen

00:00:02:

00:00:05: Das, was ich mache betrachte für mich auch nicht als Kunst.

00:00:08: Sondern... Ich gehe da auf die Bühne in jemand anderes, hat den Text geschrieben und irgendjemand zieht mich an und ich versuche einfach nur das zu spielen.

00:00:21: Und dann kam es zum Intendantenwechsel, zwei fünfzehn ...und da sind wir aus dem Theater rausgeflogen kann man so nicht sagen.

00:00:29: also man hat uns halt irgendwie rausgeschwiegen.

00:00:32: Und das war dann der Moment, wo wir es als Verein gegründet haben, also wo das zum ersten Mal als juristische Person war.

00:00:38: Dadurch haben wir eben auch angefangen eigene Mittel zu beantragen und das Ganze in eigen Regie auf die Beine zu stellen.

00:00:54: Seit Hedder gehen wir jede Produktion all-in.

00:00:58: Das heißt wenn die nicht funktioniert, dann sind wir weg!

00:01:01: Dann sind wir pleite.

00:01:03: Dass es doch bisher immer aufgegangen ist, Es ist für uns ein Riesenerfolg.

00:01:23: Hallo und herzlich willkommen draußen an den Endgeräten!

00:01:26: Willkommen hier wieder im Dazwischen Austria Süd, meinem Podcast mit mir, Simi Will und Til Turner.

00:01:36: Er heißt gar nicht Til Turner, er heißt Til Turna.

00:01:40: Also jedenfalls mir gegenüber sitzt ein attraktiver junger Typ.

00:01:45: Wir kennen uns nicht.

00:01:47: Also ich kannte dich vorher nicht.

00:01:50: Ich sag mal, hallo Till!

00:01:52: Hallo Simi

00:01:53: und riechst du dich?

00:01:54: Hallo!

00:01:55: Also wie jetzt

00:01:56: Till?!

00:01:57: Till Turner eigentlich.

00:01:59: aber es wird auch das öfteren Mal till Turner gesagt weil's mit TH geschrieben wird und dann triggert dass die Leute in einen in eine englische Assoziation und dann wird gern Til Turner genutzt, was auch okay ist.

00:02:11: Okay, Til Turner!

00:02:12: Du bist Theaterregisseur, du hast ganz viel studiert und zwar Soziologie, Theaterwissen... Wenn ich irgendwas Falsches sage, sag einfach Stopp ne?

00:02:21: Ja stopp.

00:02:22: Stopp?!

00:02:22: Schon jetzt?

00:02:23: Jetzt schon?

00:02:23: Stopp?

00:02:24: Also TheaterRegisseur gehört tatsächlich nicht zu meinen Tätigkeiten.

00:02:28: immer viel im Theater gearbeitet Schauspieler als Schauspieler gearbeitet und im Hintergrund Produktion, aktuell meine Produktionsleitung oder künstlerische Leitung.

00:02:38: Aber Regie habe ich tatsächlich noch nie geführt und auch keine Ambitionen muss ich sagen.

00:02:43: Okay du betreibst aber mit die Bühne eins?

00:02:49: Genau!

00:02:49: Ah jetzt habe ich alles richtig gesehen.

00:02:51: Genau dieser Verbindung stimmt schon ja.

00:02:54: Ich bin ganz am Anfang jetzt vierundhalb fünf Jahre wieder zurück in Trier Und hab ziemlich am Anfang eine Produktion gesehen, die war in diesem Römerkeller.

00:03:04: Warst du dir

00:03:04: das?

00:03:05: Ja!

00:03:06: Sehr textlastig.

00:03:07: Ja, das war ne Nummer.

00:03:09: Sehr textastisch.

00:03:10: Aber ich hatte Besuch aus Berlin da und hatte sofort das Gefühl... Ach hier sind die jungen Leute.

00:03:16: weil mir aufgefallen ist im Stadtbild sehe ich die Jüngeren nicht so und es war voll junger Menschen, es war ausverkauft.

00:03:27: Es tat ein bisschen weh und genau das wart ihr also jetzt zu dir.

00:03:34: du darfst jetzt mal was sprechen bühne eins was ist denn das?

00:03:39: Bühne Eins ist erstmal ein Theaterverein.

00:03:43: Bühnen Eins ist ein freies professionelles Theater und wir sind auch so ein bisschen dazwischen könnte man sagen, ja.

00:03:52: Also wir sind zwischen ... also oft kann man uns nicht so gut greifen, ja?

00:03:58: Wir sind, wenn man normalerweise Theaterverein hört dann denkt man achja, dann kann ich da auch mal mitspielen und das sind wir halt nicht so ganz.

00:04:07: Ja, wir bekommen dann auch immer wieder Anfragen.

00:04:09: Ich bin neuen Trierer Und ich mag Theater spielen und kann bei euch mal mitspielen und man kann bei uns mitspieeln.

00:04:15: aber wir machen dann eben offene Castings produzieren meist hauptsächlich mit professionellen Schauspielerinnen und gegen die muss man sich dann eben durchsetzen.

00:04:26: Deswegen sind wir also ein bisschen insofern ein besonderer Verein, dass wir professionelle Produktion betreiben, die aber hauptzlich ehrenamtlich stemmen.

00:04:37: Also der ganze Spielbetrieb dahinter wird sozusagen von Mitgliedern gestemmt oder einfach von Leuten, die bei der Produktion mitmachen

00:04:45: wollen.".

00:04:47: Diese Hedder-Erfolgsnummer in der Tuchfabrik, das war auch von euch.

00:04:53: Das war auch für uns ja!

00:04:54: Wow

00:04:55: also ich habe es nicht verpasst aus welchem Grund auch immer aber Heda zum einen war es wunderbar plakatiert Ich fand die Grafik mega schön und ist mir wirklich ins Auge gesprungen Und ich hab von Menschen gehört die drin waren dass es legendär sei weil ich ehrlich gesagt aus Berlin arrogant wie ich bin.

00:05:19: Nach Trier kommt man und sagt, ah okay es gibt ja auch so ein Off.

00:05:24: Ich mache Gänsefüschen auf Theater das seid ihr ja offensichtlich nicht.

00:05:31: Ja das kommt darauf an was man jetzt unter Off Theater in Gänsemfüßchen versteht.

00:05:36: aber Hedda war auf jeden Fall eine Produktion, die eben ganz anders war als die, die du vorher meintest.

00:05:42: Das war Dostoyevsky und richtig textlastig!

00:05:45: Ja ich fand's nicht

00:05:47: schlecht, aber es

00:05:48: war anstrengend.

00:05:49: Es war auch für mich als Spielenen sehr anstreggend muss ich sagen.

00:05:55: Aber wir sind in vieler Hinsicht... Wir machen eigentlich zeitgenössisches Theater und das haben wir mit diesem Dostojewski Text auch versucht Auch wenn das wirklich eine andere Nummer war.

00:06:06: Hedda war eine komplette Neufassung, die selber aus unserem Haus sozusagen kam von Heder Gabler eben und ins zeitgenössische übersetzt also eine moderne Adaption hat in Berlin gespielt natürlich wo sonst?

00:06:23: Daher auch das sah so ein bisschen wie ne U-Bahn Station aus.

00:06:25: Richtig!

00:06:26: Das waren die Assoziationen.

00:06:28: In Spandau gibts so ne super schön mit so Mosaiken und diesen.

00:06:33: Da

00:06:33: müssen wir jetzt den Grafiker fragen, welche genau?

00:06:35: Aber das war eben die Association Die Ziegel, die Teils in der U-Bahn.

00:06:42: Genau!

00:06:43: Diese Fliesen diese schönen zwanziger Jahre fließen.

00:06:46: Hätte Gabler des Originales aus welcher Zeit?

00:06:51: Das Original... Jetzt werd ich mit meinem theaterwissenschaftlichen Hintergrund Kalt erwischt ist achtzehn.

00:07:06: Ich habe lange Handball gespielt und mich auch nie so wirklich für Handball spielen, gucken interessiert.

00:07:14: Und ähnlich mag ich es ehrlich gesagt mit dem Theater.

00:07:20: so richtig sicher auf dem Terrain bin ich nicht.

00:07:23: Also du bist kein Theaterwissenschaftler oder?

00:07:25: Ah, das leider schon!

00:07:26: Ja

00:07:27: also doch was hast Du denn jetzt alles studiert?

00:07:30: weil ich habe irgendwie Soziologie, Pädagogik erzähl mal weil Pädagogik hab' ich auch gemacht sehr lange sogar

00:07:40: vor allem Philosophie.

00:07:42: also ich hab mit pädagogic hier angefangen zu studieren und dann Philosophiensoziologie weitergemacht, beides im Bachelor dann abgeschlossen und dann mein Master in Philosophie-und Theaterwissenschaften gemacht.

00:07:56: Also alles natürlich Bereiche wo man richtig viel Geld verdienen kann?

00:08:03: Genau das war die Motivation auch gerade mit den Theaterwissenschaften hinten ran noch.

00:08:08: Nee, die Theaterwissen habe ich tatsächlich studiert weil ich dachte jetzt machst du das so lange in diesem Bereich und das musst du jetzt irgendwie in irgendeine Qualifikation verwandeln hat es mich eigentlich nie so interessiert, der wissenschaftliche Teil davon.

00:08:21: Und dann habe ich das so ein bisschen studiert und muss sagen, dass es dabei geblieben ist.

00:08:25: Ich finde es doch... Da find' ich die tieferen Theorien spannender als sich mit Theater auf der Ebene zu befassen.

00:08:33: Ich mach's gerne!

00:08:36: Aber so tief da eintauchen muss auch nicht sein.

00:08:39: In die Theatertheorie?

00:08:41: Genau.

00:08:42: Wovon lebst du?

00:08:44: Ich leite aktuell die Jugendkunstschule in Trier.

00:08:48: Die ist in der Europäischen Kunstakademie, hat die ihren Sitz.

00:08:51: Und das mache ich schon seit ... ... zwanzig?

00:08:54: Dreiundzwanzig!

00:08:54: Als

00:08:55: Pädagoge sozusagen.

00:08:57: Oh, das weiß ich nicht.

00:08:58: als Gesamtpaket...

00:08:58: Na ja aber du musst ja deine Qualifikation haben oder sonst geh ich da auch hin und sag' Ich kann gut malen, ich mach Kopffüßler.

00:09:05: Nee, ich arbeite dort nicht als Pädagog.

00:09:07: Also ich bin ein Geschäftsführer, das heißt ich mache die Finanzen.

00:09:10: Ich mach die Organisationen und die Anträge, das Programm also alles nur nicht.

00:09:14: die direkte Arbeit muss eine kleine Klammer noch dran setzen.

00:09:18: Ich habe auch ein eigenes Projekt das Pink Future Festival mit initiiert.

00:09:22: in dem arbeite ich tatsächlich schon mit den Jugendlichen direkt aber es hat ein bisschen meine Jobbeschreibung eigentlich verlassen muss ich sagen.

00:09:32: Ich bin dort hingekommen, weil ich Kulturmanagement gemacht habe im Rahmen von Bühne Eins zum Beispiel und pädagogische Erfahrungen natürlich durch meinen Abschluss.

00:09:43: Und so ein bisschen allroundermäßig aufgestellt.

00:09:46: Damals gab es eine Ausschreibung um eine Jugendkunstschule zu gründen.

00:09:50: Darauf habe ich mich beworben hab das dann als Selbständiger noch gemacht und bin nachdem die gegründet wurde in die Geschäftsführung gewechselt.

00:09:58: Okay, das heißt du hast sie mitgegründet.

00:10:02: Du kann es sein dass so immer wenn's um große Erfolge geht oder wo dein Name ist, dann bist du immer so.

00:10:08: wie sagt man Bescheiden?

00:10:10: Ja!

00:10:11: Ja du musst doch sagen ja ich habe die mit gegründete wenn du das mit geGründeten.

00:10:16: Ja, also hab ich ja gesagt.

00:10:18: Ich hab's ja aus der Nase gezogen und es gibt's ja gar nicht!

00:10:21: Also wirklich gut aussehen, charmant, nett, Tanja Kribel ist begeistert... Unglaublich.

00:10:26: ...und dann sitzt du hier und macht so ein anders Statement.

00:10:29: Also ich sonne mich im Fame meines Gegenüberes.

00:10:33: Also bitte!

00:10:35: Ja, ich muss zugeben, das war nicht meine Idee, dass zu gründen, das wurde ausgeschrieben aber ich arbeite eben in diesem Bereich und dann hat das irgendwie gepasst So reingerutscht.

00:10:46: Ähm, wo kommst du denn her?

00:10:47: Bist du Trierer-never?

00:10:50: Neva sagst du!

00:10:51: Du bist kein Trierr.

00:10:52: Ich bin Schwabe.

00:10:54: Diese Sprut heißt so, hey... Kann ich auch so schwätze?

00:10:57: Ja klar.

00:10:58: Ach ja, ich sage mal was auf Schwäbisch.

00:11:00: Du, das ist überhaupt kein Problem mit.

00:11:03: Meine Heimat ist Schwabelindle.

00:11:06: Aber es ist auch ähm...

00:11:07: Wo da genau?

00:11:09: Was meinst du?

00:11:09: Hast.. hast du auch äh Kehrwoch?

00:11:12: Kehrwuchte heumen hätte Neu.

00:11:14: Aber es ist wirklich brutal.

00:11:15: immer, wenn ich nach Hause komme... Also die sprache.

00:11:19: ich denke immer wie Schwänze die hier das total komisch.

00:11:21: Das schwätzt?

00:11:22: Ja, die schwätzen

00:11:23: da!

00:11:23: Die schwätzelt doch.

00:11:26: Ja, das ist brutal, dass der einzige Satz nicht kann.

00:11:29: Wichtiger Satz, aber wichtiger Satz.

00:11:32: Genau weil ich war lange mal mit dem Schwaben zusammen in den neunzigern in Berlin, aber da haben wir nicht wirklich schwer beschmitten miteinander gesprochen.

00:11:40: Schwabe aufgewachsen Auf dem Dorf in der Stadt?

00:11:45: Kleinstadt, Dorf an der Kleinstadt.

00:11:48: Und wie kamst du nach Trier?

00:11:52: Also ich habe damals mich an Schauspielschulen beworben.

00:11:58: und wie das so ist... Das braucht so seine Zeit und hab dann da eine Runde durchgemacht.

00:12:04: und dann hab' ich gedacht jetzt solltest Du Dich schon nebenher irgendwo einschreiben.

00:12:09: Und da hatte ich schon den Gedanke an Philosophie, aber hab gedacht also... Da kannst du jetzt nicht die eine Brotlose Kunst mit der anderen brotlosen Sache irgendwie kombinieren.

00:12:18: und dann habe ich gedacht, dann studierst du pädagogik.

00:12:22: Dann bin ich einer der wenigen glaube ich gewesen, die an dieser Uni gelandet sind weil sie es inhaltlich interessiert hat.

00:12:28: Also ich hab mich tatsächlich dann eingeschrieben an verschiedenen Unis und dann hatte ich irgendwie drei vier Zusagen Gefällt mir vom Inhalt.

00:12:38: und ja, da haben meine ganzen Kommunitoren nicht so gesehen.

00:12:44: Und dann bist du wegen dem Pädagogikstudium nach Trier?

00:12:47: Genau!

00:12:47: Und dann habe ich gemerkt, boah also studieren ist ja so geil... Also nee das lässt man mal mit den Schauspielschulen die Zeit kriegste nie wieder woanders.

00:12:58: Ach ja?

00:12:59: Ja und dann hab' ich das auch gemacht.

00:13:01: Ich glaube, dreiundzwanzig Semester habe ich studiert oder so

00:13:05: Aber zu Ende gemacht

00:13:06: Aber zu Ende gemacht, ja.

00:13:07: Wow!

00:13:08: Dann bist du noch... Ich hab auch pädagogisch studiert also auf Diplom damals noch und hatte angefangen mit Germanistik.

00:13:17: drei Semester zweites Hauptwachs Pädagogik.

00:13:20: Und bei ältere deutsche Philologie bin ich dann ausgestiegen, mittelhochdeutsch?

00:13:24: Ja, verständlich!

00:13:25: Danke und hab auf Pädagogen überstattet, geil kannst du schön was lesen.

00:13:30: es hat mich tatsächlich irgendwie auch interessiert.

00:13:31: ein bisschen Psycho, ein bisschen Soziologie muss man ja auch so groß also damals noch große Scheine machen.

00:13:37: in Trier waren tolle Soziologen der Hahn war damals noch da So, das weißt du noch?

00:13:44: Ja der war dort nicht mehr lehrend.

00:13:47: Aber er ist manchmal durch die Gänge gewandelt und ich könnte auf jeden Fall Texte von ihm...

00:13:51: Großartiger, großartig!

00:13:53: Jedenfalls wie viel Semester?

00:13:55: Dreiundzwanzig?

00:13:56: Ja aber nicht pädagogik.

00:13:58: also pädagogisch habe ich einen Bachelor abgeschlossen Ich weiß nicht nach vielleicht fünfzehn Semestern oder so.

00:14:03: Ich kann es dir nicht sagen.

00:14:04: Aber insgesamt meine Gesamtsemester haben sich auf jeden fall über zwanzig aufgelaufen.

00:14:11: Da haben wir was gemeinsam, siehst du mal?

00:14:12: Aber du bist ja deutlich jünger.

00:14:15: Zu deiner Zeit musstest du richtig Geld gekostet haben.

00:14:17: Bei mir hatten wir nur Vorteile.

00:14:20: Bahnticket ohne Steuern und Jobmen gehen... Das war alles Schlaraffenland!

00:14:27: Wenn ich heute zurückblicke auf meine Studienzeit ... Und ich glaube eine von drei, die es nach so einer langen Zeit auch zu Ende gemacht haben.

00:14:35: Weil eingeschrieben waren viele.

00:14:38: Zurück zu dir Wovon lebt Till Turner?

00:14:42: Hab ich mir noch aufgeschrieben.

00:14:43: Dann sagst du, also dein Brotjob ist die Kunstschule mit den Kindern.

00:14:48: Genau das ist die Jungen-Kunst-Schule.

00:14:49: Ich habe dann noch Arbeiter auch in der Kunstflotte ein bisschen.

00:14:53: Also ich mache mir meine Arbeit so stückchenweise zusammen.

00:14:56: Kunstflottes

00:14:57: oder was?

00:14:57: Kunstflotta

00:14:58: ist kein Verein.

00:15:00: Ist eine gemeinnützige UG und ist auch im kulturellen Bildungsbereich.

00:15:08: Kinder, Schulen und Kitas vor allem.

00:15:11: Hier in Trier auch in der Europäischen Kunstakademie sitzt sie.

00:15:14: Und dann mache ich noch Projektarbeit manchmal mal ein bisschen als Kulturmanager oder als Schauspieler.

00:15:24: Wie einfach oder wie schwer ist es in Tria Theater aus dem dazwischen zu machen?

00:15:30: Die Frage ist, wie leicht oder schwer das ist, hat er verschiedene Ebenen.

00:15:35: also erst Mal ist es natürlich generell einfach nicht so leicht was Gutes aufzubauen, sag ich mal.

00:15:41: Das passiert einfach meist nicht von heute auf morgen.

00:15:47: aber wie gut oder schwer das in Trier geht ja da gehen die Meinungen auseinander.

00:15:54: also Ich habe mir vor langem schon einen Satz zu Recht gelegt der heißt Kleinstädte sind zum produzieren und Großstädte zum konsumieren.

00:16:02: Also in Kleinstätten findet man leichte Räume Und man findet auch leichter Publikum.

00:16:12: Jetzt ist natürlich so, dass wenn man damit Anspruch rangeht und dann denkt man jetzt ist das irgendwie provinziell oder sowas gibt sicherlich diese Themen mit denen man zu kämpfen hat aber zugleich sind eben faktisch die Räume in kleinen Städten billiger.

00:16:32: Trier ist natürlich jetzt für die Größe doch relativ teuer, aber im Prinzip sind eben Räume billiger, Räime leichter verfügbar und auch Publikum leichter anzusprechen.

00:16:42: Also man hat einfach als Produzent keine so große Konkurrenz und wo es nicht so viel gibt da kann man leichter was machen.

00:16:51: Und deswegen habe ich Trier immer als ein super Umfeld erfahren in dem man Sachen auf die Beine stellen kann in meinem Umfeld, dass viele irgendwas auf die Beine stellen.

00:17:05: Bühne Eins bist du damit Gründer von diesem Theater oder bist du irgendwann dazugestoßen?

00:17:10: Wie kam das

00:17:11: beides denn?

00:17:13: also der bühne?

00:17:14: eins gab es vorher schon bühnen eins gibt seit zwei tausend acht als studentisches kollektiv aus dem theater tria heraus oder hinein.

00:17:24: das kann ich auch aus der ferne nicht so gut beurteilen.

00:17:26: also ist entstanden Als ein studentisches Kollektiv, das einmal im Jahr auf der Studiobühne im Theater Trier eine Produktion macht.

00:17:36: Professionell begleitet.

00:17:37: Es war so ne Verbindung aus Uni Hochschule und Theater Tria.

00:17:42: Und da bin ich dazugestoßen... ...二tausenddreizehn glaube ich!

00:17:49: Und zwei tausend dreizehnt oder zweitausend vierzehn?

00:17:52: Und hab damals auch noch ne Produktion mitgemacht als Schauspieler in der Studiumbühne Und dann kam es zum Intendantenwechsel, zwei Fünfzehn der Kalsibilius.

00:18:04: Der

00:18:04: Österreicher?

00:18:05: Genau!

00:18:06: Ja

00:18:06: und da sind wir aus dem Theater rausgeflogen kann man so nicht sagen... Es wurde einfach nicht verlängert.

00:18:13: also man hat uns halt irgendwie rausgeschwiegen und das war dann die der Moment wo wir das als vereingegründet haben.

00:18:20: Also wurde es zum ersten mal als juristische Person aus dem Theater rausentwickelt haben.

00:18:26: Das war auch unser Glück im Endeffekt, denn wir mussten raus, wir mussen uns irgendwie eigenständig machen.

00:18:32: aber dadurch haben wir eben auch angefangen eigene Mittel zu beantragen und das Ganze in Eigenregie auf die Beine zu stellen Und diese Entwicklung wäre glaube ich im Stadtjahr da jetzt so nicht möglich gewesen.

00:18:46: Also es ist ja oft... also ich kenne es auch dass wenn man sich bewegen muss weil ein System einfach abstürzt oder nicht mehr.

00:18:56: Dann werden, wenn es den Leidenschaft ist, wenn's denn sein soll, werden Kräfte einfach freigesetzt und dann wirds was Neues

00:19:03: Besseres.

00:19:04: Genau!

00:19:05: Und wir haben damals... Wir waren alles Studenten, wir hatten Zeit das was man als Student hat und die haben wir da drauf verwendet dann Produktion zu machen auch wilde Produktion sag ich mal.

00:19:17: also wir haben dann als erste Als ersten Akt als neugegründeter Verein haben wir zwei sechzehn Herzstück gemacht, also so hieß das am Gedicht von Heiner Müller.

00:19:30: Es war eine große Ausstellung im Exhaus und es war das letzte Mal, glaube ich, dass im Theater etwas im Exhaustheater lief.

00:19:36: Das waren quasi All Areas.

00:19:37: Wir haben uns natürlich völlig übernommen.

00:19:39: Also es hat funktioniert aber natürlich mit so Mini-Burnouts sag' ich mal... Aber wir haben das ganze Exhouse in der Ausstellung verwandelt zum Thema zwischenmenschliche Beziehungen mit zwölf, dreizehn jungen Künstlern die da vom Videospiel-, Bilderskulpturen alles Mögliche gemacht haben und darin haben wir dann Theater gespielt.

00:20:02: Also Finish ist das Stück und das hatten wir in drei Akten aufgeteilt.

00:20:08: Finish?

00:20:08: Wie

00:20:08: das Land oder die Sprache aus Finnland?

00:20:10: Genau.

00:20:11: Und das hatten weh immer in drei Arkte aufgeteilt, die unterschiedlich im Ex-Haus dann gespielt haben und das dann zweimal hintereinander, also man konnte

00:20:20: auch

00:20:22: drei verschiedenen Bühnen.

00:20:23: Und das hat dann da einen Akt stattgefunden und eineinhalb Stunden später hat woanders der andere Akt statt gefunden.

00:20:30: Wenn es zu Ende war ging's von vorne los was echt sich als sehr anstrengend.

00:20:33: Das waren vor allem ein Personenstück jedenfalls vom Text her und das war sehr an streng.

00:20:40: wenn man so ein Stück zu Ende gespielt hat einfach nochmal von vorne zu spielen Und dann den ganzen Bombs wieder abzubauen und aufzubauen.

00:20:48: Da war ja niemand da, der das sonst macht außer wir selbst so.

00:20:52: Genau!

00:20:52: Aber wir haben es überlebt... ...und genau uns einfach weiter professionalisiert.

00:20:59: Und wurde das von Anfang an angenommen?

00:21:01: Habt ihr Publikum gehabt?

00:21:03: Das ist sehr wichtig.

00:21:04: Ja.

00:21:04: Das sprüchte dann auch für oder gegen Trier.

00:21:06: Ihr habt vom Anfang an Publikums gehabt.

00:21:11: Also seit ich dabei war, wie gesagt über die Gründungsjahre kann ich das nicht so sagen.

00:21:16: Da weiß ich einfach nicht, wie es da genau lief.

00:21:18: aber wir haben von Anfang an Publikum gehabt und ich glaube das lag auch darin dass wir immer viel unterschiedliche Leute eingebunden haben.

00:21:27: Also wir haben eben viel mit der FH zu tun, dort die Designstudiengänge.

00:21:32: Du hast ja vorher die Plakate angesprochen.

00:21:35: Da ist einfach viel Potenzial was man heben kann.

00:21:38: Viel junge Leute, die wirklich etwas draufhaben und die Bock haben und dann auch noch Zeit haben.

00:21:44: Und dann kann man damit tolle Sachen auf die Beine stellen und wo Leute dabei sind kommen Leute dazu.

00:21:51: Ja also in Trier funktioniert die Werbung oft einfach darüber.

00:21:54: Ja, also wie bekommt man eigentlich mit das was ist?

00:21:58: Weil jemand sagt ja ich bin übrigens dann da.

00:22:01: Das sind so die Kanäle über die Publikum wirklich gezogen wird und das sind natürlich so Multiplikatoren, die dazu beigetragen haben glaube ich.

00:22:15: Und regie geführt hast du selbst nie?

00:22:18: Nein!

00:22:19: Ich habe immer nur gespielt seit eben zwei Ich glaube, ich war das erste Stück als es dann zur Premiere kam.

00:22:29: bis jetzt Hedder.

00:22:33: Jetzt ist das erste Jahr in dem ich das nicht mehr gebacken krieg neben den Jobs und so zeitlich einfach.

00:22:41: Ah du machst jetzt gar nicht mehr... Bin eins,

00:22:44: doch.

00:22:45: Ich bin im Vorstand von dem Verein selbst und jetzt bei den neun Stück das jetzt am eintreißigsten Oktober Premiere haben wird mache ich die produktions- und künstlerische Leitung also bin da sehr involviert.

00:22:59: aber ich habe nicht diesen Probenblock von einhalb Monaten Vollzeit den ich mir dann irgendwie woanders wegschneiden muss oder in der Mittagspause noch mal arbeiten gehe.

00:23:08: so hab ich das bei header gemacht oder anderen Produktionen Und das

00:23:13: geht nicht... Wann ist es?

00:23:14: Am...

00:23:15: ...Ein und dreißigsten Oktober.

00:23:17: Genau, ist Premiere auch in der EK.

00:23:20: In der Europäischen Kunstartikel.

00:23:22: Das ist eine Kooperation mit dem Theater Trier.

00:23:24: Wir spielen also im Raum.

00:23:28: Haben wir zuletzt zwei neunzehn auch gespielt.

00:23:31: Und genau!

00:23:32: Das Stück heißt You Better Work Bitch ein Trüptichon.

00:23:38: Yes.

00:23:39: Okay

00:23:40: yes Es ist eine Mischung aus Popkultur und Hochkultur.

00:23:45: Das haben wir ein bisschen versucht in einem Subtitel, in dem Untertitel einen Trüptichern mitzugeben.

00:23:52: Es ist ein Stück über Arbeit.

00:23:55: Und wir haben drei Texte ausgeschrieben.

00:23:59: Einen haben wir in Kooperation mit der UDK im Berlin bei den jungen Schreiberlingen ausgeschieben.

00:24:05: einen Text haben wir in Rheinland-Pfalz, Saarland und Luxemburg ausgeschrieben.

00:24:10: Und ein Text steuern wir in Eigenproduktion beißen also drei Uhrführung.

00:24:15: Es werden drei Kurzinszenierung, drei kurze Stücke zum Thema Arbeit sein von drei Regiepositionen Also...und drei SpielerInnen.

00:24:24: Wir haben wirklich das drücklich schon voll durchgezogen.

00:24:30: Das klingt spannend, zumal das Thema Arbeit.

00:24:33: Ja ich mein politisch ist ja heutzutage alles aber das Thema arbeit war ja schon von je her politisch gerade in deutschland wo man dann immer denkt wer arbeitet hat recht und damit hat sich das alle anderen sind faul.

00:24:48: es ist ja gerne mal so in Deutschland.

00:24:49: wir sind hier alle gerne Helden der Arbeit, Heldinnen der Arbeit usw.

00:24:53: was ja vollkommen schwachsinn ist zumal sicher die Arbeitswelt dermaßen inhuman weiterentwickelt und das alles eine ganz bescheuerte Geschichte ist.

00:25:03: Apropos inhuman.

00:25:05: Oh, jetzt wird es spannend!

00:25:06: KI und Theater?

00:25:08: Ja

00:25:08: Was ist denn da los?

00:25:11: Kann

00:25:11: die KI sich auch im Theaterbetrieb breitmachen außer partiell natürlich.

00:25:17: Natürlich kann sie sich partiell breit machen aber kann die KI das humanistische am Theater gefährden?

00:25:27: Ich dachte schon du sagst jetzt irgendwie

00:25:30: Was?

00:25:31: Repräsentieren oder so was.

00:25:32: Gefährden, ja... Das ist ne gute Frage!

00:25:38: Also ich glaube die Theaterschaffenden sind natürlich selbst eher nicht das Klientel dass versucht mit Hilfe von KI ihre Arbeit irgendwie effizienter zu machen.

00:25:54: also das ist ja glaub ich das Einfallstor der KI dass es irgendwie effizienter geht.

00:26:00: Jetzt spare ich mir da die Arbeit und die kann ich dann woanders aufwenden, wir machen das dann alle und dann sind wir nachher irgendwie auch nicht schneller.

00:26:09: Und ich glaube beim Theater ist jedenfalls meine Hoffnung, geht es so stark um diesen Prozess selbst also diesem Prozess einmal durchzumachen Dass ich mir es irgendwie nicht so recht vorstellen kann wie das jetzt gerade abgekürzt werden soll.

00:26:25: Also es ist ja so ein sozialer eine soziale Kunst eigentlich Theater.

00:26:31: Man hat diese verschiedenen Gewerke, die da zusammenarbeiten und diese persönlichen Interessen und professionellen Interessen, die man da irgendwie abwiegen muss und zusammenbringen muss.

00:26:42: Da ist so ne einseitige KI, die dann was raushaut gar nicht so leicht zu integrieren würde ich jetzt mal spontan sagen,

00:26:53: aber hoffe Also, KI macht mir Angst.

00:26:55: Zumal nicht die KI als solche sondern wir dummen Menschen als solche.

00:26:59: Das finde ich total gefährlich.

00:27:02: Ich war im Kino übrigens Und als du eben gesagt hast, Schauspielschule.

00:27:08: Da wollte ich auch noch mal hin.

00:27:09: Weil Schauspielschule kenne ich noch weil ich wollte auch mal Schauspiele machen.

00:27:13: natürlich wollte alles ja auch immer schon mal was meine Gäste ist.

00:27:17: Aber es ist Tatsache so und da musste ich gestern dran denken weil ich im Open Air Kino war diese Lücke dieser entsetzliche Lücke Ganz bezaubernd.

00:27:25: Ich habe geweint, also tolle Darsteller großartig Center Berger ich liebe sie.

00:27:31: Ich bin ganz mutig natürlich auch sehr kommerziell aber wunderschöner Film Toller Schauspieler, also ich war total begeistert.

00:27:42: Hat

00:27:42: mir auch toll gefallen.

00:27:44: Ja ne?

00:27:44: Ich hab das Buch auch gelesen und bin trotzdem begeisterd von der Umsetzung muss ich sagen.

00:27:49: Genau was es mir da so gut gefallen hat ist so dieses äh... Da wird ja auch diese Theaterschule oder Theaterstudium.

00:27:57: ne du hast die Schauspelausbildung ja gemacht!

00:28:01: Ich habe die Schauspelausbildung

00:28:03: nicht

00:28:03: gemacht sondern Ich fühle mich da auch sehr dazwischen.

00:28:08: Er sagt nicht, ich bin Schauspieler, sondern dann sage ich, ich arbeite als Schauspieler oder so.

00:28:13: Weil ich da auch niemand auf die Füße treten will, weil man das ja nicht studiert und dann ist es ...

00:28:20: Na ja, Moment!

00:28:20: Kevin Kühnert ist als Student bei seinem Telefonjob hängen geblieben und ist trotzdem einer der grandiosesten Politiktalente.

00:28:31: Also dass mal nebenbei.

00:28:33: Ja?

00:28:34: Und ... Genau, aber Schauspielschule oder Schausspiel auch später.

00:28:41: Man muss sich ja schon noch manchmal ganz schön zum Affen machen.

00:28:45: Du musst ja an deine Grenzen gehen und das fand ich in diesem Film halt so toll!

00:28:50: Wie schaffst du das?

00:28:52: Also ich sehe dich jetzt hier zum ersten Mal, du bist ein aparter Typ, würde ich mal sagen junger Familienvater gut aufgestellt weißt du sowas.

00:29:01: wie machst du dich denn da zum Affe?

00:29:04: Das sehe ich gar nicht, ohne dich zu kennen.

00:29:07: Aber diese Grenze ... also sich wirklich zu zeigen... das ist ja die große Schauspielkunst oder das Talent.

00:29:18: Wenn ich mich gut kenne, muss ich mich selbst gutkennen?

00:29:21: Ja!

00:29:22: Um dann in eine Rolle zu schlüpfen, in der ich mich verausgabe.

00:29:27: Mhm.

00:29:28: Ich kann es auch nicht so sehr ... Also die Introspektion von diesem Prozess des Spielens Wahnsinnig schwierig.

00:29:34: Und auch, also das sage ich jetzt über meine Wahrnehmung und meine Spielweise auch unglaublich entzaubernd!

00:29:42: Also weil man doch auf der Bühne auch wahnsinnig viel im Kopf hat und im Kopf haben muss... Also inwiefern ich diese Rolle durchlebe kann ich gar nicht so wirklich sagen denn ich muss auch gleichzeitig in meinem film im kopf behalten wo stehen die anderen personen?

00:30:00: wo ist jetzt mein nächstes signal?

00:30:02: wo ist das licht?

00:30:03: was machen die?

00:30:04: oh jetzt sehe ich.

00:30:06: Die andere kommt gerade gar nicht klar hat ihren text vergessen oder irgendwas am kostüm will nicht oder so.

00:30:10: da gehen so viele prozesse gleichzeitig ab dass meine wahrnehmung, dass auch etwas ganz entzaubert es hat.

00:30:19: also die Leute denken oft, was muss der gerade da durchmachen?

00:30:24: Aber es geht ja nicht darum, was ich da durchmache.

00:30:26: Es geht darum, dass sie dort sehen, was das mit ihnen macht und inwiefern?

00:30:33: also?

00:30:34: jeder macht sich immer so zum Affen wie er kann.

00:30:37: Und man kommt dadurch, indem man es mit großer Ernsthaftigkeit betreibt.

00:30:45: Also indem man wirklich ... Das durchzieht!

00:30:50: Und wenn man das so ein bisschen halb macht, dann wird's affig.

00:30:54: Oder dann bekommt man selber kalte Füße.

00:30:58: Man muss es einfach durchziehen!

00:31:02: Für mich war das nichts.

00:31:03: Also ich würde total gerne, also kann sein, dass ich mich mal bei euch einschleimere für eine Nebenrolle oder so weil ich es einfach gerne mal probieren will.

00:31:11: Weil die Leidenschaft hatte ich immer.

00:31:13: Ich war immer der Klassenplaner, also so expressiv als depressiver Teenager und wirklich ganz schlimm Und ich habe auch Schauspielunterricht genommen am Stadttheater Trier in den nineteenhundert keine Ahnung nicht ernst nehmen können, weil ich mich selbst nicht ernst genommen habe.

00:31:31: Weil ich dachte du machst das ja sowieso nicht und hab dann Texte gelernt und ich war irgendwie fleißig und bin hingegangen aber ich konnte mich da gar nicht zeigen.

00:31:42: Das kann ich jetzt seit vielleicht fünfzehn Jahren wo ich sage ich kann das oder ich kann ohne overacting einfach mal eine Figur wiedergeben oder so würde mich echt mal interessieren.

00:31:56: Das wollte ich wissen, weil man sagt ja auch wenn man... aber du hast der Philosophie auch studiert.

00:32:05: Wie wirkt denn die Philosophiemit rein?

00:32:06: Wirkt die mit rein

00:32:08: ins Schauspiel?

00:32:09: Ja!

00:32:10: Also die wirkt auf jeden Fall insofern hinein, dass ich schon auch ein wahnsinnig verkofter Typ bin und ich habe jetzt nicht Ich bin jetzt nicht so ein Method-Actor, der sich in dieses Gefühl reinfuchst und dann da vom Inneren aus bricht.

00:32:28: So eher nicht!

00:32:31: Das was ich mache, und da spreche ich über niemandem anderen von jemand anderem, das was ich mach betrachte für mich auch nicht als Kunst sondern ich denke eigentlich nur... ich gehe da auf die Bühne, jemand anders hat den Text geschrieben und irgendjemand zieht mich an und ich sage eigentlich nur was dort steht Und als Meer betrachte ich das gar nicht.

00:32:52: Ich versuch einfach nur, dass zu spielen was dort jemand in den Text geschrieben hat und versucht es eigentlich recht unaufgeregt zu sehen.

00:33:00: Macht das Sinn?

00:33:02: Es ist auf jeden Fall eine MIR... Diametral entgegengesetzte Auffassung, aber es macht durchaus Sinn.

00:33:09: Es

00:33:09: ist auch in der allgemeinen Sichtweise auf Schauspiel eine diametralen Gegengesetzten.

00:33:19: Aber es gibt einfach unterschiedliche Typen die unterschiedlich spielen und es gibt aber auch in unterschiedlichen Zeiten gesellschaftliche Vorstellungen was dort passiert und Anforderung ja und auch nach dem was die Schulen suchen zum Beispiel.

00:33:34: Und ich glaube, wir leben in einer Zeit, in der Authentizität immer wichtig ist.

00:33:42: Wenn du fragst, wie spielt die Philosophie da rein?

00:33:45: Die spielt so freien, dass ich hinter Authentzität kein wirkliches Konzept sehe was da sein soll und was das überhaupt bedeuten soll.

00:33:55: Insofern versuche ich es einfach durchfließen zu lassen.

00:34:01: Jetzt bin ich neugierig geworden, jetzt will ich dich spielen sehen.

00:34:04: Ich hab dich ja ohne es zu wissen schon mal spielen sehen?

00:34:08: Aber ich erinnere mich nicht, ich war da in einer... Ich habe

00:34:11: einen großen Pelzmantel an

00:34:13: und...

00:34:13: Ach ja doch.

00:34:14: ...rumgeschrien.

00:34:15: Und es gab dieses Bett!

00:34:17: Es gab ein großes Bett.

00:34:18: Ja,

00:34:18: ja.

00:34:18: Und die waren alle sehr nett da.

00:34:22: Auch wir hatten keinen Sitzplatz mehr und dann wurden uns sofort Stühle geholt.

00:34:26: Natürlich waren sie net.

00:34:28: Das

00:34:28: ist unser Verein?

00:34:29: Ja das war wirklich mega charmant, das weiß ich noch.

00:34:31: Wie gesagt mit Besuch aus Berlin.

00:34:34: Und meine Freundin Antje, hallo Antje groß nach Spandau.

00:34:37: Meine Freundin Andi meinte, guck mal siehst du.

00:34:40: Gibt's doch auch was?

00:34:42: Weil ich hier neu war und nur am Mekkan war Und es gibt mehr als die Porta Nigra und den Weinstand Und weil ich einfach ein Horror hatte wie mein Leben sich jetzt gestalten würde.

00:34:55: Aber anyway Bühne eins Fantastisch das es euch gibt.

00:34:59: Ja

00:35:00: Wie viele Leute seid ihr?

00:35:02: also wir sind ist immer unterschiedlich, was man damit meint.

00:35:06: Wir haben ein Verein mit etwas über fünfzig Mitgliedern ... Wow!

00:35:10: Fünfzig?

00:35:11: Ja.

00:35:12: Aber da sind natürlich auch viele dabei, die hier mitgewirkt haben und dann weggezogen sind aber immer noch irgendwie dem verbunden geblieben sind oder Mitglied gebliebt sind oder Fördermitglieder oder so.

00:35:23: Also es deckt sich jetzt nicht ganz, was Mitglieder sind und was Leute sind, die eine Produktion stemmen.

00:35:29: bei uns sieht ja eine Produktsion so aus.

00:35:31: Also ich würde sagen, da sind vielleicht zwanzig zwischen zwanziger und maximal fünfundzwanzig Leute beteiligt aus dem Verein oder Leuten die einfach Lust haben mitzumachen.

00:35:43: Wir haben dann auch einen offenen Stammtisch oder wir haben dann unser erstes Treffen für diese Produktion veröffentlicht und gesagt also wer dazu kommen will kann dazukommen.

00:35:53: Und es ist eben dann ein Dazwischen.

00:35:57: denn wie gesagt wir haben professionelle Spielende, wir haben eine professionelle Bühnenbildnerin und Regie-Personen.

00:36:07: Und gleichzeitig haben wir aber auch ehrenamtliche Mitglieder die einfach plakatieren gehen, die die Kasse schmeißen, die Öffentlichkeitsarbeiten mitmachen.

00:36:17: Und wir haben dann auch noch Studis, die wirklich was draufhaben, aber noch nicht davon leben, noch nicht fertig sind.

00:36:26: Und das kommt da alles zusammen und ist auch wirklich komplex abzubilden, auch was die Vergütung betrifft.

00:36:34: Also wir versuchen es jetzt transparent zu erhalten in unserer Gruppe und es ist aber dann nicht unbedingt so dass wer die gleiche Arbeit macht, gleich viel bekommt.

00:36:43: Dann gibt es also Leute, die müssen davon leben oder... Das gilt es dann irgendwie alles mit zu berücksichtigen.

00:36:51: Das ist ja ein sozialistisches Konstrukt!

00:36:55: Das ist echt Wahnsinn.

00:36:56: Es

00:36:56: ist ja Wahnsinn!

00:36:57: Und ihr schlagt euch nicht die Köpfe

00:36:59: ein?

00:37:00: Im Theater schlägt man sich immer die KöPfe ein, glaube ich.

00:37:02: Also immer zu einem gewissen Zeitpunkt gibt es eine Krise.

00:37:05: das gehört bei jeder Produktion dazu.

00:37:08: also faktisch physisch schlagen wir uns nicht die KÖPFE ein aber es gibt immer wieder ne?

00:37:14: Das ist einfach wie gesagt eine soziale Kunst ... ist eine Kunst, ja?

00:37:20: Also dass da die ganzen Positionen zusammenzubringen und jeder steuert was bei.

00:37:25: Es ist ja nicht so wie der Maler, der sagen kann ich mach jetzt mein Bild... ...und geht mir alle fort.

00:37:32: es interessiert mich nicht was ihr denkt.

00:37:33: das funktioniert im Theater nicht so.

00:37:35: man muss immer Rücksicht nehmen auf die anderen und jeder muss in seinem Bereich hat.

00:37:41: er wird er immer begrenzt durch die Anderen Bereiche.

00:37:43: Was kann das Bühnenbild?

00:37:44: oder was muss es dann?

00:37:46: was hat es für Anforderungen?

00:37:49: Und als Spielende erst recht.

00:37:51: Man bekommt einfach einen Text, den hat man sich ja nicht ausgedacht.

00:37:53: Das steht da was man sagen muss.

00:37:55: also diese Begrenzung und dieses Austarieren von verschiedenen Interessen künstlerischen Ideen und so das ist es was es so spannend macht.

00:38:04: Was aus welchem Stall kommst du?

00:38:06: Was haben deine Eltern gemacht beruflich?

00:38:08: Das sind beides Therapeuten.

00:38:10: Psychos!

00:38:11: Psychos, absoluter Psycho.

00:38:13: Er hat das jetzt ... Ihr könnt es nicht sehen draußen an den Endgerittenen.

00:38:17: Wir sitzen ja bei Steffi Stahl im Kämmerchen und er hat das wirklich mit so einer Geste, mit erhobenen Händen nach oben gedeutet.

00:38:24: Beide Eltern sind psychos!

00:38:26: Das hast du denn ...

00:38:29: Für einen

00:38:30: Schlag?

00:38:31: Welches Problem hast Du denn aus diesem Psychoding rausgezogen?

00:38:36: oder gibt's da gar keins?

00:38:39: Also ... Entschuldigung.

00:38:41: Beide Psychos, das ist schon nicht ohne!

00:38:45: Ja ja... Ich hab's ... also was soll ich sagen?

00:38:48: Einzelkindnäne?

00:38:49: Nee, nee.

00:38:50: Gott sei Dank.

00:38:52: Also ich habe da eigentlich, würde ich über mich sagen keinen Hau weg.

00:38:57: Meine Eltern haben mir aber auch schon

00:38:58: Freude gesagt.

00:38:59: Die haben immer den größten Hau,

00:39:00: entschuldigung?!

00:39:02: Das weißt du ne?

00:39:03: Ja, das weiß ich ja.

00:39:04: Also wir haben keinen Hauf.

00:39:05: Nein Also du kommst sehr aufgeräumt daher.

00:39:08: Ja,

00:39:09: was soll man sagen?

00:39:10: Was wenn der Verrückter sagt er ist nicht verrückt, da klappt ihm niemand.

00:39:15: Nein aber Entschuldige erzähl also deine Eltern hat eine eigene Praxis ja

00:39:21: genau und also jeder eine und die haben wir auch schon früh gesagt.

00:39:27: das ist jetzt nicht unbedingt worüber Du sprechen musst dass du beide älteren Therapeuten datenken alle mal uuaii was lauert da so?

00:39:35: ne

00:39:36: Mhm.

00:39:38: Aber inzwischen ... da steh ich drüber?

00:39:41: Okay, und deine Geschwister?

00:39:43: Was hast du an Geschwistan zu bieten?

00:39:45: Zwei Brüder!

00:39:46: Drei Jungs

00:39:47: als Sohn

00:39:48: von zwei Psychos.

00:39:50: Ja ja... Interessant.

00:39:52: Und dann noch Schwaben ne?

00:39:53: Schwäbischen Psychos.

00:39:56: sind deine Eltern noch aktiv?

00:39:57: Die sind jetzt den Renter gegangen.

00:39:59: also wirklich vor zwei Wochen sind die rentergegangen oder was?

00:40:02: okay krass Krass, aber ja gut.

00:40:06: Interessant!

00:40:07: Aber ich finde es immer spannend... Aus welchem Stil man kommt.

00:40:12: Egal, auch jenseits stimmt das Klischee nicht immer.

00:40:15: aber es ist glaube ich was anderes ob man jetzt in dem Psychostall aufwächst.

00:40:19: oder bei uns war zum Beispiel Papa Post-Oberinspektor der wusste wo rechts und links ist und gibt's heute nicht mehr.

00:40:27: aber das gab damals Laufbahnhalt, Beamtesicherheit usw.

00:40:33: Und die Mama war Kindergärtnerin und dann Sonderschullehrerin, weil sie sich weitergedingst hat entwickelt hat.

00:40:40: Und ja keine Ahnung meine Schwester ist Kostümbilderin geworden und ich habe tausend Jahre studiert und wollte immer berühmt werden und bin jetzt also in der Höhe meiner Karriereleiter bin ich jetzt an einem Berufsbind in Schule halbestelle.

00:41:00: Bin aber sehr zufrieden und als alte Frau eigentlich nicht zickig geworden.

00:41:06: Und das ist, glaube ich, schon mal eine ganz gute Sache.

00:41:08: oder beziehungsweise ich war schon immer zickiger.

00:41:10: Aber so ... Ich hab Spaß!

00:41:12: Man muss ja immer nach sich selber auch schauen, gell?

00:41:15: Genau.

00:41:16: Auch ohne Psycho-Eltern.

00:41:17: Psycho, Psycho-, Psychoeltern.

00:41:20: Interessant.

00:41:21: Verhältnis zu den Eltern ist gut?

00:41:23: Ist gut, ja.

00:41:25: Okay.

00:41:26: Gut, da ist jetzt nichts mehr zu holen also... Da ist nichts mehr zu heut.

00:41:30: Aber interessant, kein Einzelkind ... Psycho-Elter.

00:41:35: Theater an ungewöhnlichen Orten?

00:41:37: Gibt es Orte in Trier, wo du sagst, da würd ich total gern mal mit der Bühne eins rein?

00:41:42: Also Orte, das is ja so ne Passion von mir.

00:41:45: Ja.

00:41:45: Ähm ... Orte also... Ist von mir persönlich eine Passion.

00:41:51: aber auch bei Bühnen Eins haben wir das immer viel gemacht, Orte erschlossen.

00:41:55: den kommenden Aufstand gespielt in einer Halle am Grüne Berg.

00:41:59: Da haben wir die Leute mit einem Omnibus in der Stadt eingesammelt, und so ein verhängten Omnhibus, das keiner weiß wo er hinfährt, mit Moderatoren drin einfach irgendwo in eine Halle gefahren... Ja, wir waren jung, wir hatten Zeit, dass alles irgendwie auf die Beine zu stellen ist.

00:42:14: Genau!

00:42:15: Und wir haben da diesen Keller bespielt oder so.

00:42:18: Wir haben das Ex-Haus auf diese Weise bespielt.

00:42:21: also wir haben immer versucht aus der Not eine Tugend zu machen, wir hatten ja kein Ort und Räume gespielt.

00:42:30: Wir hatten dann tolle Räime in der Güterstraße Proberäume da waren auch ganz viele Bandproberäumen so Sardinenbüchsen aber auch Bands die wirklich große Pühnenräume hatten und das wurde leider abgerissen und das steht bis heute nicht.

00:42:46: Da ist einfach nur ein Zaun, da hat man auch nichts gebaut.

00:42:49: Das waren tolle Zeiten wo wir große Räume hatten, wo wir in denen auch nicht offiziell gespielt haben, da sind dann Brandschutzgeschichten oder so aber zufällige Veranstaltungen gemacht haben sag ich mal, wo zufältig Leute da waren oder Leute eingeladen haben und... Genau, das ist eine Passion von mir.

00:43:13: Ist aber auch etwas, was unabhängig von mir Bühne eins auf jeden Fall auszeichnet Räume zu suchen und Räumen zu erschließen.

00:43:19: Und aktuell haben wir einen neuen Raum erschlossen.

00:43:22: Und zwar den Martinerhof.

00:43:24: kennst du den?

00:43:25: Ja.

00:43:26: Das ist ein altes Kloster in Paljen.

00:43:29: Okay.

00:43:30: Ein

00:43:31: sehr schöner verschlafender Ort.

00:43:33: Es hat wirklich Ex-Haus-Vibes da drin.

00:43:37: Paljen über die Römerbrücke Rechts ist Palgen.

00:43:40: Nicht über die Römerbrücke, aber über die Konrad-Adenauer Brücke?

00:43:43: Ähm ... Quatsch!

00:43:44: Kaiser Wilhelmbrücke.

00:43:46: Das ist der erste, wenn man von dort kommt.

00:43:48: Die Geschichte des Ortes ist das es... Also ich hoffe, ich habe das jetzt korrekt im Kopf.

00:43:53: Es gibt ja das Martinsklos da.

00:43:55: Ja.

00:43:56: Das war ein Studentenheim.

00:43:58: Auf dieser Seite der Mosel und als die napoleanischen Truppen kamen sind die dort vertrieben worden, weil das als Kaserne gebraucht wurde.

00:44:10: und dann sind die Mönche haben dort ihr Exilkloster gegründet.

00:44:15: Und das ist wirklich ein wahnsinnig schöner Ort der total unterbelichtet ist und da steht ein ganzes Stockwerk frei.

00:44:25: und da haben wir jetzt wirklich vor keinem Monat keinen Monat her uns diese Räume bezogen

00:44:34: Und

00:44:35: da werden wir jetzt proben und uns treffen.

00:44:38: Und diese Produktion im Hintergrund umsetzen, genau!

00:44:42: Das heißt dort wird auch eine Produktionsstadt finden?

00:44:46: Nein das gibt es nicht her.

00:44:49: also dann muss man ja auch große Zulassungs- Aber das gibt es auch einfach räumlich tatsächlich nicht her von der technischen Ausstattung und sonst was.

00:44:56: Wir werden es ja in der EKA machen im Theaterräumen, aber wir werden unsere Proben dort durchführen und auch unsere Treffen

00:45:04: usw.,

00:45:04: dass wir jetzt endlich wieder ein Ort haben seit dem Abbruch der Proberäume an der Güterstraße zwei, neun Zehn war das glaube ich oder so sind wir raumlos und nicht glücklich.

00:45:17: Und ihr habt trotzdem die Hände auf die Beine gestellt?

00:45:19: Ja!

00:45:20: Habt ihr dann von der Tufa-Räume bekommen, um da

00:45:22: zu kommen?

00:45:23: Genau.

00:45:23: Das war die erste Produktion, die wir dann in der Tuffa gemacht haben.

00:45:26: Also weil was wirklich schwierig ist in Trier sind gute Theaterräume für die freie Szene also die entsprechend große Bühne haben, die eine entsprechende technische Ausstattung haben und wo auch die ja wo man auch Publikum rein bekommt und das ist wirklich rar gesät und dass es ein bisschen schade.

00:45:46: Ich habe ja, fällt mir ein, diese ... Wo ich mit meiner Freundin aus Berlin bei euch in der Produktion war.

00:45:53: In diesem Ratskeller da.

00:45:55: Da hab' ich gedacht das würde im Kaufhaus stattfinden.

00:45:59: Weil ich dachte wie geil die Trierer machen Theater hier im geschlossenen K-Stadt!

00:46:04: Wie geil ist das denn?

00:46:05: Wahrscheinlich so mit Flatterband und so... Und dann war's halt natürlich im ... Aber

00:46:09: es liegt ganz, es ist eine wirklich schräge Trierer Kombi.

00:46:13: Man ist also der Raum, wo man rein ist und wo man so ein Aufenthaltsraum hatte davor.

00:46:19: Das ist dieser alte Keller.

00:46:21: Und von diesem alten Keller geht wahnsinnig geschmacklos es einfach über in das Kaufhaus.

00:46:26: Also der Raum in dem wir gespielt haben war der unterste Stock vom Kaufhof.

00:46:33: Der sah auch genauso shabby aus.

00:46:36: Und der Zugang war nur ein schöner über diesen Keller.

00:46:41: Also irgendwelche alten Keller und dann diese schreckliche siebziger Jahre.

00:46:46: Ja, aber ich finde das ja... Ich mag es auch wenn die zwei Welten so zusammenkommen.

00:46:53: Und ich habe mich auch damals total aufgeregt in Berlin also das scheint ein Deutsch.

00:46:58: Deutschlandweites Phänomen zu sein, so geschichtsvergessene Kacke zu machen.

00:47:04: Wie zum Beispiel in Erichs Lampenladen.

00:47:06: in Mitte war ja dieses der Verlass der Republik.

00:47:10: Ja erst machen sie das Ding als best frei hat Millionen gekostet und das war so wirklich ein was nicht sechstiger Jahre Totsunde architektonisch, aber geiles Peace.

00:47:22: Da war die DDR vertreten!

00:47:25: Das war Erichs Lampenlahn.

00:47:27: und dann machen sie das Ding als Bestfrei um es dann zu sprengen... ...und dann hier das Idiotenschloss

00:47:36: draufzubauen.

00:47:38: Hallo?

00:47:39: Hallo?!

00:47:40: Und da gibt's kein Bürgerkrieg, das gibt's doch nur in Deutschland.

00:47:45: Ja, und das war eben auch so toll weil Die Erichs-Lampenladen, also den Palast der Republik.

00:47:52: Den hat man ja auch bespielt in dieser Zwischenzeit wo quasi der Lampenladen ohne Asbest wie so ein Rohbau d'arstand und es war fantastisch.

00:48:05: Das war wirklich fantastisch aber wurde dann weggemacht.

00:48:08: und dann so eine Katastrophe finde ich eben in Trier.

00:48:15: an manchen Stellen geht das gar nicht.

00:48:18: Und zum Beispiel auch gestern im Innenhof, wo das Open Air Kino war, wo ich die fantastische Lücke, diese unendliche Lücke gesehen hab und ...

00:48:27: Diese unendliche Lücke

00:48:28: ist auch schön!

00:48:29: Ja ja,

00:48:29: aber unendlich lücken ist

00:48:30: auch toll!

00:48:32: Du weißt was ich mein?

00:48:34: Maja Hoff, Bubu, Schatz, Bubutraum.

00:48:37: Maja Hof ganz großer Theater Gott für mich.

00:48:41: Genau.

00:48:42: Und da ist es ja auch, das ist par excellence die Basilica!

00:48:45: Und dann aber dieses barocke Ding, was so reingeklatscht ist.

00:48:49: Ja, völlig rangeklatscht.

00:48:52: Das finde ich mittlerweile großartig!

00:48:54: Ich hab da meine Probleme mit... Also das Schloss ist jetzt ja noch wirklich etwas älter, aber ansonsten denke ich mir immer also die siebziger Jahre haben wirklich geschafft, was der Zweite Weltkrieg nicht geschafft hat, Tria ganz schön zu entstellen auch.

00:49:08: Die Trefferess ist ein schönes Beispiel.

00:49:10: wo dann noch das Tor da ist von diesem von diesem Kirchen.

00:49:15: Treveris-Saal, das war ein Ballsaal?

00:49:17: Ein

00:49:17: Ballsaals mit einem ganzen Komplex da oder auch gegenüber der Porta.

00:49:22: dieses tolle Hotel ist da jetzt steht.

00:49:25: Wahnsinn!

00:49:25: Also die siebziger Jahre haben hier richtig... also die haben schwer reingeschreit.

00:49:30: Und ganz toll finde ich auch wenn die dann so ein siebzeiger Jahrehaus und dann haben die manchmal noch die Mariafigur gerettet vom alten Haus Fassade geklatscht.

00:49:40: Echt?

00:49:42: Das muss ich mal drauf achten!

00:49:44: Was Architektur in Trier angeht, ist halt so ein bisschen verbaut.

00:49:48: Total verbaut!

00:49:49: Die Innenstadt ist butzig von der Porter-Kornmarkt und dieses... Und sobald die Geschäfte aufhören wird's komisch.

00:49:58: Aber irgendwie ja.

00:50:00: dafür haben wir eine Wahnsinnslandschaft hier wo andere Urlaub machen usw.. Und Köln ist noch viel schlimmer weil einfach mehr kaputt war.

00:50:08: Aber ich sehe manchmal auch so auf Facebook, ich bin immer noch bei Facebook.

00:50:13: Sieht man ja manchmal so Trier von früher und dieser Platz vor der Porta Nica?

00:50:20: Der sah aus wie Wien!

00:50:22: Das war wirklich Wien... Ja,

00:50:24: das hat nicht der Krieg zerstört, ne?

00:50:26: Nein.

00:50:26: Das war ... das war wirklich nochmal anders selbst gemacht.

00:50:30: Ja, ist irre, irre.

00:50:32: Gut Orte, verrückte Orte in Trier.

00:50:35: was ich am Anfang So ein bisschen krass fand, dass Tria so wenig dazwischen hat.

00:50:44: Dazwische

00:50:45: Orte oder?

00:50:47: Wenn du durch die Innenstadt gehst sind ja manche Häuser zu.

00:50:51: Die sind ja nur zugänglich für den Deichmann.

00:50:54: Das ist

00:50:54: der Wahnsinn!

00:50:55: Das ist

00:50:55: gruselig... Also

00:50:56: in der Innenstadt wenn man mal es bessert sich gerade etwas.

00:50:59: aber wenn man in der Innenstadt durchläuft und dann schaut man sich an Ob es irgendwo eine tür gibt.

00:51:09: Und dann guckt man hoch und dann sieht man immer erstes stock.

00:51:12: erster stock ist noch lager von dem laden zweiter dritter stock ist gar nicht bewohnt, ja und das kommt ab mir mal ein immobilien mensch erklärt es kommt einfach daher weil die Ladenfläche so wertvoll war dass man einfach die treppe weggelassen hat.

00:51:25: also man hat diesen diesen einen meter zwanzig Treppenzugang, also Flur hat man einfach weggemacht und dem Laden zugeschlagen.

00:51:32: Und dann hat man irgendwo hinten eine kleine Treppe gemacht und dann konnte da niemand mehr wohnen.

00:51:36: Das ist in der Träger-Innenstadt Normalität, dass in diesen ganzen riesigen Häusern kaum jemand wohnt.

00:51:43: Also ich meine es auch wahnsinnig lauter.

00:51:45: aber bei dem Mangel ist das ... Aber jetzt wird der Wohnraum wieder so teuer, dass sie anfangen das wieder zurückzubauen weil sich's jetzt wieder lohnt.

00:51:57: Ja, weil sich der Einzelhandel die Mieten nicht mehr leisten kann außer Deichmann und Kette.

00:52:01: Genau!

00:52:02: Und gleichzeitig die Wohnflächen so teuer werden dass es sich auch wieder lohnt zu sagen... Wir

00:52:09: machen das Treppenhaus

00:52:11: aus.

00:52:11: ...zwei Stockwerke nicht zu beleben ist einfach irre.

00:52:16: Ich habe jetzt auch mitbekommen in der Neustraße in meinem Second-Handladen wo ich immer meine Sachen hinbringe.

00:52:22: Das Haus wird gesprengt.

00:52:25: Hoffentlich sagen wir vorher Bescheid.

00:52:27: So,

00:52:27: das ist irgendwie keine... Oder es wird abgerissen oder wie sagt man?

00:52:31: Also wo ich denke bitte!

00:52:33: Das ist, ähm... eighteenhundert irgendwas auf jeden Fall auch.

00:52:37: Also das ist schon komisch.

00:52:38: Ja.

00:52:38: Das ist schon Komisch.

00:52:40: Äh in Berlin ist es noch viel, viel schlimmer was die Gentrifizierung angeht.

00:52:43: aber dadurch dass man in so einer Kleinstadt ist oder in einer kleineren Großstadt, äh denkt man das müsste so nicht sein

00:52:51: ne?

00:52:51: Es gibt so viele ähm Leerstände einfach ähm an die man nicht rankommt weil da einfach Leute drauf sitzen die ja überhaupt kein Interesse haben dass da jemand reinkommt.

00:53:02: Und da gibt's wirklich viele kleine Flächen, also ich träume auf jeden Fall schon lange von einem kleinen Theater vielleicht mal?

00:53:10: Einen kleinen Off-Theater!

00:53:12: Da hab' ich schon viele Orte im Kopf, die es aber auch alle nicht mehr gibt, irgendwelche alte Autowerkstätten oder weiß ich nicht was ich mir früher fantasiert habe... Die sind alle abgerissen und da stehen große Häuser drauf.

00:53:25: Das ist ...die Räume werden enger

00:53:29: Ja Aber ja, es gibt auch die schöne Tankstelle in Trier-Süd hinterm Stadtbad.

00:53:34: Gibt so eine sechziger Jahre Tankstellung.

00:53:36: Ja, total!

00:53:38: Die finde ich... Da ist auch hinten raus da bin ich immer vorbei und dachte, da mach' ich was, da mache ich was und so.

00:53:43: Genau, genau.

00:53:45: Also es gibt schon ... aber das ist in Deutschland glaube ich oder ... da denke ich immer andersherum, da denk ich immer dran wie geil das war in den frühen Neunzigern in Berlin.

00:53:54: Keiner wusste wem gehört dass wir machen das erst mal In alten DDR-Physioläden haben wir Party gemacht und es ging plötzlich ganz schnell auch.

00:54:04: Irgendeiner hat das organisiert, Flyer getrogt ich hab im Second Handler angearbeitet dann kam immer alle vorbei in der Garage, weißte?

00:54:11: Und das war schon echt... Das waren schon... Ach früher

00:54:13: war das schön.

00:54:14: Jetzt gibt's ja hier die Südachse.

00:54:17: Ja nicht toll!

00:54:18: Da was ich auf der Eröffnung war da dachte ich ja guck mal dass ist doch so ein Raum, der einfach so als Alter laden.

00:54:27: Es hat auch so viel Scham die Dinge umzunutzen statt die immer genau so passend zu bauen sondern einfach und das sind so tolle Räume und da hinten sind tolle Garagen Und ich weiß nicht es wird nicht mehr lang dauern dann gibt's diesen Raum auch nicht mehr.

00:54:43: Da ist noch so ein toller Industrie Auto Laden dahinten dran.

00:54:49: also ja Da denkt man immer, was könnte man da alles machen?

00:54:53: Und Südachs finde ich insofern toll.

00:54:55: Die haben da richtig Profi eine tolle Kaffeemaschine, die haben das richtig schön gemacht da und also wo.

00:55:00: ich denke, dass ist nicht in Trier.

00:55:02: Ich mag so Orte, wo du reingehst fühlt sich nicht an wie Trier weil da kenne ich alles, ich komme von hier.

00:55:08: Das sind sehr freundlich da, die jungen Menschen und es ganz schön.

00:55:13: Ja!

00:55:14: Das ganze Haus wird auch schön.

00:55:17: Aber das ganze Haus ist auch ganz schön durch Aber muss man halt was

00:55:21: anschauen?

00:55:23: Ja, ich glaube.

00:55:25: Ich weiß gar nicht ob wir das sagen dürfen aber doch.

00:55:27: Ja ist ja nur Glaubensagen sagt man

00:55:31: auch

00:55:32: so.

00:55:34: Was war für dich der größte Erfolg bei diesem ganzen Theater-Ding?

00:55:39: Oder beim Kulturschaffen in der Moselmetropole.

00:55:42: Wo sagst du, das war toll, dass das funktioniert hat oder das ist unvergessen und unerreicht?

00:55:47: Gibt's sowas?

00:55:48: Du merkst schon ich bin so eine superlativen Tante.

00:55:52: Eigentlich habe ich das bei jeder Produktion neu gedacht die wir gemacht haben Weil es ja auch immer so wahnsinnig viel ist, was man da reinsteckt und irgendwann verliert man total den Blick.

00:56:04: Und denkt mein Gott!

00:56:05: Was machen wir überhaupt?

00:56:06: Ist das interessiert also überhaupt irgendjemand oder so?

00:56:10: Und dass es doch bisher immer aufgegangen ist... ...ist einfach für uns ein Riesenerfolg und wir sind inzwischen so.

00:56:20: Also seit Hedder gehen wir jede Produktion all-in.

00:56:24: Das heißt wenn die nicht funktioniert dann sind wir weg.

00:56:27: Dann sind wir pleite So lang es uns noch gibt, wir haben ja keinen anderen Zweck.

00:56:34: Schmeißen wir alles rein was wir haben und man muss ja immer ein gewisses Eigenkapital mitbringen.

00:56:41: Und unsere Produktion laufen tatsächlich inzwischen auf fünfzig Prozent selbst finanziert, das führt Theater wirklich enorm vieles.

00:56:49: Es ist ja so meist ausgegeben einen Drittel Eigenmittel zu akquirieren, was die meisten schon nicht schaffen um die Fünfzig Prozent, mal über fünfzig Prozent.

00:57:01: Und ähm ... genau das sind einfach Rücklagen.

00:57:05: wenn diese Rücklagen weg sind dann ... Dann war's das denn?

00:57:09: nur mit Einsatz können wir Fördermittel kriegen.

00:57:13: und ähm, genau.

00:57:15: Habt ihr auch Sponsoren?

00:57:17: Also gibt es einzelne Leute, die sagen wie sie schießen euch jeden Monat zu uns so viel bei?

00:57:22: Ihr seid ja ein Verein!

00:57:23: Noch

00:57:23: nicht noch nicht!

00:57:24: Aber

00:57:25: ihr seid doch ein Verein.

00:57:26: Ja wir

00:57:26: sind ein Verein

00:57:28: dann könnt ihr doch auch Spendenbelege ausstellen

00:57:30: und sowas

00:57:31: alles.

00:57:32: Also wir sind, wir werden natürlich gefördert von der Stadt und vom Land und von den üblichen.

00:57:41: jeder hier in der Kultur arbeitet weiß welche Töpfe es da so gibt

00:57:46: usw.,

00:57:48: aber was wir nicht haben ist eine Grundfinanzierung.

00:57:50: also wir sind ein professionelles Theater ohne Grundfinanzierung Ohne Personal, also ohne angestelltes Personal.

00:57:56: Wir sind ein Atoktheater jedes Mal wieder und wir müssen natürlich in Vorleistung gehen.

00:58:05: Also monetär und personell... Was die Leute glaube ich nicht so oft auf dem Schirm haben ist auch das unternehmerische Risiko oder das Unternehmerische an so einer Sache.

00:58:17: Dass es da schon um Geld geht und dass man mit viel Risiko reingeht Und viel Arbeit auch einsteckt.

00:58:24: Wenn man dann von Arbeit spricht, hat man ja die klassische Lohnarbeit im Kopf und so.

00:58:29: Aber wie viel Arbeit dann auch sowas ist?

00:58:33: Aktuell ist es tatsächlich so dass wir jetzt das erste Mal die Möglichkeit des Crowdfunding genutzt haben.

00:58:40: also wenn es dort draußen Zuhörer gibt, die uns unterstützen möchten Dann geht das und das geht sogar auch quasi automatisiert mit Spendenbescheinigung.

00:58:49: Das ist über die Plattform Better Place.

00:58:53: Und wenn man einfach You Better Work Bitch, Bühne eins oder Trier googelt dann findet man es direkt oder Better Place und da kann man ganz niedrigschwellig einfach uns was spenden.

00:59:06: und wir haben aktuell also fünftausend Euro Fehlbetrag den wir noch irgendwie füllen müssen und wir sind auch schon ganz froh dass wir jetzt schon über tausend euro da eingetrieben haben.

00:59:17: Also das heißt wenn ich jetzt, zwanzig Euro ist es auch gut.

00:59:22: Also jeder ...

00:59:23: Better

00:59:24: Place!

00:59:24: Ich weiß was das is'.

00:59:25: Die sitzen am schlesischen Tor in Kreuzberg die haben uns den Arsch gerettet als mein Simi will Fernsehformat, die Kameras geklaut bekommen hat und ganz schlimm Das ist wirklich fantastisch, Leute.

00:59:38: Mach das bitte!

00:59:40: Ich kann jetzt auch nicht groß, aber dann mache ich auch was.

00:59:44: Ich gehe ja auch immer sammeln für meine Sachen.

00:59:47: Dann muss man da auch bei den anderen.

00:59:49: Also bei betterplace.org ist es... Genau.

00:59:53: Und da kann man mit dem Handy zack ums zwanzig Euro, fünfzig Euro.

01:00:00: und ihr braucht für die neue Produktion Der Arbeit, das Trübtichon...

01:00:05: Überarbeit ganz genau.

01:00:06: Über

01:00:07: Arbeit Trüptichon, fünftausend insgesamt zusätzlich zu dem was sowieso also Leute Randa spendet!

01:00:17: Das

01:00:17: wäre super

01:00:18: Bühne eins

01:00:19: You better work bitch ein Trübdichon

01:00:22: You better Work Bitch Ganz genau.

01:00:24: ich finde es auch ganz schön dass wir beim Stück über Arbeit um Geld fragen.

01:00:29: Ja,

01:00:30: sehr gut.

01:00:30: Dann stimm ich!

01:00:31: Rund?

01:00:32: Ja ist stimmig ja.

01:00:32: Sehr

01:00:33: ständig und toll.

01:00:34: Aber wir sind tatsächlich auch bei einem Stück über Arbeit.

01:00:38: Wir haben eine Bundesförderung nicht bekommen Und jetzt sind wir auch dabei dass wir es auch nicht schaffen können was für die freie Szene leider auch recht üblich ist aber Die von der bundesvereinigung vorgeschlagenen Hohnerer Untergrenzen einzuhalten.

01:00:53: also wir haben auch ein Stück überarbeit Indem wir nicht so bezahlen können, wie wird das gerne wollten und wie das auch angemessen wäre.

01:01:02: Und ja... Das ist die Situation in unserem Land.

01:01:07: So viel zum Thema Mindestlohn?

01:01:09: Ja!

01:01:11: Ja, fantastisch!

01:01:13: Also jetzt haben wir hier einen Schwaben sitzen der tatsächlich nicht geizig zu sein scheint Weil du ja wahrscheinlich, also wenn du das auf Stunde umrechnest was du da reingibst.

01:01:27: Ja das darf man nicht machen.

01:01:30: Aber man muss natürlich auch so sagen muss dazu sagen Arbeit bedeutet also dass ist uns auch nochmal klar geworden als wir diese Texte ausgeschrieben haben und es isso ein vielfältiges Thema.

01:01:44: Ja, es ist nicht nur die nervende Lohnarbeit sondern wir haben so viel was wir an Selbstverwirklichung in der Arbeit sehen oder was wir ein Nichtentlohnte Arbeit haben.

01:01:56: Da kommt natürlich die Kehrarbeit immer zum Thema aber auch sowas wie Kulturarbeit.

01:02:01: So viele Leute, die auch in Trier etwas auf die Beine stellen, die denken jetzt gar nicht an den Lohn oder so, sondern machen einfach was und das ist auch wahnsinnig viel Arbeit Die nicht immer in lohnt werden muss es ist nicht.

01:02:16: Ich würde jetzt auch nicht sagen jede Arbeit muss entlohnt werden aber die muss auch gesehen werden und, die muss Auch möglich sein.

01:02:21: und möglich sein heißt dann auch dass eben die Räume dafür da sind oder das man an der anderen stelle Mit seiner Lohnarbeit vielleicht so leben kann dass man das dann auch noch machen kann.

01:02:31: das eine wichtige Beiträge Für unsere gesellschaft dass Es sowas gibt.

01:02:36: und wenn wir uns kaputt sparen Dann ist auch jeder nur noch in seinem Film irgendwie zu überleben und dann macht man auch nichts mehr, was irgendwie Spaß macht.

01:02:46: Ja und da spreche ich sowas an wo ich denke das Humanoide an uns muss einfach hervortreten in Zeiten wie diesen.

01:02:59: und jetzt haben wir so eine komische Regierung die oder der Kapitalismus ist so vertroboisiert, dass wir da mit dem System jetzt einfach nicht mehr weitermachen können.

01:03:11: Und das Problematische glaube ich ist, dass es weder links noch rechts eine Frage ist von links und rechts sondern eine Frage von Wertigkeit der Humanität.

01:03:22: Da müssen wir ja ganz neu selbstbewusstsein aufbauen auch der KI gegenüber.

01:03:27: aber politisch ist die Situation eher so dem gar nicht Rechnung trägt, sondern dass es so amerikanisch wird wie ja der Milliardär sonst war.

01:03:40: Es spendet dann einmalig Bums irgendwie so muss nie in seinem Leben Steuern bezahlen und so ne?

01:03:47: Und wir können das nicht alles der freien Bumse überlassen.

01:03:50: ich halte es für wichtig dass wir alle jetzt ein bisschen an die Stelle treten.

01:03:55: Wir müssen mitmischen.

01:03:57: Ja wir können uns nicht auf den Start im Moment rein auf den Staat verlassen, gar nicht.

01:04:03: Und wir haben aber die Pflicht das mitzutragen.

01:04:07: Die, die wir das können!

01:04:09: Ja ich kann auch nicht jeden Monat hundert für eine Off-Produktion oder ist ja nicht off... Aber für ein Theaterproduktion, die nicht von reinstaatlich finanziert ist, kann ich mir nicht leisten.

01:04:19: Aber ich kann ja hin und wieder mal was leisten wenn ich punktuell weiß da is'was?

01:04:24: Die machen was, da bin ich gespannt drauf.

01:04:28: Genau und ich glaube auch, dass manchmal wird dann auch gejammert oder gemäckert.

01:04:33: Nicht gejammert auch das auch aber auch gemäckerd über die Lage wie sie ist und das wird aber auch oft falsch adressiert glaub ich.

01:04:42: also zum Beispiel unsere unsere kommunalen Politiker diese haben durchaus Interesse da sowas passiert.

01:04:49: Aber die die Gesetze sind einfach auf anderer Ebene Die die Kommunen klamm machen ja und dann ist es nicht angebracht, die Kommunen anzuscheißen.

01:04:59: Sondern es ist angebracht das Gesetz auf Bundesebene anzuschreißen dass die Kommunen eben Arm macht und dieses allen sind die Hände gebunden auf allen Ebenen.

01:05:09: Das ist das gefährliche und da muss man dann doch auch mal identifizieren was ist eigentlich?

01:05:15: Was sind die klaren Gesetzgebungen die man einfach ändern könnte Einfach natürlich in Anführungsstrichen aber die solche Probleme beheben?

01:05:24: Und da ist die Finanzierung von Kommunen, die Finanzierungen von Kultur ja... ...ist da recht klar ersichtlich.

01:05:35: Was du sagst es ist kein Grund auf die Träger Politik zu meckern weil es passiert hier.

01:05:43: ich erlebe das wenn ich was will kann ich hier etwas machen absolut und finde auch bei der Stadt Unterstützungsmöglichkeiten.

01:05:53: Empyrtheit auch an anderen Stellen bringt uns alle nicht weiter.

01:05:57: Also Leute, jetzt Aufruf!

01:06:00: Drama?

01:06:01: Alle bitte auf betterplace.org sag's noch mal.

01:06:07: Bühne

01:06:07: eins You Better Work Bitch eintrüppt dich schon.

01:06:11: man kann das ja googeln.

01:06:12: Ja, ich finde man

01:06:12: das.

01:06:13: You Better work bitch

01:06:14: Das ist Britney Spears.

01:06:16: Ach so Zitat von Britney Spear

01:06:19: Das ist ein Song ja

01:06:23: Kenne ich gar nicht.

01:06:24: Siehst du?

01:06:24: Ja,

01:06:25: es sind die zwei Tausende da glaube ich.

01:06:27: also das ist dann mein Aufwachsen.

01:06:29: You

01:06:29: better work bitch!

01:06:31: Also Bühne eins siehste meines Vorurteils war weil ich das textlastige Stück von euch gesehen habe.

01:06:37: seither

01:06:38: uuuuhhh... Das ist schwere Kost.

01:06:39: Schwere

01:06:41: kost Schwere kost wobei wie gesagt schwere kost ja auch mag aber dann dauert's länger bis sich mich dazu hinreißen lasse um dann hinterher zu sagen oh geil war anstrengend aber geil.

01:06:53: Also, you better work bitch!

01:06:55: Von Britney Spears.

01:06:58: Demnächst in Form eines Tryptichons... Ja, ein tryptichon.

01:07:02: ...in der EK-Bühne?

01:07:05: Ja.

01:07:06: Einen dreißigzehnte als Premiere und ich glaube einen neunzehnter Elfter ist dann die derenjähre.

01:07:13: also wir haben knackige Spielzeit.

01:07:16: zehn Vorstellungen, neun Vorstellung ja

01:07:19: Okay, sehr gut.

01:07:20: Ab Ende Oktober geht's los!

01:07:21: Genau.

01:07:23: Sehr gut, da freu ich mich drauf... Wenn jemand sagt Theater ist nicht mehr zeitgemäß?

01:07:28: Wir haben jetzt hier ganz andere Dinge.

01:07:31: Sehen wir ja, wir haben tolle große Kinos wo nur Scheiße läuft von morgens bis abends nur Blockbuster.

01:07:37: Warum sagst du ist Theater Zeit gemäß?

01:07:41: Das kommt ganz aufs Theater an würde ich sagen ob es zeitgemäße ist oder

01:07:45: nicht.

01:07:48: Ja, also Theater ist finde ich dann gut wenn es nicht... Also was mich ein bisschen stört an Theater und ich find das dann auch nicht zeitgemäß.

01:08:00: Ich kann auch gleich erklären in welcher Hinsicht ich es nicht Zeit gemäß finde Wenn es einen nur bestätigt ja?

01:08:08: Also wenn man ins Theater geht und am Schluss klatscht man und sagt genau so ist es da denke ich mir Das braucht kein Mensch.

01:08:21: Und das ist vielleicht insofern zeitgemäß, also es entspricht unserer Zeit von verschiedenen Bubbeln die sich immer weiter voneinander entfernen, dass man sagt ja genau so ist das und aber es bringt einen überhaupt nicht näher.

01:08:34: Ich finde dann ist Theaterzeit gemäß wenn es nicht Fragen beantwortet sondern Fragen stellt vielleicht?

01:08:43: Wenn es auch berührt... Also das Sinnliche ist, glaube ich sehr entscheidend.

01:08:51: Und jemand der da steht und wirklich was sagt – das lande ich doch in der Theaterwissenschaften – die Live-Performance wird immer hochgehalten.

01:09:01: aber jemand, der wirklich wahrhaftig vor einem steht kann einen dann auch nochmal anders berühren.

01:09:09: Ich glaube diese Sinnlichkeit ist ein toller Aspekt von Theater den man so schwierig in anderen Kunstformen bekommt Ja.

01:09:20: Und bei Bühne Eins haben wir eben auch das versucht, ein sehr sinnliches... Also dein Beispielstück ist natürlich, obwohl wir haben da mit verschiedenen Medien gearbeitet aber es war natürlich sehr textlastig Aber wir versuchen immer sehr viel mit Licht zu arbeiten oder mit Livemusik oder mit Elementen der Interaktion oder so dass man wirklich gecatcht wird und kein Lehrtheater.

01:09:48: Ja, das finde ich nicht interessant.

01:09:51: Nein!

01:09:51: Also ich wollte damit auch nicht sagen es war textlassig und es tat ein bisschen weh.

01:09:56: Ja also so aber dass ich wollte dann mit auf keinen Fall sagen dass es irgendwie eine schlechte Inszenierung war.

01:10:02: Ich kann mich das ist ewig her Das ist vier Jahre her Und ich weiß was ich da gesehen habe.

01:10:07: Aufzeichnungen aus dem Kellerloch Es war halt auch eine düstere Geschichte ja

01:10:13: Aber es war auf jeden fall gutes Theater.

01:10:16: Also ne ne Ich bin sehr gespannt, ich habe euch jetzt auf jeden Fall auf dem Schirm.

01:10:20: Ja toll!

01:10:21: Bühne eins sagte mir immer was, ja klar bühne Eins, bühnoeins aber ich hab glaube ich immer das verpasst weil ich entweder nicht da war mal oder irgendwas, weil dass ich die Hatter nie gesehen hab.

01:10:32: Weil ihr habt das wieder aufgenommen gehabt, ne?

01:10:35: Also

01:10:35: wir hatten das so geteilt dieses Spielzeit, also vierundzwanzig fünf und zwanzig haben wir es gespielt genau.

01:10:40: Okay,

01:10:40: weil ... Ein paar Monate

01:10:41: später noch mal aufgenommen.

01:10:42: Das wird aber nicht nochmal irgendwie...

01:10:46: Das ist immer wahnsinnig schwierig eben auch aufgrund der Art wie wir arbeiten.

01:10:51: Wir haben kein festes Haus, keine Grundfinanzierung.

01:10:54: Und die Schauspielenden mit denen wir arbeiten sind dann irgendwo verstreut.

01:10:59: Dann braucht man also wahnsinnig viel, was heißt nicht Wahnsinnig aber verhältnismäßig viel Geld um dann wieder etwas aufzulegen.

01:11:06: Wieder neue Proben machen und so kann man einfach in einem festen Haus viel leichter machen wenn die Strukturen wirklich physisch da sind Und wir sind halt immer so dazwischen Wir müssen uns jedes Mal gucken wo gibt das eine Bühne?

01:11:22: Wo gibt es ein Proberaum?

01:11:24: Man wird dann auch mit der Zeit entspannt, mutig.

01:11:28: Also man geht da rein und sagt ja im Proberaum werden wir schon finden die Zahlen also das da wirklich Geld haben wir dafür nicht.

01:11:33: aber es geht ja nicht anders so und dann schafft man es auch irgendwann das auszuhalten Und dann wird es auch irgendwie.

01:11:43: Aber ist es schon kraftakt?

01:11:44: jedes mal

01:11:46: glaube ich ja wow aber gefällt mir gefällt mich sehr gut jetzt schon und Es gibt ja auch Ja, ich denke dann auch.

01:11:54: Es gibt diesen Garten... So sofort denke ich was es an Locations gibt wo man Garten

01:11:58: hat.

01:11:58: Welchen Garten?

01:11:59: Diesen Entria Vesta neben diesem... Diesen Alternative Anpflanzungsgarten.

01:12:05: wie heißt das?

01:12:05: Ach

01:12:05: so, die Solavi.

01:12:06: Solavi!

01:12:08: Ich war da noch nie aber ich denk sofort ah, da kann man nochmal Theater machen

01:12:12: oder...?

01:12:12: Das Blöde am Theater ist immer, es ist so teuer und voraussetzungsreich.

01:12:16: also man muss auch wirklich sagen, Theater is schon scheiße teuer.

01:12:20: Also es kostet einfach wahnsinnig viel, weil die Leute oft nicht merken, wenn sie da reingehen wie viele Menschen da eigentlich beteiligt sind.

01:12:28: Und dann braucht man meistens also Räume... Da muss die Akustik stimmen oder bei freien Bühnen ja?

01:12:34: Wie beleuchtet man das dann?

01:12:35: und so weiter?

01:12:36: Dann willst du am liebsten halt im Sommer spielen, wenn die Temperaturen gehen, dann wird's halt erst um zehn dunkel.

01:12:42: Es ist immer so voraussetzungsreich!

01:12:45: Man braucht gute Räumen und dann braucht auch mal wahnsinnige Platz.

01:12:48: Wenn man jetzt eine Band ist, wirklich ihre Schwierigkeiten, das würde ich damit gar nicht in Abreite stellen.

01:12:55: Aber dann reicht einem einen Raum zum Proben.

01:12:57: und wenn die uns fragen was braucht der denn so an Platz?

01:12:59: Dann sagt man ja also zweihundert Quadratmeter müssen es schon mindestens sein!

01:13:04: Und dann schlucken immer alle.

01:13:08: Das soll man sich leisten.

01:13:10: Theater aber es muss man sicher auch leisten.

01:13:12: In Zeiten wo die Räume enger werden, wo die räume teurer werden ist es halt nicht so einfach.

01:13:21: Ich will ja immer noch ein Buch, weil ich ja das Vergetung bin.

01:13:26: Ich bin das Fräulein-Vergetung.

01:13:27: Machst

01:13:28: du eine Buchempfehlung?

01:13:30: Immer!

01:13:30: Um zu zeigen, wie schlau ich bin.

01:13:32: Das ist ein reiner eitel Nummer.

01:13:34: Aber ich lese immer so in Schüben.

01:13:36: Ich lese über weite Strecken gar nix und guck nur Serie und bin hier klamotten- und total oberflächlich.

01:13:42: Und dann habe ich aber wieder die Kurve... Dann hab' ich irgendein Einsteigerbuch und dann geht's ab!

01:13:46: Und da bin ich total happy.

01:13:48: Jetzt frage ich dich und was liest du gerade?

01:13:51: Eben Nichts.

01:13:54: Aber ich durfte die Erste in Saarburg, auch toll bin ich fand ich total schön, die erste Literaturmesse Festival durfte ich mitmischen, durfte ein bisschen was ansagen, durkte ich Ostwind Mädchen kennenlernen und all das.

01:14:10: Und dabei habe ich auch den Ansgar Sittmann kennengelernt aus Trier, Krimiautor.

01:14:16: Der hat ein aktuelles Buch geschrieben.

01:14:18: da ist vorne schweich drauf.

01:14:20: also da sieht man unten Ferturm an der Mosel und ich liebe Schweich, weil meine Eltern leben in Riol.

01:14:26: Und ich bin viermal die Woche bei meinen Eltern, deswegen bin ich ja auch wieder entgegen.

01:14:29: Wie Luxemburger sagen würden?

01:14:31: Schweisch!

01:14:34: Und ich mag das total.

01:14:36: Da ist die Welt irgendwie noch so in Ordnung und da gibt es zwei Boutiquen, die sind toll und ja unterstützen mich auch immer und so genau.

01:14:43: Und da bin ich immer so der kleine Star, die Kleines Darmaus wenn ich da shoppen gehe und kriege Prozente und so.

01:14:48: Genau Hallo Christa Plang!

01:14:50: Und hallo Mäuschen wie heißt sie denn?

01:14:53: Ach jetzt habe ich den Namen vergessen.

01:14:55: Egal jedenfalls Ansgar Sittmann hat mir dieses Buch in die Hand gedrückt mit diesem Schweichen.

01:14:59: Und ich sag, diesen Krimi werd' ich einfach mal lesen!

01:15:02: Ich lese überhaupt keine Krimis!

01:15:04: Gar nie ever never ever... ...ich lese immer so Sascha Lobo Sachen über die KI.

01:15:10: oder jetzt hab ich mir auch mal wieder sowas Fernseh-Literatur weil irgendjemand was Positives über die Zukunft geschrieben hat, sowas freu ich mich dann auch.

01:15:19: Sowas mein Papa halt früher immer so gelesen hat ne?

01:15:21: Genau.

01:15:22: und jetzt habe ich hier Ansgar Sittmann Mordzache Mosel Und das empfehle ich jetzt einfach mal.

01:15:29: Ich habe es selber noch nicht gelesen, aber ich hab jetzt schon Bock drauf einen Film draus zu machen, kannst du das vorstellen?

01:15:36: Oder ein Hörspiel wenigstens oder ein Hörtspiel oder sowas.

01:15:40: also keine Ahnung weil es gibt nix überschweich und schon gar keinen Mord.

01:15:45: Ja, irgendwie so.

01:15:47: Und wie man ja weiß sind die Krimis, die so lokal Bezug haben eigentlich immer die Geizen, die irischen Krimi's oder die Finnischen und so weiter und sofort.

01:15:56: Und das gibt es dann auch aus dem Raum der Moselmetropole was?

01:16:00: So jetzt habe ich doch noch mal geschafft ein Riesenmonolog hinten dran zu hängen.

01:16:04: vielleicht schneide ich das aber auch raus.

01:16:05: wir werden sehen.

01:16:07: Also lieber Till Turner Ich bleibe bei Turner weil er einfach cooler ist Till Turner.

01:16:17: Als was bezeichnest du dich selbst?

01:16:19: Das muss ich jetzt noch wissen, weil das kommt dann auf die Kachel wenn nicht den Podcast veröffentliche

01:16:23: als war sich mich selbst bezahlt.

01:16:27: also beruflich oder ja

01:16:29: Beruf Arbeit

01:16:33: Also kulturschaffender vielleicht oder so

01:16:36: Kultur schaffender

01:16:37: sowas

01:16:38: und bühne eins mit begründer

01:16:41: genau Vorsitzender und Mitgründer

01:16:45: Der Bühne eins.

01:16:47: Wir merken uns mal, Bühnen Eins und wir merken jetzt mal dass es da

01:16:51: einen Spendenaufruf gibt

01:16:53: auf

01:16:53: betterplace.org.

01:16:55: Jetzt sagst bitte noch zum Schluss hinten raus nochmal in voller Gänse was muss ich tun um das aktuelle Trüptichon-Stück zum Thema Arbeit?

01:17:05: Was ist dann ab Ende Oktober in der Europäischen Kunstakademie in einer dortigen Theaterbühne geben wird?

01:17:13: Zitat von Britney Spears.

01:17:19: Ich

01:17:38: danke dir, dass du so spontan Zeit hattest.

01:17:41: Lieber Till Turner!

01:17:42: Ich sag's nochmals... Yes?

01:17:45: Ich hoffe, du kamst zu Wort, weil ich hab schon wieder ein bisschen viel geredet heute.

01:17:49: Nee,

01:17:49: ich kam zu Wort.

01:17:50: Ja, war okay?

01:17:51: Ja

01:17:51: das war ok.

01:17:52: Gut.

01:17:52: Ich werd es ja dann hören und mich dann gegebenenfalls rausschneiden.

01:17:55: So einfach ist es ja.

01:17:56: Also lieber Till Turner, ich habe dich jetzt auf dem Schirm und komm gerne wieder wenns was zu bewerben gibt zur Bühne eins oder wenn nochmal was zusammengetragen werden muss für die Bühne eins, da ihr ja keine Riesensponsoren habt und damit ihr auch schön frei bleiben könnt.

01:18:16: Genau!

01:18:17: Sehr schön.

01:18:18: Lieber Till ich habe ein Ohr auf euch war.

01:18:22: Liebest du mir wild?

01:18:23: Vielen Dank fürs hier sein.

01:18:25: Bis ganz bald wir sehen uns.

01:18:27: Tschüss.

01:18:28: Winke winkel schaltet auch nächstes mal wieder ein wenn ihr mich hören wollt.

01:18:34: ganz einfach Also Tria,

01:18:49: tschüssi!

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